Der Gouverneur der US-Notenbank, Christopher Waller, behält seine gemäßigte Haltung bei und erklärt, warum er sich bei der letzten geldpolitischen Sitzung nicht für eine Zinssenkung um 25 Basispunkte ausgesprochen hatte. Wallers Haltung unterstreicht die wachsende Sorge, dass die aktuelle restriktive Politik der Zentralbank die Wirtschaftstätigkeit trotz oberflächlich betrachtet solider Wachstumszahlen bremst.
Wallers Hauptsorge liegt in einem ungesunden Arbeitsmarkt. Während das Gesamtwirtschaftswachstum stabil bleibt, argumentiert er, dass die zugrunde liegende Nachfrage nachlässt. Er warnte, dass sich der Markt auf deutliche Abwärtskorrekturen der letztjährigen Daten einstellen sollte, was darauf hindeutet, dass „das Lohnwachstum im Jahr 2025 praktisch unverändert blieb“.
Mit Blick auf die Zukunft sieht Waller aufgrund von Berichten über mehrere geplante Personalreduzierungen für 2026 eine weitere Schwäche. Er ist skeptisch gegenüber dem Potenzial für die Schaffung neuer Arbeitsplätze und sieht ein „erhebliches Risiko“ einer erheblichen Verschlechterung der Beschäftigungsbedingungen.
Waller ist der Ansicht, dass die aktuelle Spanne des Federal Funds Rate von 3,50–3,75 % viel zu restriktiv ist. Um einer Schwäche vorzubeugen, plädiert er für einen schnellen Übergang zu einer neutralen Politik und positioniert den Zielsatz näher bei 3 %.
Waller ging auf den jüngsten Preisanstieg ein und stellte fest, dass die Zölle zwar die Gesamtinflation erhöht haben, der zugrunde liegende Trend jedoch weiterhin positiv sei. Er sagt, dass die Inflation ohne Zolleffekte bereits in der Nähe des 2-Prozent-Ziels der Fed liegt und dass die Geldpolitik, da die langfristigen Inflationserwartungen stabil bleiben, den vorübergehenden Lärm handelsbedingter Preiserhöhungen „durchschauen“ und sich auf die Abkühlung am Arbeitsmarkt konzentrieren sollte.
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