Der Dollar fällt im europäischen Morgenhandel, da wir sehen, dass die Risikogeschäfte während der Sitzung in die Höhe schnellen. Die S&P 500-Futures sind um 0,5 % gestiegen, wobei das frühere Hoch an diesem Tag einen Zuwachs von 0,8 % verzeichnete. In Europa selbst verzeichnen die wichtigsten Indizes einen Anstieg von über 2 % und folgen damit der positiven Dynamik der Wall Street gestern.
In anderen Märkten sehen wir eine Abkühlung der Anleiherenditen, wobei die Renditen 10-jähriger Staatsanleihen um 4 Basispunkte auf 4,275 % gesunken sind. Und auf dem Ölmarkt sehen wir einen Rückgang des WTI-Rohöls wieder unter 100 US-Dollar auf derzeit 99,15 US-Dollar. Der Tiefststand lag zuvor bei 96,50 $, da die Händler immer hoffnungsvoller werden, den Nahostkonflikt hinter uns zu lassen.
Alle Augen sind jetzt auf die Ansprache von US-Präsident Trump um 01:00 Uhr GMT gerichtet. Von ihm wird erwartet, dass er über den aktuellen Stand der Lage im Iran berichtet, wobei einige davon ausgehen, dass er das Banner „Mission erfüllt“ an den Nagel hängen wird. Ich werde später in einem separaten Beitrag näher darauf eingehen.
Was den Dollar betrifft, so merken wir, dass die Aufwärtsdynamik der letzten Wochen nachlässt. Dies ist der Fall, da die Diagramme wieder auf eine Änderung der kurzfristigen Tendenz hindeuten.
EUR/USD-Stundendiagramm
Derzeit wird erwartet, dass EUR/USD über die Marke von 1,1600 steigt, obwohl es auf diesem Zahlenniveau große Optionsausfälle gibt, die die Gewinne begrenzen könnten. Wenn nicht, gibt es einen großen Brocken bei 1,1620-30, der auch das Potenzial für weitere Aufwärtsausweitungen im europäischen Handel begrenzen könnte.
Aber vorerst sehen wir, dass das Paar diese Woche wieder über seine beiden wichtigsten stündlichen gleitenden Durchschnitte steigt. Und das signalisiert, dass die kurzfristige Tendenz nun wieder bullischer ist. Das ist also eine gewisse negative Verstärkung für den Dollar.
AUD/USD-Stundendiagramm
Hinzu kommt, dass der AUD/USD-Paar seinen eigenen Durchbruch über beide wichtigen stündlichen gleitenden Durchschnitte zu testen beginnt. Der gleitende 200-Stunden-Durchschnitt (blaue Linie) steht jetzt im Fokus. Und wenn es den Käufern gelingt, darüber zu bleiben, wird sich auch die kurzfristige Tendenz zu einem bullischeren Trend verändern.
Das ist also eine entscheidende Linie im Sand, da auch andere Dollarpaare beginnen, sich einem ähnlichen technischen Bild zuzuwenden. AUD/USD ist ein bemerkenswerter Kurs, da er oft als Risikobarometer fungiert, insbesondere in dieser jüngsten geopolitischen Episode. Angesichts der Tatsache, dass der Yen als sicherer Hafen in Ungnade gefallen ist.

