Analysten sagen, dass der Rückgang des Goldpreises seine strukturelle Unterstützung nicht erschüttert hat, da die Nachfrage der Zentralbanken und die makroökonomischen Fundamentaldaten weiterhin die mittelfristigen Aussichten untermauern. Die Notiz, von der das alles stammt (zusammengefasst), stammt von Anfang dieser Woche. Gold ist seitdem stärker gefallen, aber die vorgebrachten Punkte sind immer noch lesenswert.
Zusammenfassung:
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Analysten argumentieren, dass der jüngste Rückgang beim Gold keine Veränderung im breiteren bullischen Makro-Hintergrund signalisiert.
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Die Nachfrage nach sicheren Häfen, die Käufe der Zentralbanken und die Dynamik der Realzinsen bleiben mittelfristig unterstützend.
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Die Zentralbankakkumulation seit 2022 untermauert weiterhin den mehrjährigen Aufwärtstrend von Gold.
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Die Nachfrage des öffentlichen Sektors gilt als weitgehend preisunempfindlich und dürfte nach der jüngsten Korrektur wieder ansteigen (und Margenerhöhungen!).
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Es wird erwartet, dass die kurzfristigen Preisbewegungen aufgrund von Makrodaten, politischen Erwartungen und dem US-Dollar volatil bleiben.
Die jüngste Korrektur des Goldpreises habe die zugrunde liegenden Fundamentaldaten, die das Metall stützen, nicht verändert, sagen Analysten und argumentieren, dass die allgemeine makroökonomische Erzählung trotz der kurzfristigen Volatilität weiterhin äußerst konstruktiv sei.
Einer Analyse von ING zufolge scheint der Rückgang eher auf eine kurzfristige Positionierung und sich verändernde makroökonomische Faktoren zurückzuführen zu sein als auf eine Verschlechterung der strukturellen Aussichten für Gold. Die Nachfrage nach sicheren Häfen, die anhaltende Akkumulation durch die Zentralbanken und die Entwicklung der Realzinsen gelten mittelfristig als wichtige Stützpfeiler für die Preise.
Analysten weisen darauf hin, dass zwar kurzfristige Faktoren die jüngste Rallye angeheizt haben, der Grundstein für den mehrjährigen Aufwärtstrend von Gold jedoch durch anhaltende Käufe im offiziellen Sektor gelegt wurde. Dieser Trend gewann im Jahr 2022 nach der Invasion Russlands in der Ukraine an Dynamik, was viele Zentralbanken dazu veranlasste, die Reservesicherheit neu zu bewerten und sich von traditionellen Vermögenswerten abzuwenden. Seitdem wirkte die Nachfrage der Zentralbanken als stabilisierende Kraft auf dem Goldmarkt, indem sie das Angebot absorbierte und die längerfristige Stimmung verankerte.
Obwohl die Käufe des öffentlichen Sektors im vergangenen Jahr leicht nachgelassen haben, bleiben die Zentralbanken insgesamt weiterhin bedeutende Nettokäufer. Auf dem aktuellen Preisniveau und nach der jüngsten Korrektur erwarten Analysten, dass die Nachfrage der Zentralbanken wieder aktiver wird. Solche Käufe sind in der Regel strategischer und langfristiger Natur und weitgehend unempfindlich gegenüber kurzfristigen Preisschwankungen, wodurch die Rolle von Gold als Reservevermögen gestärkt wird und eine strukturelle Unterstützung unterhalb des Marktes gewährleistet wird.
Allerdings warnen Analysten davor, dass der weitere Weg voraussichtlich reibungslos verläuft. Kurzfristig wird erwartet, dass der Goldpreis weiterhin empfindlich auf eingehende makroökonomische Daten reagieren wird und die Erwartungen an die Geldpolitik und die Bewegungen des US-Dollars verändert, anstatt die Rally einfach geradlinig fortzusetzen.

