Laut Goldman bleiben die Anleger weiterhin risikofreudig und schieben die zunehmende geopolitische Unsicherheit beiseite.
Zusammenfassung:
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Laut Goldman bleibt die Risikobereitschaft der Anleger hoch
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Die Stimmung liegt um das 67. Perzentil
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Risikoappetitindex auf höchstem Niveau seit April 2021
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Die Aktienpositionierung bleibt im Großen und Ganzen optimistisch
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Die Ströme weiten sich nach Europa, Japan und den Schwellenländern aus
Laut Goldman Sachs bleibt die Risikobereitschaft der Anleger trotz zunehmender geopolitischer Unsicherheit hoch, was darauf hindeutet, dass die Märkte vorerst weiterhin makroökonomische und politische Risiken prüfen.
Den neuesten Positionierungs- und Stimmungsindikatoren der Bank zufolge liegt der Optimismus der Anleger derzeit im Bereich des 67. Perzentils, ein Niveau, das darauf hindeutet, dass das Vertrauen weiterhin intakt ist. Goldman fügt hinzu, dass sein firmeneigener Risikobereitschaftsindex auf den höchsten Wert seit April 2021 gestiegen ist, was das Ausmaß unterstreicht, in dem Anleger weiterhin Risikoanlagen bevorzugen.
Die Banknoten, die in risikoreichere Vermögenswerte fließen, bleiben durchweg positiv, während umfragebasierte Messgrößen für den Aufwärtstrend ebenfalls zugenommen haben. Insbesondere die Aktienpositionierung bleibt äußerst konstruktiv, da die Anleger ihre Übergewichtungen beibehalten und ihre Allokationen in den verschiedenen Regionen ausweiten, anstatt sich auf eine defensive Positionierung zurückzuziehen.
Goldman betont, dass die Breite der Rallye durch das anhaltende Engagement von US-Privatanlegern unterstützt wurde, deren Aktivitäten dazu beigetragen haben, die Beteiligung einer breiten Palette von Aktien und nicht einer kleinen Gruppe von Führungskräften zu stärken. Gleichzeitig haben sich die internationalen Ströme beschleunigt, da ausländische Investoren ihre Allokationen in Vermögenswerte aus Europa, Japan und Schwellenländern erhöhten.
Diese Ausweitung des Engagements deutet darauf hin, dass sich Anleger mit den globalen Wachstumsaussichten zunehmend wohler fühlen und weniger geneigt sind, das Risiko ausschließlich auf die US-Märkte zu konzentrieren. Es deutet auch auf die Bereitschaft hin, die Mittel in Regionen umzuverteilen, die von einer Konjunkturerholung, einer Bewertungsunterstützung oder einer Verbesserung der politischen Rahmenbedingungen profitieren könnten.
Während Goldman anerkennt, dass geopolitische Risiken zugenommen haben und weiterhin eine potenzielle Quelle der Volatilität darstellen, deutet die Analyse der Bank darauf hin, dass diese Bedenken das Vertrauen der Anleger noch nicht wesentlich beeinträchtigt haben. Stattdessen deuten die Positionierungsdaten darauf hin, dass die Märkte weiterhin der Widerstandsfähigkeit des Wachstums, der Gewinndynamik und den Liquiditätsbedingungen Vorrang vor geopolitischen Abwärtsszenarien einräumen.
Die Bank weist darauf hin, dass ein erhöhter Risikoappetit die Sensibilität des Marktes gegenüber negativen Überraschungen verstärken kann, das Anlegerverhalten deutet jedoch vorerst darauf hin, dass sie weiterhin lieber investiert bleiben, als in Erwartung von Schocks Risiken abzubauen.

