Das Unternehmen argumentiert, dass der Schweizer Franken als Reaktion auf den US-Iran-Konflikt ohne eine plausible Intervention der SNB gestern stärkere Zuwächse verzeichnet hätte. Die entscheidende Linie im Sand, die sie hervorheben, ist die offensichtliche bei 0,90 für EUR/CHF. Dies ist nach dem Durchbruch der 0,92-Marke kurz vor den Ereignissen im Nahen Osten deutlich zu erkennen.
Ein Überblick darüber, wo wir uns in Bezug auf die Franken-Währung befinden:
Die ersten Reaktionen auf den Konflikt zwischen den USA und dem Iran waren meiner Meinung nach eher gemischt. Der Anleihenmarkt ist wohl der merkwürdigste Markt, aber wir sehen nicht ganz so große Angst und Panik auf den Märkten, wie man meinen könnte. Es mag zwar noch am Anfang stehen, aber man sollte immer bedenken, dass Marktteilnehmer dazu neigen, sich viel schneller durch die Echokammer zu arbeiten, als sie es in der Vergangenheit getan haben. Dies insbesondere, da die Social-Media-Revolution die Menschheit und die Emotionen weitgehend desensibilisiert hat. Überlassen wir das jedoch einem gesonderten Diskurs.
Zurück zum Franken: Gestern fiel der EUR/CHF auf ein Tief von 0,9025, bevor er sich im europäischen Handel wieder auf über 0,9100 erholte. Und hier sehen wir, dass sich die Preisbewegung jetzt beruhigt. Ist die SNB in den Markt eingestiegen, um den Anstieg des Frankens zu begrenzen? Credit Agricole weist darauf hin, dass:
„Der CHF bleibt der sichere Hafen der Wahl in den G10-Devisenmärkten, als der Konflikt zwischen den USA und dem Iran ausbrach. Nachdem der EUR/CHF am Freitag bereits auf ein Jahrzehnttief von knapp 0,9050 gefallen war, hat er seinen Rückgang bei der Eröffnung dieser Woche auf rund 0,9025 ausgeweitet, bevor er sich umkehrte der stärkste seit 2011 auf realer Basis. Obwohl es noch zu früh ist, um mit Sicherheit sagen zu können, ob die Bank eingreifen musste, um die Stärke des CHF einzudämmen, könnte die Beibehaltung eines hohen psychologischen Niveaus wie 0,90 in EUR/CHF für die SNB einen zusätzlichen Signalwert haben die bislang ihre Kritik an dem CHF nicht besonders verstärkt hat, vielleicht um einer Gegenreaktion seitens der US-Regierung zu entgehen.“

