Die dezentrale Finanzierung hat es Händlern ermöglicht, mit dem Handel mit hoher Hebelwirkung erhebliche Erfolge zu erzielen. Daher kann ein Händler, der mit risikoreicher Volatilität umgehen kann, erheblich von den heute existierenden Hochrisiko-/Renditegeschäften profitieren. Die Liquidation des Händlers könnte erhebliche Auswirkungen auf den gesamten Kryptowährungsmarkt haben und sogar Händler und Anleger über Nacht einem Risiko aussetzen. Der Beweis dafür wurde letzte Woche erbracht, als eine On-Chain-Analyse ergab, dass ein Walhändler in Ethereum (ETH) seine Long-Position hatte liquidiert weil er aufgrund der schlechten Marktbedingungen keine Deckung für ihre Ether-Long-Position hatte.
Die Mechanismen der Walliquidation
Nach Angaben von Onchain Lens hat der Wal eine äußerst große Long-Position von 2.647 ETH im Wert von etwa 5,59 Millionen US-Dollar platziert. Die Position wurde sehr aggressiv unter Einsatz von Margin aufgebaut, was auf eine risikoreiche Strategie hindeutet, die darauf abzielt, potenzielle Erträge trotz des erhöhten Liquidationsrisikos zu maximieren. Der Wal erhöhte seine Marge, indem er ihn innerhalb von drei Tagen mit einer USDC-Einzahlung in Höhe von 729.000 USD und einer zusätzlichen Überweisung von 500.000 USD von einem anderen Konto stark finanzierte.
Die Abwärtspreisaktion in Ethereum veranlasste eine Zwangsliquidation, nachdem viel Kapital zugeführt worden war, um einer Nachschussforderung zu entgehen. Infolgedessen erlitt der Händler aufgrund des Ereignisses einen sofortigen Verlust von 125.700 US-Dollar, was die Risiken verdeutlicht, die mit der Verwendung von „Perps“ (unbefristeten Verträgen) verbunden sind. Eine hohe Hebelwirkung bedeutet, dass selbst kleine Wertverluste eines Vermögenswerts schnell zu einem vollständigen Verlust der Sicherheiten führen können.
Hyperliquid und der Aufstieg der On-Chain-Täter
Hyperliquid, eine Drehscheibe für dieses Treffen, bietet modernste DeFi/AMM-Lösungen durch sein zentrales Orderbuch und schnelle Latenz. Händler können jetzt über eine dezentrale Börse (DEX) anspruchsvolle Geschäfte tätigen, lange nachdem sie sich sonst abgewendet hätten. Im Gegensatz zum traditionellen AMM, das von vielen Protokollen etabliert wird, verwendet Hyperliquid einen zentralisierten Austausch (OK)ähnliche Handelserfahrung, die den Self-Custodial-Aspekt von DeFi optimal nutzt.
Dennoch testen Walaktionen kontinuierlich die Liquidität und Tiefe der oben genannten Plattformen. Wenn eine so große Position liquidiert wird, kann es zu einem lokalen „Kaskadeneffekt“ kommen, bei dem der erzwungene Verkauf der Sicherheiten einen stärkeren Verkaufsdruck auf den Preis des Vermögenswerts erzeugt, was wiederum zu einer stärkeren Liquidation für andere Händler führen kann. Dies ist einer der Hauptbereiche, die sowohl in der Marktmikrostruktur als auch in der dezentralen Liquidität untersucht werden.
Die umfassenderen Auswirkungen auf das DeFi-Ökosystem
Die Liquidation erfolgte im Zuge einer Erweiterung des Web3-Ökosystems, das sich von einem rein finanziellen Fokus hin zu Gaming- und Lifestyle-Integrationen entwickelt hat. Das grundlegende Konzept der „Geld-Legos“ innerhalb von DeFi wird jedoch weiterhin der Haupttreiber des Branchenwachstums sein. Der Swap-Markt ist in Bezug auf Preisfindung und Risikomanagement weiterhin führend in diesem Prozess
Dieser Wal war nicht in der Lage, die Liquidation einer so großen Position (5,59 Millionen US-Dollar) zu verhindern. Auch das Halten von USDC im Wert von über 1 Million US-Dollar als „Notfallfonds“ hat die Tatsache, dass der Markt nach wie vor äußerst unsicher ist, nicht beseitigt oder sinnvoll gemildert. Daher müssen sich Händler der Bedeutung des Einsatzes von Risikomanagement-Tools und der Notwendigkeit bewusst sein, den Liquidationswert aller Smart Contracts, mit denen sie interagieren, genau zu verstehen.
Abschluss
Die Liquidation von Hyperliquid in Höhe von 125,7.000 US-Dollar kann helfen zu verstehen, was derzeit mit der Hebelwirkung in DeFi passiert, und die wachsenden Einsätze von institutionellen/Grade-Händlern hervorheben, die sich in der Kette bewegen. Obwohl diese Aktionen aufgrund der Möglichkeit, sie in Echtzeit durch die „On-Chain-Linse“ zu überwachen, die von dezentralen Plattformen bereitgestellt wird, besser sichtbar sind, gibt es keine Garantie für ein Sicherheitsnetz. Wer auf der Verliererseite eines Trades steht, hat möglicherweise keinen Schutz oder Rückgriff. Der Unterschied zwischen einer extremen Wette auf ETH-Long-Positionen mit hohem Hebel und der Liquidation für diese Wette wird von Tag zu Tag kleiner.

