Die politischen Entscheidungsträger der BoJ signalisierten eine moderate Konjunkturdynamik und anhaltendere Inflationstrends und befürworteten vorsichtige künftige Zinserhöhungen, wenn sich die Prognosen wie erwartet entwickeln.
Zusammenfassung:
-
Die politischen Entscheidungsträger der BOJ waren sich einig, dass sich die japanische Wirtschaft moderat erholt habe, stellten jedoch eine ungleichmäßige Dynamik in Teilen der Wirtschaft fest.
-
Die Inflation dürfte weiterhin moderat steigen, gestützt durch Lohn- und Preisinteraktionen und die Weitergabe von Importen.
-
Man geht davon aus, dass die Abwertung des Yen durch höhere Importkosten den inländischen Preisdruck verstärkt.
-
Die finanziellen Bedingungen bleiben auch nach der jüngsten Straffung der Geldpolitik im Großen und Ganzen akkommodierend, und weitere Zinserhöhungen wurden im Laufe der Zeit als angemessen erachtet.
-
Die Vorstandsmitglieder betonten sorgfältige und rechtzeitige politische Anpassungen, um Preisstabilität und wirtschaftliche Widerstandsfähigkeit in Einklang zu bringen.
Die Bank of Japan (BOJ) hat das veröffentlicht Zusammenfassung der Meinungen von der geldpolitischen Sitzung vom 22. bis 23. Januar, die Aufschluss darüber gibt, wie die Vorstandsmitglieder derzeit die Wirtschafts- und Preisbedingungen im Vorfeld der nächsten politischen Entscheidungen sehen. Während die Wirtschaft Anzeichen einer moderaten Erholung zeigte, hoben die politischen Entscheidungsträger eine Mischung aus Chancen und Risiken hervor, die künftige geldpolitische Maßnahmen beeinflussen könnten.
Es wurde beurteilt, dass die gesamtwirtschaftliche Aktivität in Japan dank einer Erholung der weltweiten Nachfrage und staatlicher Konjunkturmaßnahmen wieder an moderatem Schwung gewonnen habe. Einige Sektoren weisen jedoch immer noch eine uneinheitliche Leistung auf, und externe politische Veränderungen bei wichtigen Handelspartnern beeinflussen weiterhin die inländischen Aussichten. Die Einschätzung der BOJ steht im Einklang mit ihrem jüngsten Quartalsbericht Ausblick auf Wirtschaftstätigkeit und Preise Bericht, der ein anhaltendes moderates Wachstum prognostiziert, das teilweise durch akkommodierende globale Bedingungen unterstützt wird.
Was die Inflation betrifft, gehen die Mitglieder davon aus, dass die Verbraucherpreise weiterhin in moderatem Tempo steigen werden, wobei eine anhaltende Wechselwirkung zwischen Löhnen und Preisen diesen Trend untermauert. Die Weitergabe steigender Personalkosten an die Preise wird bisher als moderat angesehen, obwohl die Auswirkungen höherer Importkosten, verstärkt durch den schwachen Yen, weiterhin ein Schlüsselfaktor für die Preisdynamik sind. Die politischen Entscheidungsträger betonten die Notwendigkeit, das Gleichgewicht zwischen Inflation, Löhnen und Haushaltseinkommen zu überwachen, insbesondere da staatliche Maßnahmen und die Finanzpolitik auch eine Rolle bei der Gestaltung der Realeinkommensentwicklung spielen.
Die Ansichten zur Geldpolitik spiegeln eine vorsichtige, aber zunehmend wachsame Haltung wider. Selbst nach der Entscheidung der BOJ im Dezember, den Leitzins auf ein seit Jahrzehnten nicht mehr erreichtes Niveau anzuheben, wurden die finanziellen Bedingungen als weiterhin akkommodierend eingeschätzt. Einige Mitglieder wiesen darauf hin, dass es angemessen sei, die schrittweisen Zinserhöhungen fortzusetzen, falls die aktuelle Prognose eintritt, wobei der Schwerpunkt auf einer sorgfältigen Zeitplanung und der Berücksichtigung wirtschaftlicher Rückkopplungseffekte liegen sollte. Der Vorstand erörterte außerdem, wie die politische Kommunikation effektiv gesteuert werden kann, um zu vermeiden, dass man dem aufkommenden Preisdruck, einschließlich der mit Wechselkursschwankungen verbundenen Risiken, hinterherhinkt.
Die Entwicklungen am langfristigen Anleihenmarkt und die Volatilität der Renditen japanischer Staatsanleihen mit Super-Long-Laufzeit wurden als Bereiche genannt, die fortlaufender Aufmerksamkeit bedürfen, wobei es Hinweise darauf gab, dass unter außergewöhnlichen Marktbedingungen flexible Reaktionen erforderlich sein könnten. In diesem Zusammenhang signalisierten die Mitglieder, dass weitere Anpassungen der akkommodierenden Politik zeitnah vorgenommen werden sollten, ohne sich vorab auf ein bestimmtes Tempo festzulegen, sondern unter Berücksichtigung von Daten zu Preisen, Wachstum und Finanzierungsbedingungen.
Regierungsvertreter, die an dem Treffen teilnahmen, betonten die Bedeutung einer angemessenen Koordinierung der Geldpolitik neben fiskalischen Bemühungen zur Erreichung nachhaltiger Preisstabilität und Wirtschaftswachstums und betonten die Zusammenarbeit im Rahmen des Bank of Japan Act und gemeinsame Ziele im Hinblick auf das Inflationsziel.
Vollständiger Text hier:
Früher:

