Der Goldpreis (XAU/USD) wird während der frühen asiatischen Sitzung am Donnerstag im positiven Bereich nahe 5.060 $ gehandelt. Das Edelmetall steigt trotz besser als erwarteter US-Beschäftigungsdaten. Die Veröffentlichung des Inflationsberichts zum US-Verbraucherpreisindex (VPI) wird später am Freitag im Mittelpunkt stehen.
Die Rallye des gelben Metalls wird durch die Nachfrage nach sicheren Häfen angesichts der Unsicherheit und Spannungen zwischen den Vereinigten Staaten (USA) und dem Iran gestützt. US-Präsident Donald Trump sagte bei einem Treffen mit dem israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu, er bestehe darauf, dass die Gespräche mit dem Iran fortgesetzt würden. Trump warnte außerdem davor, dass er möglicherweise gegen Teheran vorgehen werde, wenn es nicht zu einem Atomabkommen komme.
Nach Angaben des Bureau of Labor Statistics vom Mittwoch stiegen die US-amerikanischen Nonfarm Payrolls (NFP) im Januar um 130.000 und übertrafen damit den Marktkonsens von 70.000. Diese Zahl stellte eine Verbesserung gegenüber Dezember dar, wo nach einer leichten Abwärtskorrektur ein Zuwachs von 48.000 verzeichnet wurde.
Unterdessen sank die Arbeitslosenquote von 4,4 % im Dezember auf 4,3 % im Januar und lag damit unter der Prognose, unverändert bei 4,4 % zu bleiben. Der optimistische Bericht lindert die Sorgen über die Lage auf dem US-Arbeitsmarkt, die den US-Dollar (USD) ankurbeln und den auf USD lautenden Rohstoffpreis belasten könnte.
Federal Reserve Jeff Schmid, Präsident der Bank of Kansas City (Fed), sagte am Mittwoch, dass die Zentralbank weitermachen müsse Tarife auf restriktiven Niveaus, um weiterhin Abwärtsdruck auf die Inflation auszuüben, und fügte hinzu, dass er in den Wirtschaftsdaten nicht viele Anzeichen einer Zurückhaltung sehe.
Händler werden den US-VPI-Bericht am Freitag im Auge behalten, der einige Hinweise auf die Zinsentwicklung geben könnte. Es wird erwartet, dass der Gesamt- und der Kern-VPI im Januar einen Anstieg von 2,5 % gegenüber dem Vorjahr verzeichnen werden. Jegliche Anzeichen einer schwächeren Inflation könnten die Wahrscheinlichkeit verringern, dass die US-Notenbank die Notwendigkeit sieht, die Zinsen bis zur Jahresmitte erneut zu senken. Dies könnte den nicht rentablen Vermögenswert untergraben, z Gold.
Gold-FAQs
Gold hat in der Geschichte der Menschheit eine Schlüsselrolle gespielt, da es häufig als Wertaufbewahrungsmittel und Tauschmittel genutzt wurde. Abgesehen von seinem Glanz und seiner Verwendung für Schmuck gilt das Edelmetall derzeit weithin als sicherer Hafen, was bedeutet, dass es in turbulenten Zeiten als gute Investition gilt. Gold gilt weithin auch als Absicherung gegen Inflation und Währungsabwertungen, da es nicht auf einen bestimmten Emittenten oder eine bestimmte Regierung angewiesen ist.
Zentralbanken sind die größten Goldbesitzer. In ihrem Ziel, ihre Währungen in turbulenten Zeiten zu stützen, neigen Zentralbanken dazu, ihre Reserven zu diversifizieren und Gold zu kaufen, um die wahrgenommene Stärke der Wirtschaft und der Währung zu verbessern. Hohe Goldreserven können eine Vertrauensquelle für die Zahlungsfähigkeit eines Landes sein. Laut Daten des World Gold Council haben die Zentralbanken ihre Reserven im Jahr 2022 um 1.136 Tonnen Gold im Wert von rund 70 Milliarden US-Dollar erhöht. Dies ist der höchste jährliche Kauf seit Beginn der Aufzeichnungen. Zentralbanken aus Schwellenländern wie China, Indien und der Türkei erhöhen rasch ihre Goldreserven.
Gold weist eine umgekehrte Korrelation zum US-Dollar und zu US-Staatsanleihen auf, die sowohl wichtige Reserven als auch sichere Häfen darstellen. Wenn der Dollar abwertet, steigt der Goldpreis tendenziell, was es Anlegern und Zentralbanken ermöglicht, ihre Vermögenswerte in turbulenten Zeiten zu diversifizieren. Gold korreliert auch umgekehrt mit Risikoanlagen. Eine Rally am Aktienmarkt schwächt tendenziell den Goldpreis, während Ausverkäufe in risikoreicheren Märkten tendenziell das Edelmetall begünstigen.
Der Preis kann aufgrund einer Vielzahl von Faktoren schwanken. Geopolitische Instabilität oder die Angst vor einer tiefen Rezession können aufgrund seines Status als sicherer Hafen schnell zu einer Eskalation des Goldpreises führen. Als ertragsloser Vermögenswert tendiert Gold dazu, bei niedrigeren Zinssätzen zu steigen, während höhere Geldkosten normalerweise das gelbe Metall belasten. Dennoch hängen die meisten Bewegungen davon ab, wie sich der US-Dollar (USD) verhält, wenn der Vermögenswert in Dollar (XAU/USD) bewertet wird. Ein starker Dollar hält den Goldpreis tendenziell unter Kontrolle, wohingegen ein schwächerer Dollar den Goldpreis wahrscheinlich in die Höhe treiben wird.

