Der japanische Yen rutschte ab, als sich die Händler auf die vorgezogenen Neuwahlen am Sonntag vorbereiteten, wobei die Märkte davon ausgingen, dass Premierministerin Sanae Takaichi ihre Macht ausweitet und einen reflationären politischen Mix beibehält.
Laut Analysten der MUFG Bank erhöht der politische Hintergrund Japans „den Abwärtsdruck auf den Yen“, während die von Benzinga zitierten Preise von Polymarket zeigen, dass es nahezu sicher ist, dass Takaichi Premierminister bleibt.
Wahlerwartungen und Marktchancen
Benzinga berichtet, dass Polymarket-Händler eine Wahrscheinlichkeit von 99 % annehmen, dass Takaichi nach der Abstimmung Premierminister wird.
Auf dem Markt der Regierungsparteien liegt die Liberaldemokratische Partei bei 99 %, während die Japan Innovation Party bei 22 % liegt.
Diese Wahrscheinlichkeiten implizieren das, was Benzinga ein „Supermehrheitsszenario“ nennt, was darauf hindeutet, dass die LDP möglicherweise keinen Koalitionspartner benötigt.
Das würde Takaichi eine „freie Ausgangslage“ geben, um ihre Agenda ohne umfangreiche Gesetzgebungsverhandlungen zu verfolgen.
Signale des Währungs- und Anleihemarktes
Lin Li, Michael Wan und Lloyd Chan von der MUFG Bank sagten, dass der USD/JPY „nach seiner kurzen Korrektur auf 152 zurück in Richtung 160 driftet“.
Sie warnten, dass lokale Berichte über die Erlangung einer Mehrheit im Unterhaus durch Takaichis Koalition die Erwartungen hinsichtlich der Staatsausgaben steigern könnten.
MUFG warnte davor, dass solche Erwartungen „den Aufwärtsdruck auf den USD/JPY und die langfristigen JGB-Renditen verstärken könnten“, und verwies auf Bedenken hinsichtlich der Haushaltsdisziplin, wenn die Märkte größere Konjunkturimpulse erwarten.
Kontinuität der Politik, Aufbau der Verteidigung
Laut Benzinga erwarten Händler eine Kontinuität ihres aggressiven politischen Kurses, einschließlich massiver fiskalischer Anreize, einer langsameren Zinserhöhung durch die Bank of Japan und einer härteren Sicherheitslage.
Der Yen wurde „stark gehandelt“, wobei der USD/JPY vor der Abstimmung nahe der Marke von 157 lag.
Was die Sicherheit betrifft, stellt Benzinga fest, dass das Kabinett bereits einen Verteidigungshaushalt in Rekordhöhe von 9,04 Billionen Yen (58 Milliarden US-Dollar) für das Geschäftsjahr 2026 genehmigt hat, was die Beschaffungspläne in den Mittelpunkt rückt.
Zu den US-amerikanischen Namen, die mit der Verteidigung verbunden sind, gehören Lockheed Martin, RTX und Northrop Grumman, während zu den japanischen Konzernen Mitsubishi Heavy Industries, Kawasaki Heavy Industries und Mitsubishi Electric gehören.
Politischer Hintergrund und internationale Beziehungen
Benzinga berichtet außerdem, dass US-Präsident Donald Trump Takaichi auf Truth Social unterstützt habe und plant, sie am 19. März im Weißen Haus zu empfangen.
Die Zustimmung ist eine seltene Intervention eines US-Führers bei der Wahl eines G7-Verbündeten.
Einige von Benzinga zitierte Analysten warnen vor einem möglichen „Triple Dip“, wenn die Märkte entscheiden, dass die „Sanaenomics“-Konjunkturmaßnahmen der Regierung die finanzielle Tragfähigkeit gefährden.
In diesem Szenario könnten Aktien und Anleihen gleichzeitig fallen, während der Yen gegenüber dem Dollar die Marke von 160 durchbricht.
Das Ergebnis vom Sonntag wird die Erwartungen an die Finanzpolitik, den Kurs der geldpolitischen Straffung durch die Bank of Japan und die Verteidigungsausgaben beeinflussen.
Vorerst unterstreicht MUFGs Einschätzung eines schwächeren Yen und des Risikos höherer langfristiger JGB-Renditen, wie sich politische Ergebnisse direkt auf die Währungs- und Zinspreise auswirken.

