Die Privacy-Token-Erzählung, die einst den Aufschwung bei Vermögenswerten wie Monero und Zcash anheizte [ZEC] schwächte sich weiter ab, da sich der Fokus der Anleger anderswo verlagerte.
Die fragile allgemeine Marktstimmung erhöhte den Druck und beschleunigte die Verluste im gesamten datenschutzorientierten Segment.
Monero blieb im Zentrum dieses Rückgangs.
In den letzten 24 Stunden ist XMR um etwa 12 % gefallen, was zu Verlusten innerhalb des Sektors geführt und die rückläufige Dynamik verstärkt hat.
Die Marktbedingungen deuteten darauf hin, dass die Abwärtsrisiken weiterhin hoch blieben. Preisstruktur, Derivate-Positionierung und Stimmung waren auf eine anhaltende Schwäche ausgerichtet, bevor es zu einem Erholungsversuch kam.
Nähert sich ein Fünfmonatstief?
Der Tages-Chart deutete auf einen tieferen strukturellen Zusammenbruch hin, dessen Auswirkungen über einen kurzfristigen Rückgang hinausgehen.
XMR respektierte zuvor eine ansteigende Unterstützungslinie, die wiederholt als Startrampe für Aufwärtsbewegungen fungierte.
Diese Struktur unterstützte schließlich die Rallye in Richtung des 800-Dollar-Höchststands. Die Trendlinie ist nun gescheitert.
Dieser Verstoß markierte eine deutliche Verschiebung der Trenddynamik. Das Preisverhalten ähnelte eher einer anhaltenden Korrekturphase als einer vorübergehenden Konsolidierung.
Basierend auf früheren Reaktionen, Monero [XMR] könnte in Richtung der Basis dieser Struktur in der Nähe von 266 US-Dollar zurückfallen. Ein solcher Schritt würde einen Rückgang um etwa 32 % gegenüber dem jüngsten Niveau bedeuten.
Der Abwärtsdruck nimmt zu, aber nicht ohne Grenzen
Die Liquiditätssignale begünstigten weiterhin die Bären. Die Kapitalabflüsse blieben sichtbar und bestärkten die Erwartungen eines anhaltenden Preisdrucks.
Der Money Flow Index (MFI) fiel auf etwa 26, ein Niveau, das typischerweise mit anhaltenden Kapitalabflüssen verbunden ist. Noch wichtiger ist, dass der Indikator weiterhin einen Abwärtstrend verzeichnete, was darauf hindeutet, dass sich der Verkaufsdruck nicht stabilisiert hat.
Dennoch führten volatilitätsbasierte Indikatoren zu Nuancen. Bollinger-Bänder markieren Preiszonen, in denen häufig Reaktionen auftreten.
XMR wurde in der Nähe des unteren Bollinger-Bandes gehandelt, einem Niveau, das in der Vergangenheit als kurzfristiger Reaktionsbereich fungierte. Eine Erholung hier könnte dazu führen, dass sich der Preis in Richtung der Mittelspanne um 519 US-Dollar erholt, mit einer längeren Bewegung in Richtung 687 US-Dollar.
Bis zur Bestätigung behielten die Verkäufer die Kontrolle und Abwärtsrisiken dominierten das kurzfristige Handeln.
Börsendaten verleihen dem Ausverkauf Nuancen
Allerdings zeichneten die fortlaufenden Marktdaten ein vielschichtigeres Bild unter der Spotschwäche.
Das Long/Short-Verhältnis blieb in Richtung Long-Positionen verzerrt, während die OI-gewichtete Finanzierungsrate zeigte, dass Long-Positionen Finanzierungen zahlten. Diese Konstellation deutete darauf hin, dass die Händler trotz sinkender Preise weiterhin auf Aufwärtspotenzial setzen.
Noch wichtiger ist, dass das Open Interest am vergangenen Tag stark auf 141,15 Millionen US-Dollar gesunken ist.
Nur 1,87 Millionen US-Dollar dieses Rückgangs waren auf Liquidationen zurückzuführen, was eher auf panikbedingte Positionsschließungen hindeutet.
Diese Unterscheidung war wichtig. Dies deutet darauf hin, dass die Verkaufsintensität nachlassen könnte, was die Wahrscheinlichkeit einer vorübergehenden Bodenbildung in der Nähe des unteren Bollinger-Bandes erhöht.
Von dort aus könnte XMR eine kurzfristige Erholung versuchen und die zuvor durchbrochene aufsteigende Unterstützung testen.
Letzte Gedanken
- XMR verlor nach einem heftigen Ausverkauf seine langjährige aufsteigende Unterstützung und weitete die Verluste innerhalb von 24 Stunden um etwa 12 % aus.
- Das offene Interesse von Monero sank auf 141,15 Millionen US-Dollar, aber nur 1,87 Millionen US-Dollar stammten aus Liquidationen, was eher auf Panikausstiege als auf erzwungene Verkäufe schließen lässt.




