S&P warnt davor, dass der Energieschock durch den Nahostkonflikt das globale Wachstum beeinträchtigen könnte
Zusammenfassung:
-
S&P bezeichnet den Nahostkonflikt als wichtigstes makroökonomisches Risiko für das globale Wachstum
-
Störungen der Ölförderung und Hormus-Flüsse werden als größter Nachteil angesehen
-
Es wird erwartet, dass der Energieschock das Wachstum und die Haushaltsdynamik im Jahr 2026 schwächt
-
Im Basisszenario wird davon ausgegangen, dass der Konflikt vorübergehender Natur ist und der langfristige Schaden begrenzt wird
-
Unterstreicht die Anfälligkeit der Weltwirtschaft gegenüber Energieversorgungsschocks
-
Erhöht das Stagflationsrisiko: schwächeres Wachstum bei gleichzeitig höherer Inflation
S&P Global Ratings hat die wachsenden makroökonomischen Risiken im Zusammenhang mit dem Nahostkonflikt hervorgehoben und gewarnt, dass Störungen der Energieversorgung und der Schifffahrtsrouten das globale Wachstum und die Haushaltsstabilität im kommenden Jahr beeinträchtigen könnten.
Während die Agentur die Staatsratings Kuwaits bestätigte, konzentrierte sich die allgemeinere Botschaft auf die möglichen wirtschaftlichen Folgen des Konflikts, insbesondere wenn die Ölförderung oder der Ölfluss durch die Straße von Hormus erheblich unterbrochen wird. Solche Ergebnisse würden wahrscheinlich direkt zu einem schwächeren Wachstum, strengeren Haushaltsbedingungen und einer erhöhten Volatilität auf den globalen Märkten führen.
Im Mittelpunkt der Einschätzung von S&P steht das Risiko eines energiebedingten Schocks. Die Straße von Hormus bleibt ein kritischer Engpass für die weltweite Ölversorgung, und jede nachhaltige Störung hätte weitreichende Folgen, würde die Preise in die Höhe treiben und den Inflationsdruck in den energieimportierenden Volkswirtschaften verstärken. Diese Dynamik lässt die Aussicht auf ein schwierigeres makroökonomisches Umfeld zu, in dem sich das Wachstum trotz anhaltendem Preisdruck verlangsamt.
Das Basisszenario von S&P geht davon aus, dass der Konflikt und die damit verbundenen Bedrohungen für die Infrastruktur innerhalb weniger Wochen nachlassen und die Dauer des Schocks begrenzt wird. Selbst unter dieser Annahme geht die Agentur jedoch davon aus, dass sich das Wachstum im Zeitraum 2026–2027 abschwächen wird, was die anhaltenden Auswirkungen erhöhter Unsicherheit und möglicher Versorgungsunterbrechungen widerspiegelt.
Die Einschätzung unterstreicht ein umfassenderes Thema, das sich in allen Märkten abzeichnet: Das geopolitische Risiko ist erneut ein Haupttreiber der makroökonomischen Bedingungen. Zentralbanken und politische Entscheidungsträger stehen wahrscheinlich vor einem komplexen Kompromiss, da höhere Energiekosten die Inflation in die Höhe treiben und gleichzeitig das Wachstum untergraben.
In diesem Sinne gehen die von S&P dargelegten Risiken weit über die Region hinaus und deuten auf ein globales Umfeld hin, das zunehmend von Energievolatilität, Versorgungsengpässen und der Möglichkeit eines erneuten stagflationären Drucks betroffen ist.
Hormuz bleibt für den Großteil der Schifffahrt gesperrt

