Bildquelle: National Grid plc
In letzter Zeit, so scheint es Nationales Netz (LSE: OF.) Aktien haben sich stillschweigend von einem stabilen Zustand verschoben FTSE 100 Einkommensauswahl zu einem Wachstumsspiel. Die Rendite ist unter 4 % gefallen, während der Aktienkurs in den letzten 12 Monaten um 24 % gestiegen ist.
Der Schlüsselfaktor dahinter scheint das Narrativ „Schaufeln verkaufen im Goldrausch“ zu sein – nur dass es sich bei den Schaufeln um Strominfrastruktur handelt. Es werden erhebliche Investitionen in Hardware zur Unterstützung von Elektrofahrzeugen (EVs), Datenzentren und Projekten im Bereich erneuerbare Energien getätigt.
Aber ein solcher Übergang birgt grundlegende Risiken, die Anleger nicht ignorieren können. Was bedeutet das also für bestehende Aktionäre und neue Investoren?
Vom Anleihen-Proxy zum Netto-Null-Wachstumsmotor
Der Fünfjahres-Investitionsplan von National Grid in Höhe von 60 Milliarden Pfund ist darauf ausgelegt, das elektrische Rückgrat für eine digitale, elektrifizierte Netto-Null-Wirtschaft zu schaffen. Etwa 80 % dieser Investitionen fließen in Stromnetze, wobei rund 51 Milliarden Pfund für von der EU-Taxonomie definierte grüne Projekte wie Anschlüsse für erneuerbare Energien, Netzausbau und Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge bestimmt sind.
Mit anderen Worten: Anstatt in ein einzelnes grünes Energieunternehmen zu investieren, unterstützen Investoren die regulierte Infrastruktur, mit der alles andere verbunden ist.
Und die Wachstumsgeschichte zeigt sich bereits in den Zahlen. Die letztjährige Leistung wurde durch ein Gewinnwachstum von 36,2 % gegenüber dem Vorjahr angetrieben, da neue Hardware dazu beiträgt, die regulierte Vermögensbasis zu stärken und die Rendite zu steigern. Für einen Versorger, der früher hauptsächlich mit seiner Dividende handelte, ist das ein großer narrativer Wandel.
Aber die Geschichte hat noch mehr zu bieten …
Der Kompromiss zwischen Bewertung und Einkommen
Die Kehrseite ist, dass National Grid nun auch hinsichtlich der Bewertung eher wie ein Wachstumsversorger aussieht. Die Aktie wird mit etwa dem 15-fachen der erwarteten Gewinne gehandelt, ein Aufschlag gegenüber vielen traditionellen einkommensorientierten Versorgungsunternehmen. Angesichts seiner regulatorischen und politischen Risiken ist das Unternehmen damit ungewöhnlich überbewertet.
Gleichzeitig, Dividende Die Deckung ist für ein Unternehmen mit einem derart hohen Investitionsplan gering. Jüngste Ergebnisse zeigten, dass die Dividenden für das Gesamtjahr etwa das 1,6-fache der zugrunde liegenden Erträge decken, was zwar ausreichend, aber nicht sicher ist. Die Cashflow-Kennzahlen sind sogar noch strenger: Einige Schätzungen gehen davon aus, dass die kombinierte Dividenden- und Investitionsdeckungsquote unter 1 liegt, was darauf hindeutet, dass National Grid möglicherweise auf Schulden zurückgreifen oder Vermögenswerte verkaufen muss, um sowohl Investitionen als auch Aktionärsrenditen vollständig zu finanzieren.
Sogar die Bilanz ähnelt eher einer Wachstumsaktie. Die Schulden belaufen sich auf rund 47 Milliarden Pfund, dem Eigenkapital von rund 38 Milliarden Pfund, und es wird erwartet, dass sie im Zuge des Investitionsplans weiter steigen. Derzeit sind die Zinsen ausreichend gedeckt, bei Ertragseinbußen könnte dies jedoch ein Risiko für die Dividende darstellen.
Sind National Grid-Aktien also auch im Jahr 2026 noch eine Überlegung wert?
Für Anleger, die dem Narrativ Digital/Erneuerbare Energien optimistisch gegenüberstehen, ist National Grid eine Überlegung wert, da es sich um eine Möglichkeit mit geringer Volatilität handelt, sich zu engagieren. Tatsächlich bietet es sowohl Einkommens- als auch Wachstumspotenzial, jedoch auf stärker regulierte Weise. Anstatt direkte Projekt- oder Technologierisiken einzugehen.
Die heutige Situation ist jedoch weniger auf „stabiles Einkommen“ als vielmehr auf „Wachstum zu einem Preis“ ausgerichtet. Wenn die Aktien steigen und die Rendite sinkt, könnten Einkommensinvestoren abgeschreckt werden. Das ist keine schlechte Wahl, verschiebt sie aber wohl eher in Richtung „hohes Risiko/hoher Ertrag“.
Für Anleger, die mit dem Risiko vertraut sind, kann National Grid immer noch eine solide Kernposition sein, die es in einem diversifizierten Portfolio zu erkunden gilt. Wer jedoch auf der Suche nach echten Werten ist, für den gibt es möglicherweise bessere Chancen bei weniger bekannten, energiebezogenen Titeln, die der Markt noch nicht eingepreist hat.

