Für die US-Futures war es heute bisher ein Tag mit gemischtem Schicksal. Tech-Aktien gerieten gestern an der Wall Street unter Druck, und das setzte sich fort, nachdem Amazon eine Gegenreaktion auf seine Gewinnberichterstattung hinnehmen musste. Große Technologieunternehmen versuchen weiterhin, ihre erhöhten Ausgaben für die KI-Infrastruktur zu rechtfertigen, aber die Anleger neigen langsam aber sicher dazu, „Zeig mir das Geld“-Stimmung. Und Amazon wird bestraft, mit einem Kursrückgang von über 8 % im vorbörslichen Handel.
Dennoch sehen wir eine solide Erholung der US-Futures nach einigen Verlusten zu Beginn des Asienhandels. Die S&P 500-Futures fielen auf den Tiefstständen heute um bis zu 1 %, sind nun aber stattdessen um 0,5 % gestiegen. Tech-Aktien führen den Aufschwung an, wobei die Nasdaq-Futures derzeit ebenfalls um 0,7 % zulegen.
Bemerkenswert ist, dass die Microsoft-Aktien vorbörslich um 1,6 % gestiegen sind, während die Palantir-Aktien vorbörslich um über 5 % gestiegen sind. Beide wurden im Handel gestern und für den größten Teil dieser Woche stark unter Druck gesetzt. Unterdessen sind auch die Oracle-Aktien um fast 2 % gestiegen, nachdem sie gestern um etwa 7 % gefallen waren.
Der jüngste Aufschwung bietet nur eine kleine Erleichterung, da der S&P 500 gestern nach unten tendierte, um seinen gleitenden 100-Tage-Durchschnitt zu testen. Das letzte Mal, dass wir diesen Punkt erreichten, war im November letzten Jahres, und die Käufer mit sinkenden Kursen überwogen. Aber wenn der Nasdaq ein Indiz dafür ist, könnten wir einen erneuten Rückgang der Tech-Aktien erleben, wenn sie diese Woche den Bruch unter ihrem eigenen gleitenden 100-Tage-Durchschnitt (rote Linie) bekräftigen:
Tageschart des Nasdaq Composite Index
Wenn ja, wird sich das definitiv auf den S&P 500 und wohl auch auf die breitere Risikostimmung an der Wall Street auswirken.
Bisher wird die Stimmungsmusik heute auch durch eine bescheidene Erholung bei Edelmetallen und Bitcoin unterstützt. Silber fiel auf den Tiefstständen im frühen asiatischen Handel stark auf fast 64 US-Dollar, wird aber jetzt fast 5 % höher bei etwa 74,61 US-Dollar gehandelt. In der Zwischenzeit fiel Bitcoin und näherte sich nur knapp der 60.000-Dollar-Marke, bevor es Gebote gab, die jetzt bis zur 66.000-Dollar-Marke reichen.
Insgesamt ist die Kulisse immer noch voller Nervosität und Nervosität. Der leichte Aufschwung bietet den Anlegern eine kleine Verschnaufpause. Aber täuschen Sie sich nicht: Die Risikostimmung ist zum Wochenende immer noch in einem fragilen Zustand.

