TAO, der native Token der dezentralen KI-Plattform Bittensor, hat sich zum Zeitpunkt des Schreibens von seinem Tiefststand im ersten Quartal 2026 von 145 US-Dollar auf über 320 US-Dollar mehr als verdoppelt. Einige der wichtigsten bullischen Katalysatoren waren das institutionelle Interesse am Spot TAO ETF und das Narrativ der KI- und Krypto-Konvergenz.
Die Fundamentaldaten der Kette stehen jedoch möglicherweise vor einer Krise, die eine Neubewertung des Altcoin erzwingen könnte. Laut Krypto-Forschungsunternehmen Pine AnalyticsDie meisten Subnetze (KI-Marktplätze) werden stark durch Token-Emissionen und nicht durch betriebliche Effizienz subventioniert.
Ohne die Subvention wären einige der Top-Subnetze wie Chutes (SN64) viel teurer als konkurrierende, zentralisierte Alternativen wie Deepseek und Together AI. Laut Pine Analytics,
Eine nicht subventionierte Chutes-Preisgestaltung wäre 1,6- bis 3,5-mal teurer als zentralisierte Alternativen. Der Kostenvorteil verringert sich nicht. Es kehrt sich vollständig um.

Wird Bittensors Modell Bestand haben?
Zur Veranschaulichung: Jedes Subnetz dient als eigenständiges System für einen bestimmten KI-Dienst, beispielsweise die Bilderzeugung oder Preisvorhersage.
Den Kern dieses Ökosystems bilden Miner und Validatoren. Miner fungieren als Produzenten und zielen darauf ab, die festgelegten Aufgaben des Subnetzes durch die Ausführung von KI-Modellen und anderen Aktivitäten zu erfüllen. Je höher die Qualität der Arbeit, desto größer ist die Chance, mehr TAO-Belohnungen zu erhalten.
Ebenso werden Validatoren durch TAO-Belohnungen für ihre Qualitätskontroll- oder Prüfungsarbeit bezahlt. Sie überwachen die Arbeit der Bergleute und bewerten sie entsprechend.
Nun zurück zu den Chutes im oberen Subnetz von Bittensor. Es verursacht 14,4 % der Emissionen, auf das Jahr hochgerechnet 52 Millionen US-Dollar (oder 518 TAO pro Tag). Dies wird vom Subnetzersteller, den Minern und den Validatoren gemeinsam genutzt. Allerdings gebe es für diese Subnetze keine öffentlich verfügbaren On-Demand-Daten, stellte Pine Analytics fest.
Allerdings warnte das Forschungsunternehmen, dass das Modell auseinanderfallen könnte, wenn die Subvention gekürzt werde.
Wenn sich die Emissionen erneut halbieren (voraussichtlich Ende 2026 oder 2027), verdoppelt sich entweder der Preis ungefähr, die Bergleute verlassen das Subnetz oder die Kluft zwischen Subvention und Einnahmen vergrößert sich weiter.
Mit anderen Worten: Die meisten Bittensor-Subnetze könnten teuer werden und die Preise für KI-Dienste erhöhen. Dies könnte Benutzer wahrscheinlich dazu zwingen, nach günstigeren Alternativen zu suchen. Folglich würde ein solches Szenario auch Miner- und Validator-Exits auslösen.
Da derzeit keine nachweisbare Nachfrage nach Bittensor besteht, bezeichnete Pine Analytics dies als eine „Einkommenswüsten“-These, die eine Neubewertung des TAO erzwingen könnte.
Trotz der pessimistischen Prognose erholte sich die Marktstimmung von TAO bei Redaktionsschluss wieder auf neutral. Vor allem, weil der Altcoin in nur 24 Stunden um 25 % gestiegen ist. Insgesamt stieg TAO fast 130 % von seinen Tiefstständen im Februar.


Abschließende Zusammenfassung
- Pine Analytics prognostizierte, dass die KI-Dienste von Bittensor mehr auf Subventionen als auf der tatsächlichen Nachfrage angewiesen seien.
- Sollten die Subventionen später im Jahr 2026 oder Anfang 2027 halbiert werden, könnte das Bittensor-Modell vor einer massiven Abrechnung stehen.

