Ripple hat Pläne angekündigt, BC Payments zu übernehmen und sich eine australische Finanzdienstleistungslizenz (AFSL) zu sichern.
Dieser Schritt war mehr als nur die Hinzufügung einer weiteren Lizenz zum Portfolio von Ripple mit über 75 weltweiten Zulassungen. Stattdessen positioniert es sich, um die Abhängigkeit von traditionellen Vermittlern zu verringern, die normalerweise grenzüberschreitende Zahlungen im asiatisch-pazifischen Raum verlangsamen.
Dieser Schritt signalisiert auch einen Strategiewechsel von Ripple, nachdem der lange Rechtsstreit mit der US-Börsenaufsicht SEC im August 2025 endete.
Das Geheimnis hinter der Wahl Australiens
Australien ist zu einem Schwerpunkt geworden Welligkeit da das Land die Vorschriften für ausländische Kryptofirmen verschärft und bis Juni 2026 eine ordnungsgemäße Lizenzierung verlangt.
Anstatt eine neue Lizenz zu beantragen, bietet Ripple Pläne zum Erwerb von BC Payments Australia Pty Ltd, einer Tochtergesellschaft der Banking Circle Group, die bereits eine AFSL besitzt.
Dadurch kann Ripple schneller in den Markt eintreten und von einem reinen Technologieanbieter für Banken zu einem regulierten Zahlungsanbieter werden.
Fiona Murray, Geschäftsführerin für den asiatisch-pazifischen Raum bei Ripple, äußerte sich dazu wie folgt:
Die Lizenzierung ist für die Strategie von Ripple von grundlegender Bedeutung und stellt sicher, dass wir Kunden weltweit sichere und konforme Lösungen liefern können.
Sie fügte hinzu:
Durch die Nutzung der Blockchain-Technologie und digitaler Assets ermöglichen wir unseren Kunden, Werte weltweit schneller, transparenter und zuverlässiger zu bewegen.
Mit der AFSL kann Ripple den gesamten Zahlungsprozess verwalten, vom Onboarding und der Compliance bis hin zum Devisenwechsel und der endgültigen Abrechnung, wodurch die Abhängigkeit von Vermittlern reduziert wird.
Für australische Firmen wie Novatti Group, Independent Reserve und Flash Payments könnte dies grenzüberschreitende Zahlungen über ein einziges integriertes System vereinfachen und gleichzeitig Verzögerungen und Kontrahentenrisiken verringern.
XRP hat Mühe, sich zu halten
Auch wenn Ripple aggressiv expandiert und sich weltweit Lizenzen sichert, spricht die Preisentwicklung von XRP für ein anderes Bild.
Mitte März 2026 hatte XRP Mühe, seinen Wert zu halten, und wurde bei Redaktionsschluss bei rund 1,37 US-Dollar gehandelt, weit unter seinem Höchststand vom Juli 2025. Auch die On-Chain-Daten zeigen gemischte Signale.

Zeitweise steigt die Zahl der aktiven Adressen auf 60.000–70.000, was nach einem starken Wachstum aussehen könnte. Allerdings halten diese Spitzen normalerweise nicht lange an und fallen schnell auf etwa 35.000–45.000 zurück.
Dieses Muster deutet darauf hin, dass ein Großteil der Aktivität wahrscheinlich eher auf Devisentransfers oder kurzfristige Spekulationen als auf ein stetiges Wachstum der realen Nutzer oder Institutionen zurückzuführen ist.
Die Preisvolatilität von XRP wurde auch durch den Derivatehandel verursacht.


Die jüngsten Rallyes wurden größtenteils durch gehebelte Futures-Positionen und nicht durch die Spot-Nachfrage angeheizt, wobei das Open Interest in der Spitze auf fast 10 Milliarden US-Dollar stieg, bevor es mit der Abkühlung des Marktes auf etwa 2 Milliarden US-Dollar zurückfiel.
Das institutionelle Verhalten erzählt jedoch eine andere Geschichte. Trotz des Preisrückgangs Daten Bloomberg und SoSoValue zeigen, dass XRP-ETFs seit ihrer Einführung im letzten Jahr Zuflüsse in Höhe von über 1,4 Milliarden US-Dollar verzeichneten, was auf ein anhaltendes Interesse der Anleger hinweist.
Abschließende Zusammenfassung
- Der strengere Regulierungsrahmen Australiens könnte Ripple tatsächlich zugute kommen, da sein Compliance-First-Ansatz ihm einen Vorteil gegenüber weniger regulierten Wettbewerbern verschafft.
- Kurzfristige Spitzen bei aktiven Adressen deuten darauf hin, dass das Netzwerk immer noch Schwierigkeiten hat, ein kontinuierliches organisches Wachstum zu erzielen.

