Wichtige Erkenntnisse:
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Der Bitcoin-Long-to-Short-Indikator bei Binance erreichte ein 30-Tage-Tief, was einen starken Rückgang der bullischen Hebelnachfrage signalisiert.
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In den USA notierte börsengehandelte Bitcoin-Fonds kehrten nach einer Phase starker Liquidationen mit Nettozuflüssen in Höhe von 516 Millionen US-Dollar einen negativen Trend um.
Bitcoin (BTC) schwankte in den letzten vier Tagen innerhalb einer engen Spanne von 8 % und konsolidierte sich nach einem abrupten Rückgang auf 60.130 US-Dollar am Freitag in der Nähe von 69.000 US-Dollar. Händler kämpfen derzeit mit den Hauptauslösern für diese Korrektur, insbesondere da der S&P 500 nahe Rekordhochs bleibt und der Goldpreis innerhalb von zwei Monaten um 20 % gestiegen ist.
Die Unsicherheit nach dem 52-prozentigen Rückgang vom Allzeithoch von Bitcoin bei 126.220 US-Dollar im Oktober 2025 hat bei Top-Händlern wahrscheinlich zu einer äußerst skeptischen Haltung geführt und die Sorge vor weiteren Preisrückgängen geschürt.
Wale und Market Maker auf Binance haben ihr bullisches Engagement seit Mittwoch kontinuierlich reduziert. Diese Verschiebung spiegelt sich im Long-to-Short-Verhältnis wider, das von 1,93 auf 1,20 sank. Dieser Wert stellt ein 30-Tage-Tief für die Börse dar, was darauf hindeutet, dass die Nachfrage nach gehebelten Long-Positionen auf den Margin- und Futures-Märkten abgekühlt ist, obwohl BTC ein 15-Monats-Tief erreicht hat.
Unterdessen erreichte das Long-zu-Short-Verhältnis für Top-Händler bei OKX am Dienstag 1,7, eine deutliche Umkehr von seinem Höchststand von 4,3 am Donnerstag. Dieser Übergang steht im Zusammenhang mit einem Liquidationsereignis in Höhe von 1 Milliarde US-Dollar in Leveraged bullische BTC-Futureswo Marktteilnehmer aufgrund unzureichender Marge gezwungen waren, Positionen zu schließen. Wichtig ist, dass dieser spezifische Datenpunkt eher erzwungene Ausstiege widerspiegelt als eine bewusste Richtungswette auf einen weiteren Abwärtstrend.
Die starke ETF-Nachfrage deutet darauf hin, dass Bitcoin-Wale immer noch optimistisch sind
Die Nachfrage nach börsengehandelten Spot-Bitcoin-Fonds (ETFs) ist ein starker Beweis dafür, dass die Wale trotz der jüngsten Preisschwäche nicht in den Abwärtstrend geraten sind.

Seit Freitag ziehen in den USA notierte Bitcoin-ETFs an Nettozuflüsse in Höhe von 516 Millionen US-Dollarwas eine Trendwende der letzten drei Handelstage darstellt. Folglich scheinen die Bedingungen, die die Nettoabflüsse in Höhe von 2,2 Milliarden US-Dollar vom 27. Januar bis 5. Februar ausgelöst haben, verblasst zu sein. Eine führende Theorie für diesen Druck wies darauf hin Asiatischer Fonds, der zusammengebrochen ist nach der Hebelung von ETF-Optionspositionen über günstige japanische Yen-Finanzierung.
Franklin Bi, General Partner bei Pantera Capital, argumentierte, dass ein nicht krypto-natives Handelsunternehmen der wahrscheinlichste Schuldige sei. Er wies darauf hin, dass eine breitere Auflösung der Cross-Asset-Marge mit starken Korrekturen bei Metallen einherging. Beispielsweise erlebte Silber in den sieben Tagen bis zum 5. Februar einen atemberaubenden Rückgang von 45 %, wodurch zwei Monate mit Gewinnen zunichte gemacht wurden. Allerdings müssen noch offizielle Daten veröffentlicht werden, um diese These zu bestätigen.
Der Bitcoin-Optionsmarkt folgte einer ähnlichen Entwicklung, mit einem Anstieg neutraler bis bärischer Strategien am Donnerstag. Nachdem der Bitcoin-Preis unter 72.000 US-Dollar gefallen war, schwenkten die Händler um, anstatt mit einer Verschlechterung der Bedingungen zu rechnen.

Das Put-to-Call-Verhältnis der BTC-Optionsprämie bei Deribit stieg am Donnerstag auf 3,1 und begünstigte Put-(Verkaufs-)Instrumente stark, obwohl der Indikator seitdem auf 1,7 zurückgegangen ist. Insgesamt waren die letzten zwei Wochen von einer geringen Nachfrage nach einer bullischen Positionierung durch BTC-Derivate geprägt. Während sich die Stimmung verschlechtert hat, bietet eine geringere Verschuldung eine gesündere Grundlage für nachhaltige Preissteigerungen, sobald sich das Blatt wendet.
Es bleibt unklar, was die Wahrnehmung der Anleger wieder in Richtung Bitcoin verlagern könnte, da Grundwerte wie Zensurresistenz und strenge Geldpolitik unverändert bleiben. Die schwache Nachfrage nach Bitcoin-Derivaten sollte nicht als mangelndes Vertrauen interpretiert werden. Stattdessen stellt es einen Anstieg der Unsicherheit dar, bis klar wird, dass Börsen und Market Maker vom Preisverfall nicht betroffen waren.
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