Isabel Schnabel von der EZB spricht und sagt:
- Ein vorübergehendes Überschießen der Inflation ist von geringer Bedeutung, wenn die Erwartungen verankert bleiben.
- Die EZB steht immer noch gut da
- Der Iran-Krieg schafft steigende Inflationsrisiken.
- Die Zentralbank muss das Fortbestehen des Energiepreisschocks überwachen
- Die Lehren aus der Zeit nach der Pandemie legen nahe, dass die EZB vorsichtig vorgehen muss.
- Da die Inflation mittelfristig auf unserem Zielniveau liegen dürfte und die Inflationserwartungen verankert sind, bleibt die Geldpolitik ein guter Ort.
Isabel Schnabel ist Mitglied des Direktoriums der Europäischen Zentralbank und gilt weithin als eine der aggressiveren Stimmen innerhalb der EZB. Als deutsche Wirtschaftswissenschaftlerin und ehemalige Professorin für Finanzökonomie hat sie sich den Ruf erworben, die Bedeutung der Wahrung der Glaubwürdigkeit der EZB bei der Inflationsbekämpfung hervorzuheben. Schnabel hat oft davor gewarnt, dass sich der Inflationsdruck – insbesondere bei Löhnen, Dienstleistungen und Energie – als anhaltender erweisen könnte, als viele erwarten. Aus diesem Grund hat sie wiederholt betont, dass die politischen Entscheidungsträger eine zu schnelle Lockerung der Geldpolitik vermeiden sollten und das Risiko eingehen sollten, dass die Inflation wieder in Gang kommt, bevor sie vollständig unter Kontrolle ist.
Kürzlich hat Schnabel angedeutet, dass die EZB angesichts der aktuellen politischen Rahmenbedingungen relativ gut dasteht, aber angesichts der anhaltenden Unsicherheit über Inflation und externe Schocks, einschließlich höherer Energiepreise, vorsichtig bleiben sollte. Obwohl sie einen datenabhängigen Ansatz befürwortet, neigt ihr Ton im Allgemeinen dazu, die restriktive Politik bei Bedarf länger beizubehalten, um sicherzustellen, dass die Inflation nachhaltig zum 2-Prozent-Ziel der EZB zurückkehrt. Aus Marktsicht wird ihre Haltung typischerweise als restriktiv angesehen, da sie Wachsamkeit gegenüber der Inflation befürwortet und vorzeitige Zinssenkungen ablehnt, es sei denn, es gibt eindeutige Beweise dafür, dass der Preisdruck dauerhaft nachlässt.

