Goldman stuft Japan auf „Übergewichtung“ hoch und erhöht sein TOPIX-Ziel auf 4.300. Dabei argumentiert es mit der politischen Stabilität unter Takaichi und strukturellen Governance-Reformen, die zu weiteren ausländischen Zuflüssen und einer Bewertungsexpansion führen können.
Zusammenfassung:
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Goldman Sachs stuft japanische Aktien von neutral auf übergewichtet hoch.
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12-Monats-TOPIX-Ziel auf 4.300 angehoben (von 3.900).
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Die Forderung basiert auf einem stärkeren Mandat für Premierminister Sanae Takaichi und erwarteten Zuflüssen aus dem Ausland.
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Strukturelle Treiber: Governance-Reform, Rückkäufe, Bewertungssteigerung.
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Bevorzugte Themen: Verteidigung, kritische Ressourcen, Schiffbau, Energie/Energie, Theaterstücke zur Reindustrialisierung der USA.
Goldman Sachs hat seine optimistische Japan-Haltung verdoppelt, den Markt auf „Übergewichtung“ hochgestuft und sein 12-Monats-Ziel für den TOPIX von 3.900 auf 4.300 angehoben. Die Verschiebung spiegelt die wachsende Überzeugung wider, dass Japans Dynamik nach der Wahl über einen kurzfristigen politischen Aufschwung hinausgehen und sich in anhaltenden ausländischen Kapitalzuflüssen und einer breiteren Bewertungsexpansion niederschlagen kann.
Die Hochstufung folgt auf eine kräftige Rally japanischer Aktien, nachdem Premierminister Sanae Takaichi einen entscheidenden Wahlsieg errungen hatte, was die Erwartungen einer fiskalischen Expansion und einer Kontinuität der Politik bestärkte. Goldman argumentiert, dass ein klareres politisches Mandat die Unsicherheit verringert, die Reformdynamik stärkt und ein erneutes Engagement ausländischer Investoren am japanischen Aktienmarkt unterstützt.
Wichtig ist, dass die Bank ihre bullische Haltung eher strukturell als taktisch formuliert. Kontinuierliche Verbesserungen der Unternehmensführung, der Kapitaleffizienz und der Aktionärsrenditen bleiben im Mittelpunkt der These. Japanische Unternehmen haben ihre Rückkäufe weiter erhöht und sich auf die Eigenkapitalrendite konzentriert, was dazu beigetragen hat, den seit langem bestehenden Bewertungsabschlag gegenüber globalen Konkurrenten zu verringern. Goldman sieht weiteren Spielraum für eine Ausweitung der Multiplikatoren auf Indexebene, wenn die ausländische Beteiligung vor einem stabileren politischen Hintergrund zunimmt.
Die Branchenpositionierung spiegelt sowohl nationale als auch globale politische Strömungen wider. Das Unternehmen hebt Verteidigung, kritische Ressourcen, Schiffbau und Energieinfrastruktur als potenzielle Nutznießer strategischer Ausgabenprioritäten hervor. Es weist auch darauf hin, dass die Reindustrialisierung in den USA und mit der Halbleiterindustrie verbundene Namen angesichts der Rolle Japans in den globalen Lieferketten für Gewinne sorgen.
Während japanische Aktien bereits einen ihrer stärksten zweiwöchigen relativen Outperformance-Ausbrüche seit Jahren erzielt haben, behauptet Goldman, dass die Rallye noch nicht erschöpft sei. Die Hauptdebatte konzentriert sich nun auf die Nachhaltigkeit: ob Zuflüsse, Ertragsstabilität und Reformdynamik das Crowding-Risiko und etwaige Volatilitäten aufgrund von Yen-Bewegungen oder Verschiebungen der Erwartungen der Bank of Japan ausgleichen können.
Goldman hält Japan vorerst an der Spitze seiner globalen Überzeugungsliste und signalisiert damit die Zuversicht, dass die Kombination aus politischer Stabilität und strukturellem Unternehmenswandel auch im Jahr 2026 die Gewinne untermauern kann.

