Ökonomen erwarten, dass die RBI im Februar in der Warteschleife bleibt und sich der politische Fokus auf Transmission und Währungsstabilität verlagert.
Zusammenfassung:
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Eine Reuters-Umfrage zeigt, dass die Reserve Bank of India den Repo-Satz auf ihrer geldpolitischen Sitzung am 4. und 6. Februar voraussichtlich bei 5,25 % belassen wird.
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Die meisten Ökonomen gehen auch davon aus, dass die Zinssätze bis 2026 unverändert bleiben, nachdem sie seit Anfang 2025 insgesamt um 125 Basispunkte gesenkt wurden.
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Die Inflation dürfte auf kurze Sicht moderat bleiben, während das Wachstum robust bleibt, aber von der Regierung gesteuert wird.
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Die RBI steht vor einem Kompromiss zwischen der Unterstützung des Wachstums und der Stabilisierung der Rupie, die Rekordtiefs erreicht hat.
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Die Liquiditätsbedingungen bleiben ein Schwerpunkt, wobei die RBI Schritte unternimmt, um die politische Transmission zu verbessern.
Es wird allgemein davon ausgegangen, dass die Reserve Bank of India die Zinssätze auf ihrer geldpolitischen Sitzung im Februar unverändert lassen wird, wobei die meisten Ökonomen einer Reuters-Umfrage zufolge nach einer Reihe erheblicher Zinssenkungen keine Dringlichkeit für eine weitere Lockerung sehen.
In der Umfrage vom 19. bis 28. Januar prognostizierten 59 von 70 Ökonomen, dass der geldpolitische Ausschuss der RBI den Reposatz zum Abschluss seiner Sitzung vom 4. bis 6. Februar bei 5,25 % belassen würde. Nur 10 Befragte erwarteten eine weitere Senkung um 25 Basispunkte, während einer einen größeren Schritt erwartete. Die Mehrheit geht außerdem davon aus, dass der Leitzins bis Ende 2026 bei 5,25 % bleiben wird.
Die RBI hat die Kreditkosten seit Februar 2025 bereits um 125 Basispunkte gesenkt, und Ökonomen sagen, dass die Kombination aus gedämpfter Inflation und solidem Wachstum den Bedarf an zusätzlichen Anreizen verringert hat. Die Inflation wird in diesem Geschäftsjahr voraussichtlich durchschnittlich 2,1 % betragen, bevor sie im nächsten Jahr auf rund 4,0 % ansteigt, während das Wirtschaftswachstum in diesem Jahr bei 7,4 % liegt und sich danach auf 6,7 % abschwächt.
Der Wachstumsmix bleibt jedoch uneinheitlich. Analysten weisen darauf hin, dass die jüngste Dynamik weitgehend von den Staatsausgaben getragen wurde und die privaten Investitionen trotz lockererer monetärer Bedingungen immer noch hinterherhinken. Vor diesem Hintergrund argumentieren Ökonomen, dass sich der Fokus der RBI von der Durchführung weiterer Kürzungen auf die Gewährleistung einer wirksamen Übertragung der bestehenden politischen Unterstützung auf die gesamte Wirtschaft verlagert hat.
Auch die Zentralbank kämpft mit Druck auf die Währung. Die Rupie ist aufgrund ausländischer Aktienabflüsse auf ein Rekordtief gefallen, was die RBI dazu zwingt, inländische politische Ziele mit Bemühungen zur Stabilisierung des Wechselkurses in Einklang zu bringen. Einige Ökonomen sagen, dass Währungsinterventionen die Liquidität verknappt und die Auswirkungen früherer Zinssenkungen abgeschwächt hätten.
Um diesem Problem entgegenzuwirken, hat die RBI kürzlich Maßnahmen zur Liquiditätszufuhr durch Anleihekäufe, Devisenswaps und Repo-Geschäfte angekündigt. Ökonomen sagen, dass diese Schritte dazu beitragen dürften, den Finanzierungsdruck zu verringern und die Transmission zu verbessern, ohne den Leitzins zu ändern.

