Einige Autoren hier bei Der bunte Narr haben sich Sorgen über einen KI-gesteuerten Börsencrash gemacht. Und es scheint, dass auch andere sich des Risikos bewusst werden, denn diese Woche ging ein AI-Doomsday-Substack-Beitrag viral.
Der Beitrag von Citrini Research sorgte am Montag (23. Februar) sogar für einen starken Rückgang einiger der genannten Aktien. Dazu gehörten DoorDash, American Expressund (passend) Monday.com.
Was stand in diesem Beitrag? Und wie besorgt sollten wir sein?
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Die KI-Revolution ist paradox
Der fragliche lange Beitrag – mit dem Titel Die globale Geheimdienstkrise 2028 – beschreibt eine fiktive Zukunft, in der KI schnell menschliche Arbeitskraft verdrängt.
Es entsteht eine negative Rückkopplungsschleife, bei der Unternehmen angesichts des Margendrucks Angestellte durch KI ersetzen. Dadurch sinken die Konsumausgaben bald, was zu weiteren Entlassungen führt.
Mittlerweile erledigen autonome KI-Agenten mehr Aufgaben für Verbraucher (Versicherungsverlängerungen, Reisebuchung, Einkaufen usw.). Im Gegensatz zu Menschen sind KI-Agenten Apps wie z. B. nicht treu Uber oder Buchungso dass ein großer Teil des Unternehmenswerts vernichtet wird.
Der S&P 500 fängt an abzustürzen.
Es wird schwieriger, Arbeitsplätze zu finden, und die Krise bedroht den US-Hypothekenmarkt für Wohnimmobilien im Wert von 13 Billionen US-Dollar, da die Einkommen von Angestellten verschwinden.
Das Paradoxe dabei ist, dass dieses beängstigende Szenario nur möglich ist, wenn die KI wirklich erfolgreich ist und nicht scheitert.

Eine Perspektive
So alarmierend das alles auch klingen mag, es ist wichtig, sich daran zu erinnern, dass es sich lediglich um ein imaginäres Szenario/eine Warnung handelt, nicht um eine Vorhersage.
Zweitens ist der Zeitrahmen 2028 bewusst provokativ. Es gibt keine schlüssigen Beweise dafür, dass KI zu massiven Entlassungen führt, wohingegen der physische KI-Aufbau zu massiven Entlassungen führt erstellen Arbeitsplätze. Die Wirtschaft scheint also nicht in unmittelbarer Gefahr zu sein.
Darüber hinaus sind gewählte Regierungen keine passiven Beobachter. Wenn die Arbeitslosigkeit schnell die im Citrini-Artikel beschriebene Quote von über 10 % erreichen würde, würden wir wahrscheinlich regulatorische Eingriffe sehen, um das Tempo des KI-Einsatzes zu verlangsamen.
Später könnten Maßnahmen wie das bedingungslose Grundeinkommen oder Umschulungsprogramme durch KI-Produktivitätssteuern finanziert werden.
Auch heute noch halluziniert die generative KI. In regulierten Branchen (Finanzen, Recht, Medizin usw.) muss immer noch ein Mensch mit der entsprechenden Autorität abzeichnen.
Schließlich kann niemand genau vorhersagen Wann es wird zu einem Absturz kommen.
Diversifizierung
Aber wir sollten jederzeit auf einen großen Absturz vorbereitet sein, sei es durch KI, eine Pandemie, eine Finanzkrise oder etwas anderes. Aus meiner Sicht gibt es einige grundlegende Dinge, die wir tun können, um uns auf das Schlimmste vorzubereiten:
Dieser letzte Teil ist entscheidend. In meinem Portfolio halte ich AstraZeneca (LSE:AZN). Meiner Meinung nach dürfte der Pharmariese eher von der Technologie profitieren, als dass sie durch sie gestört wird.
Beispielsweise dürfte die KI-basierte Arzneimittelforschung die Erfolgsaussichten eines Medikamentenkandidaten in Studien erheblich erhöhen, die Kosten senken und die Margen steigern. Das Unternehmen setzt in der Forschung und Entwicklung bereits stark auf die Technologie.
Zugegebenermaßen ist ein Forward-Gewinnmultiplikator von 19 nicht billig. Sollte sich das Wachstum des Unternehmens unerwartet verlangsamen, könnte es zu einem Ausverkauf der Aktie kommen.
Alles in allem bin ich jedoch optimistisch, was die weitere Entwicklung von AstraZeneca angeht. Mittlerweile verfügt das Unternehmen über 16 Blockbuster-Medikamente (die einen Jahresumsatz von mindestens 1 Milliarde US-Dollar erwirtschaften).
Bis 2030 strebt das Unternehmen einen Umsatz von 80 Milliarden US-Dollar an, gegenüber 58,7 Milliarden US-Dollar im Vorjahr, angetrieben durch seine umfangreiche Pipeline und sein wertvolles Onkologie-Portfolio.
Ich denke, AstraZeneca ist heute eine Überlegung wert für eine diversifizierte Aktien-ISA.

