Fitch sagte, Indiens Haushalt unterstreiche die makroökonomische Stabilität und fiskalische Glaubwürdigkeit, wobei das Wachstum stabil sei.
Zusammenfassung:
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Laut Fitch Ratings bekräftigt Indiens jüngster Haushalt sein Engagement für makroökonomische Stabilität, auch wenn sich die Haushaltskonsolidierung verlangsamt.
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Die Agentur betrachtet das Defizitziel von 4,3 % des BIP für das Geschäftsjahr 27 als bescheidenen Fortschritt, der die zunehmende Schwierigkeit einer weiteren Konsolidierung widerspiegelt.
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Fitch beschrieb den Haushalt als weitgehend wachstumsneutral und prognostizierte für das Geschäftsjahr 27 ein BIP-Wachstum von 6,4 %.
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Erhöhte Defizite, Schulden und Zinskosten bleiben ein Hemmnis, obwohl höhere Investitionsausgaben das mittelfristige Wachstumspotenzial unterstützen.
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Indische Aktien stiegen leicht an, wobei der Sensex und der Nifty 50 nach den Fitch-Kommentaren beide ins Plus wechselten.
Früher:
Indiens Haushalt hat eine maßvolle Reaktion von Fitch Ratings hervorgerufen, dem zufolge die Regierung weiterhin ihr Engagement für makroökonomische Stabilität unter Beweis stellt, auch wenn sich das Tempo der Haushaltskonsolidierung im nächsten Geschäftsjahr verlangsamt.
Fitch sagte, der Plan der Regierung, im Geschäftsjahr 27 ein Haushaltsdefizit von 4,3 % des BIP anzustreben, stelle nur eine bescheidene Konsolidierung dar, stehe aber im Großen und Ganzen im Einklang mit seiner Ansicht, dass eine weitere Defizitreduzierung immer schwieriger werde. Obwohl das Defizit weiterhin über dem Niveau vor der Pandemie liegt, stellte die Agentur fest, dass dies größtenteils auf höhere Investitionsausgaben und nicht auf eine Verschlechterung der Haushaltsdisziplin zurückzuführen sei.
Aus Wachstumsperspektive bezeichnete Fitch das Budget als weitgehend neutral. Die Agentur behielt ihre Wachstumsprognose für das Geschäftsjahr 27 bei 6,4 % bei, was darauf hindeutet, dass der Haushalt Indiens kurzfristige Wachstumsaussichten weder wesentlich steigert noch untergräbt. Stattdessen scheint der Schwerpunkt auf der Balance zwischen finanzpolitischer Glaubwürdigkeit und fortgesetzter Unterstützung der Infrastruktur und investitionsgesteuerter Expansion zu liegen.
Fitch betonte, dass die gesamtstaatlichen Defizite, die Schuldenlast und die Zinszahlungen Indiens im Vergleich zu anderen Ländern weiterhin hoch sind und wahrscheinlich nur allmählich sinken werden. Dieser strukturelle Hintergrund schränkt den Spielraum für aggressive fiskalische Lockerungen ein und bestärkt den vorsichtigen Ansatz der Regierung. Die Agentur sagte jedoch, Indiens zunehmende finanzielle Glaubwürdigkeit dürfte sein Kreditprofil im Laufe der Zeit weiter stützen, insbesondere da Reformen auf den jüngsten Fortschritten basieren.
Die Agentur wies auch auf Spielraum für weitere Reformen hin, insbesondere im Bereich der Deregulierung, die dazu beitragen könnten, auf der jüngsten Dynamik aufzubauen. Laut Fitch wären nachhaltige Reformbemühungen der Schlüssel zur Ankurbelung privater Investitionen, zur Verbesserung der Widerstandsfähigkeit und möglicherweise dazu, Indiens langfristigen Wachstumspfad über die aktuellen Erwartungen hinaus anzuheben.
Die Märkte nahmen die Kommentare gelassen auf. Indische Aktien stiegen, wobei der BSE Sensex zuletzt etwa 0,3 % zulegte und der Nifty 50 mit einem Plus von etwa 0,15 % ins Plus drehte.
Insgesamt bestätigt Fitchs Interpretation des Haushalts eine vertraute Botschaft an die Märkte: Indiens fiskalpolitischer Weg bleibt glaubwürdig, aber begrenzt, mit schrittweisen Fortschritten statt dramatischer Straffung, und das Wachstum wird immer noch durch öffentliche Investitionen und Reformdynamik und nicht durch kurzfristige Anreize gestützt.

