Nach der Entscheidung des Obersten Gerichtshofs der USA, die „nationalen Sicherheitszölle“ von US-Präsident Donald Trump für rechtswidrig zu erklären, gab Präsident Trump eine Pressekonferenz, um seine Reaktion auf die Entscheidung des Obersten Gerichtshofs darzulegen.
Die Pressekonferenz von Präsident Trump im Weißen Haus am Freitag könnte man gnädigerweise als „umfassend“ bezeichnen. Präsident Trump kündigte an, dass seine Regierung mithilfe alternativer rechtlicher Rahmenbedingungen noch weitere Zölle erheben werde, und berief sich dabei insbesondere auf nationale Sicherheitsabkommen gemäß Abschnitt 301 des Handelsgesetzes von 1974. Viele der aktuellen Zollpolitiken von Trump gelten bereits gemäß Abschnitt 301, der größte Teil der Erhebung von Handelsgebühren erfolgte jedoch im Rahmen des International Emergency Economic Powers Act (IEEPA), der nach der Ankündigung der Trump-Regierung zum „Befreiungstag“ Anfang 2025 weitgehend eingeführt wurde.
Da der Überwachungsausschuss Trump die Fähigkeit entzieht, im Rahmen des IEEPA willkürliche Zölle zu erheben, wird sich das Trump-Team wahrscheinlich weiter auf Zölle gemäß Abschnitt 301 konzentrieren, wobei Trump während seiner Pressekonferenz andeutete, dass sie möglicherweise mit der Einführung einer weiteren Runde von Zöllen beginnen könnten, die fast sofort in Kraft treten würden.
Auf Nachfrage der Medien im Anschluss an die Ansprache des Präsidenten wies Donald Trump nachdrücklich darauf hin, dass die im Rahmen des IEEPA-Programms erhobenen Zollgebühren, die nun vom Überwachungsausschuss für rechtswidrig erklärt wurden, vom Weißen Haus nicht freiwillig zurückerstattet werden. US-Unternehmen und Verbraucher, die zur Zahlung der Einfuhrzölle gezwungen wurden, müssen Klagen gegen die Trump-Regierung einreichen, um ihre Außenhandelskosten direkt auszugleichen.

