EUROPÄISCHE SITZUNG
Das einzige Highlight in der europäischen Sitzung werden die VPI-Daten Spaniens sein, da es die erste große Volkswirtschaft der Eurozone ist, die ihre Inflationszahlen für März veröffentlicht. Die Prognose ist nicht besonders gut, da der Verbraucherpreisindex voraussichtlich von zuvor 2,5 % auf 3,9 % im Jahresvergleich steigen wird.
Allerdings wird bereits allgemein mit einem Anstieg der Inflation im März gerechnet. Die entscheidende Frage für die EZB ist, ob sie diesen vorübergehenden Preisschock überstehen oder auf der April-Sitzung eine „Versicherungs“-Zinserhöhung durchführen soll. Viel dürfte davon abhängen, ob der Konflikt zwischen den USA und Iran bis dahin gelöst ist.
Derzeit preisen die Märkte eine etwa 74-prozentige Wahrscheinlichkeit einer Zinserhöhung im April ein, wobei bis zum Jahresende insgesamt drei Zinserhöhungen erwartet werden.
AMERIKANISCHE SITZUNG
In der amerikanischen Sitzung haben wir den endgültigen Bericht zur Verbraucherstimmung der University of Michigan für März. Die vorläufigen Daten waren nicht so schlecht, aber das liegt nur daran, dass sie früh veröffentlicht wurden. Im Abschlussbericht könnten Abwärtskorrekturen der Stimmungsindikatoren und Aufwärtskorrekturen der Inflationserwartungen vorgesehen sein. Allerdings dürften die heutigen Daten kaum von Bedeutung sein, da sich der Markt wahrscheinlich weiterhin gegen das Wochenendrisiko absichern wird.
Gestern verlängerte Trump den Waffenstillstand bis zum 6. April, gerade als die wichtigsten Aktienindizes kurz davor standen, neue Monatstiefs zu erreichen, und die Renditen von Staatsanleihen auf neue Höchststände zusteuerten. Er behauptete, der Iran habe die Verlängerung beantragt, obwohl iranische Beamte dies bestritten. Es sieht nach einem weiteren Versuch aus, die Märkte in die Knie zu zwingen, aber dieses Mal hatte es nicht die gleichen Auswirkungen wie zu Beginn der Woche.
Zu diesem Zeitpunkt neigen Händler eher dazu, sich auf das Wochenendrisiko abzusichern, als auf Trumps Worte zu vertrauen.
Sprecher der Zentralbank
- 15:30 GMT/11:30 ET – Daly der Fed (zurückhaltend – Nichtwähler)
- 15:40 GMT/11:40 ET – Paulson von der Fed (zurückhaltend – Abstimmung)
- 16:00 GMT/12:00 ET – Schnabel von der EZB (neutral – Wähler)

