Der Euro (EUR) bleibt am Dienstag zum zweiten Mal in Folge gegenüber dem US-Dollar (USD) im Angebot. Der Erholungsversuch des Paares vom neuen Wochentief bei 1,1828 bleibt bisher unter der Linie von 1,1850 begrenzt, inmitten eines breiteren Abwärtstrends vom Hoch von 1,1925 letzte Woche. Die am Dienstag veröffentlichte optimistische ZEW-Konjunkturerwartungsumfrage konnte die Gemeinschaftswährung nicht unterstützen.
Die Stimmung institutioneller Anleger hinsichtlich der deutschen Wirtschaft verschlechterte sich von 59,6 im Januar auf 58,3 im Februar und lag damit unter den Markterwartungen einer Verbesserung auf 65,0, wie aus den am Dienstag veröffentlichten Daten der ZEW-Umfrage hervorgeht. Das Vertrauen in die aktuelle Wirtschaftslage verbesserte sich von -72,7 im Januar auf -65,9, blieb jedoch hinter dem Marktkonsens von -65,7 zurück.
Ebenso fiel der Economic Sentiment Index der Eurozone im Februar von 40,8 auf 39,4, anstatt sich wie von den Märkten erwartet auf 45,2 zu verbessern.
Früher am Tag bestätigte der Harmonisierte Verbraucherpreisindex (HVPI) für Deutschland, dass die Inflation im Januar den zweiten Monat in Folge um 0,1 % gesunken ist, während die Verbraucherpreise im Jahresvergleich um 2,1 % gestiegen sind, unverändert gegenüber Dezember. Diese Zahlen erhöhen den Druck, halten die Spekulationen über eine weitere Lockerung der Geldpolitik durch die Europäische Zentralbank am Leben und erhöhen den Abwärtsdruck der Euro.
Der Greenback hingegen behält einen leicht bullischen Ton bei diese Woche Da die US-Märkte von einem langen Wochenende zurückkehren, sind die Handelsvolumina gering. Später am Dienstag könnte der New York Empire State Manufacturing Index eine Orientierung für den USD geben. Allerdings dürften die Anleger vor der Veröffentlichung des Protokolls der neuesten Ausgabe eine abwartende Haltung einnehmen Federal Reserve (Fed)-Sitzung am Mittwoch und die Inflationszahlen für das Bruttoinlandsprodukt (BIP) und den persönlichen Konsum (PCE) am Freitag.
Wirtschaftsindikator
ZEW-Umfrage – Konjunkturerwartungen
Die vom Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung misst die Stimmung institutioneller Anleger und spiegelt die Differenz zwischen dem Anteil der optimistischen Anleger und dem Anteil der pessimistischen Analysten wider. Im Allgemeinen wird eine optimistische Einschätzung als positiv (oder bullisch) für den EUR angesehen, wohingegen eine pessimistische Einschätzung als negativ (oder bärisch) angesehen wird.
Wirtschaftsindikator
ZEW-Umfrage – Aktuelle Situation
Die vom Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung misst die Stimmung institutioneller Anleger und spiegelt die Differenz zwischen dem Anteil der optimistischen Anleger und dem Anteil der pessimistischen Analysten wider. Im Allgemeinen wird eine optimistische Einschätzung als positiv (oder bullisch) für den EUR angesehen, wohingegen eine pessimistische Einschätzung als negativ (oder bärisch) angesehen wird.

