Der Iran-Krieg hat mittlerweile die Ein-Monats-Marke überschritten und die Märkte scheinen sich einer Realitätsprüfung bewusst zu werden.
Um zu verstehen, wie es im zweiten Quartal weitergehen könnte, ist es hilfreich, einen Blick auf die aktuelle Marktlage zu werfen. Aus technischer Sicht war der vergangene Monat von reiner Volatilität geprägt, was auf einige wichtige Bewegungen zurückzuführen war: Die Ölpreise sind um über 50 % gestiegen, die Renditen von US-Staatsanleihen sind um etwa 13 % gestiegen, während Gold um fast 15 % gefallen ist.
Vor diesem Hintergrund erscheint die Korrektur des Kryptomarktes um 0,5 % relativ gedämpft, was darauf hindeutet, dass sich Risikoanlagen bisher gut behauptet haben. Aber wird diese Widerstandsfähigkeit jetzt auf die Probe gestellt? Wenn man sich die Grafik unten ansieht, erscheint dieses Szenario nicht allzu unwahrscheinlich.
Dem Kobeissi-Brief zufolge rechnet die Federal Reserve nicht mehr mit Zinssenkungen bis Dezember 2027. Stattdessen haben sich die Erwartungen in Richtung einer 51-prozentigen Wahrscheinlichkeit einer Zinserhöhung bis März 2027 verschoben, ein deutlicher Stimmungsumschwung in nur vier Wochen, der widerspiegelt, wie schnell sich die makroökonomischen Bedingungen geändert haben.
Natürlich stellt sich die Frage: Was treibt diesen Wandel voran? Als die Gründer des Kobeissi-Briefes Angesichts der steigenden Öl- und Gaspreise deuten ihre Modelle darauf hin, dass die VPI-Inflation in den USA auf 3,5 % steigen könnte, etwa 150 Basispunkte über dem langfristigen Ziel der Fed.
In diesem Szenario verlagert sich das Argument in Richtung einer strafferen Geldpolitik, was bedeutet, dass die Fed eher zu Zinserhöhungen als zu Zinssenkungen tendieren würde. Für Krypto-Assets, die sich bisher wie ein Inflationsschutz verhalten haben, wirft dies eine entscheidende Frage auf: Können sie diese Erzählung weiterhin aufrechterhalten, während die Märkte die Zinserwartungen rasch neu bewerten?
Das zweite Quartal beginnt damit, dass die Kryptomärkte vor einem Realitätscheck stehen
Im Vergleich zum durchschnittlichen ROI von 45 % im ersten Quartal Bitcoins [BTC] Die Rendite im zweiten Quartal liegt näher bei 28 %.
Historisch gesehen verlangsamten sich die Kryptomärkte im zweiten Quartal tendenziell, nachdem sie im ersten Quartal stärker abgeschnitten hatten. Allerdings ist die Der Zyklus 2025 hat dieses Muster durchbrochenwobei BTC im zweiten Quartal nach einer Korrektur von -12 % im ersten Quartal einen Zuwachs von rund 30 % verbuchte, was die erste derartige Umkehr seit dem Marktzyklus 2020 darstellt.
Nun stellt sich natürlich die Frage: Könnten sich die Märkte auf eine ähnliche Bewegung wie im Jahr 2025 einstellen, da BTC im ersten Quartal bereits um fast 25 % korrigiert hat? Insbesondere hier beginnen sich verändernde Zinserwartungen ins Gewicht zu fallen. Die Stimmung zeigt deutlich, dass Anleger das Risiko neu einschätzen Krypto-Angst- und Gier-Index Ich habe in weniger als einer Woche 10 Punkte verloren und bin jetzt nur noch drei Punkte vom „extremen“ Angstgebiet entfernt.


Mittlerweile beginnen sich die Auswirkungen auch in der Kette zu zeigen.
Wie die obige Grafik zeigt, flossen in den letzten 24 Stunden rund 21.700 BTC von kurzfristigen Inhabern an die Börsen, die alle mit Verlust verkauft wurden, was auf einen zunehmenden panikbedingten Verkaufsdruck hindeutet. Gepaart mit einem schwaches institutionelles AngebotDies deutet darauf hin, dass die aktuelle Krypto-Korrektur mehr als nur ein routinemäßiger Rückzug ist.
Stattdessen scheint das Kapital defensiv zu rotieren, wobei Smart Money das Engagement reduziert, da die Angst auf den Markt zurückkehrt, insbesondere da die Wahrscheinlichkeit von Zinserhöhungen weiter steigt, ein Hintergrund, der in der Vergangenheit die Krypto-Performance belastet hat.
Vor diesem Hintergrund erscheint eine Rallye wie im zweiten Quartal 2025 immer unwahrscheinlicher, da sich die aktuelle Bewegung weniger wie ein gesunder Neustart anfühlt, sondern eher wie der frühe Übergang in eine breitere Bärenphase.
Abschließende Zusammenfassung
- Die Inflation drängt die Märkte dazu, Zinserhöhungen neu zu bewerten, was das Narrativ der Kryptowährungen zur Inflationsabsicherung in Frage stellt.
- Panikverkäufe, eine sinkende Marktstimmung und eine schwache institutionelle Nachfrage deuten darauf hin, dass sich die aktuelle Korrektur möglicherweise von einem Reset zu einem frühen Bärenmarkt verlagert.

