Die Fed ist nahezu neutral und bleibt geduldig – aber sie beobachtet die Inflations- und Schuldenrisiken.
Zusammenfassung:
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Beth Hammack sagt, der Leitzins sei „nahezu neutral“.
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Arbeitsmarkt weitgehend ausgeglichen; Stabilisierung der Arbeitslosigkeit.
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Die Fed ist gut aufgestellt, um in der Warteschleife zu bleiben – es ist keine Feinabstimmung der Politik erforderlich.
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Lokale Kontakte berichten von einer Wachstumsbeschleunigung.
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Warnt davor, dass sich die US-Staatsverschuldung auf einem unhaltbaren Weg befindet.
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Der Anstieg der Gold- und Metallpreise spiegelt möglicherweise die Inflationsdynamik wider.
Die Präsidentin der Cleveland Fed, Beth Hammack, bekräftigte ihre stabile, aber feste Botschaft und deutete an, dass die US-Geldpolitik nun nahezu neutral und angemessen kalibriert sei.
Früher Sie beschrieb den Arbeitsmarkt als weitgehend ausgeglichen, die Arbeitslosigkeit scheine sich zu stabilisieren und die Inflation sei immer noch zu hoch. In ihren jüngsten Bemerkungen fügte sie hinzu, dass der aktuelle Leitzins „nahezu neutral“ sei, was bedeutet, dass die Politik zum jetzigen Zeitpunkt weder wesentlich restriktiv noch stimulierend sei.
Diese Formulierung hilft, ihre Ansicht zu erklären, dass die Fed gut positioniert ist, um in der Warteschleife zu bleiben, und derzeit keine „Feinabstimmung“ der Zinspolitik vornehmen muss. Die Botschaft: Geduld statt Präzision.
Hammack wies auch darauf hin, dass lokale Geschäftskontakte von einem Wachstumsanstieg berichten, was die Annahme bestärkt, dass die Wirtschaft trotz restriktiver politischer Rahmenbedingungen nicht ins Wanken gerät. In Kombination mit den robusten Verbraucherausgaben, die früher hauptsächlich Haushalten mit höherem Einkommen zugeschrieben wurden, verringert der Wachstumshintergrund den Druck auf eine kurzfristige Lockerung.
Noch auffälliger warnte Hammack, dass der Schuldenkurs der US-Regierung unhaltbar sei und endlich angegangen werden müsse. Obwohl die Finanzpolitik außerhalb des Mandats der Fed liegt, unterstreichen solche Kommentare längerfristige makroökonomische Risiken. Steigende Schuldenstände könnten sich im Laufe der Zeit auf Laufzeitprämien, Inflationserwartungen und die Finanzstabilität auswirken.
Sie bemerkte auch, dass der Anstieg der Gold- und anderen Metallpreise teilweise Inflationssorgen widerspiegeln könnte, eine subtile Anspielung auf marktbasierte Signale, dass der Preisdruck noch nicht vollständig nachgelassen hat.
Insgesamt bleibt der Ton vorsichtig restriktiv: stabiler Arbeitsmarkt, neutraler politischer Kurs, Inflation immer noch über dem Zielwert – und keine Dringlichkeit für Zinssenkungen.

