Dies wurde bereits deutlich, als wir letzte Woche die Handelsdaten für Deutschland und Frankreich sahen. Für einen bestimmten Kontext: Die Auswirkungen der US-Zölle zeigen sich in den deutschen und französischen Handelszahlen, aber gibt es eine größere Sorge?
Bemerkenswert ist, dass die deutschen Exporte in die USA im vergangenen Jahr einbrachen, während die französischen Exporte stabil blieben, nachdem vor dem großen Einbruch bei Weinen und Spirituosen einige Vorstöße gemacht wurden. Unterdessen verzeichneten beide Länder auch einen Anstieg der Importe aus China. Und diese beiden Trends waren erneut die herausragenden Merkmale des gesamten EU-Handelsberichts.
Der Handelsüberschuss des Blocks sank im Dezember auf 12,9 Milliarden Euro, was einen Rückgang gegenüber 14,2 Milliarden Euro im Vorjahresmonat darstellt. Und insgesamt belief sich die gesamte Handelsbilanz für das Jahr 2025 auf 133,5 Milliarden Euro – ein Rückgang gegenüber 140,6 Milliarden Euro im Jahr 2024.
Die Aufschlüsselung nach Handelspartnern sagt im Großen und Ganzen die ganze Geschichte:
Die USA bleiben der größte Exportmarkt für die EU. Allerdings gingen die Exporte in die USA im vergangenen Jahr aufgrund der Trump-Zölle deutlich um 12,6 % zurück. Insgesamt sank dadurch der Handelsüberschuss der EU mit der EU um mehr als ein Drittel auf nur noch 9,3 Milliarden Euro.
Unterdessen weitete sich das Handelsdefizit der Union gegenüber China aufgrund eines Anstiegs der Importe um über 10 % weiter aus. Der Nominalbetrag deckt auch den Anstieg der Exporte nach China um über 11 % im letzten Jahr gut ab.
Da die Exporte in die USA sinken und Zölle es für EU-Firmen schwieriger machen, Kunden zu finden, muss der Block andere Optionen prüfen und hat in dieser Hinsicht eine gute Diversifizierung vorgenommen. Aber was die Importe betrifft, ist klar, dass China einen großen Einfluss auf die Durchdringung des EU-Marktes hat.
Das stellt eine gewisse Gefahr für die EU dar, da die Nettoexporte eine wichtige Säule des Wachstums in der Region waren, diese jedoch langsam an Bedeutung verlieren werden, wenn die vorherrschenden Handelsbedingungen in den kommenden Jahren anhalten.
Darüber hinaus muss sich die EU auch vor den Gesamtauswirkungen im Klaren sein, wenn sie sich bei dem Versuch, in diesen schwierigen Zeiten inmitten der US-Zölle zurechtzukommen, auf China stützen muss.

