Der stellvertretende Gouverneur der Bank of Japan (BoJ), Himino, sagte am Montag, dass die Politik der Bank of Japan (BoJ) weiterhin etwas akkommodierend bleibe, aber durch moderate Leitzinserhöhungen allmählich zu einer neutraleren Haltung übergehen sollte.
Wichtige Zitate
Das Ziel der BoJ besteht darin, die Preisstabilität durch die Vermeidung übermäßiger Inflation und Deflation aufrechtzuerhalten und so die Wirtschaft auf einem nachhaltigen Wachstumspfad zu halten.
Wenn unsere Schätzungen stimmen, können wir daraus schließen, dass die japanische Wirtschaft weder überhitzt noch stagniert.
Die Auswirkungen vergangener Zinserhöhungen auf die Wirtschaft sind begrenzt.
Wir müssen die Marktbewegungen sorgfältig beobachten. Wenn wir uns jedoch zu sehr von den Marktbewegungen beeinflussen lassen, könnten wir von Spekulanten angegriffen werden.
Viele Menschen in Japan glauben immer noch nicht, dass die Wirtschaft zu diesem Zeitpunkt besonders stark ist.
Eine Reaktion auf die durch Angebotsschocks verursachte Inflation könnte das BIP beeinträchtigen.
Bei der Bewältigung vorübergehender Angebotsschocks ist es möglich, dass die Auswirkungen der Schocks zum Zeitpunkt des Inkrafttretens der politischen Maßnahmen bereits abgeklungen sind.
Daher ist es vorsichtiger, bei der Reaktion auf Angebotsschocks die zugrunde liegende Inflation zu bestätigen.
Die Inflationslücke bleibt derzeit leicht negativ, dürfte aber in Zukunft gegen Null gehen.
Die Politik der BOJ bleibt etwas akkommodierend, dürfte aber durch moderate Leitzinserhöhungen allmählich zu einer neutraleren Haltung übergehen.
Marktreaktion
Zum Zeitpunkt der Drucklegung lag das Währungspaar USD/JPY im Tagesverlauf um 0,05 % im Plus bei 156,25.
Häufig gestellte Fragen zur Bank of Japan
Die Bank of Japan (BoJ) ist die japanische Zentralbank, die die Geldpolitik im Land festlegt. Ihr Auftrag besteht darin, Banknoten auszugeben und die Währungs- und Währungskontrolle durchzuführen, um die Preisstabilität zu gewährleisten, was ein Inflationsziel von etwa 2 % bedeutet.
Die Bank of Japan führte 2013 eine ultralockere Geldpolitik ein, um die Wirtschaft anzukurbeln und die Inflation in einem Umfeld niedriger Inflation anzukurbeln. Die Politik der Bank basiert auf quantitativer und qualitativer Lockerung (QQE) oder dem Drucken von Banknoten zum Kauf von Vermögenswerten wie Staats- oder Unternehmensanleihen, um Liquidität bereitzustellen. Im Jahr 2016 verdoppelte die Bank ihre Strategie und lockerte ihre Politik weiter, indem sie zunächst Negativzinsen einführte und dann die Rendite ihrer 10-jährigen Staatsanleihen direkt kontrollierte. Im März 2024 hob die BoJ die Zinsen an und löste damit faktisch ihren ultralockeren geldpolitischen Kurs auf.
Die massiven Konjunkturmaßnahmen der Bank führten zu einer Abwertung des Yen gegenüber seinen wichtigsten Währungspartnern. Dieser Prozess verschärfte sich in den Jahren 2022 und 2023 aufgrund einer zunehmenden politischen Divergenz zwischen der Bank of Japan und anderen wichtigen Zentralbanken, die sich für eine starke Zinserhöhung entschieden, um die jahrzehntelange Inflation zu bekämpfen. Die Politik der BoJ führte zu einer Vergrößerung der Differenz zu anderen Währungen und drückte den Wert des Yen. Dieser Trend kehrte sich im Jahr 2024 teilweise um, als die BoJ beschloss, ihren ultralockeren politischen Kurs aufzugeben.
Ein schwächerer Yen und der Anstieg der globalen Energiepreise führten zu einem Anstieg der japanischen Inflation, die das 2 %-Ziel der BoJ übertraf. Auch die Aussicht auf steigende Gehälter im Land – ein wesentlicher Faktor für die Inflation – trug zu diesem Schritt bei.

