Vertreter der Krypto- und Bankenbranche werden diese Woche einen überarbeiteten Vorschlag zur Rendite von Stablecoins prüfen, der von den Senatoren Thom Tillis und Angela Alsobrooks ausgearbeitet wurde, während die Gesetzgeber versuchen, einen monatelangen Lobbykonflikt darüber zu beenden, wie – oder ob – Stablecoin-Emittenten Rendite anbieten dürfen.
Entsprechend Berichterstattung Von Politico wird eine kleine Gruppe von Kryptofirmen und Wall-Street-Institutionen den aktualisierten Gesetzestext in den nächsten zwei Tagen privat prüfen, wobei Kryptofirmen den Wortlaut voraussichtlich bereits am Donnerstag und Banken am Freitag sehen werden.
Der Prozess wird weiterhin streng kontrolliert, wobei die Beteiligten den Entwurf nur in eingeschränktem Rahmen einsehen dürfen und keine Kopien anfertigen dürfen.
Der überarbeitete Vorschlag folgt einer Reihe von Verhandlungen auf Personalebene zwischen Industriegruppen und Senatsbüros, die darauf abzielen, Meinungsverschiedenheiten über die Bestimmungen zur Stablecoin-Rendite auszuräumen. Während einige Teilnehmer hoffen, dass der neueste Entwurf als nahezu endgültiger Kompromiss dienen wird, bleibt unklar, ob eine Seite die Bedingungen in ihrer jetzigen Form akzeptieren wird.
Clarity Act und Kryptogespräche sind im Gange
Die erneute Überprüfung eines Stablecoin-Renditevorschlags kommt inmitten einer umfassenderen Anstrengung im Kongress, um eine der umstrittensten Fragen der US-Kryptoregulierung zu lösen: ob es Stablecoin-Emittenten erlaubt sein sollte, renditebringende Produkte anzubieten.
Stablecoins – digitale Token, die typischerweise an den US-Dollar gekoppelt und durch Bargeld und kurzfristige Wertpapiere gedeckt sind – sind zu einer zentralen Siedlungsschicht geworden auf den Kryptomärkten, aber ihr regulatorischer Status bleibt ungeklärt, insbesondere in Bezug auf Zinsen und Rendite.
Der Streit um ein US-amerikanisches Gesetz zur Struktur des Krypto-Marktes geht auf umfassendere Bemühungen zurück, auf der wegweisenden Stablecoin-Gesetzgebung von 2025, dem GENIUS Act, aufzubauen, der einen föderalen Rahmen für Stablecoins festlegte – der vollständige Unterstützung, Transparenz und Offenlegung von Reserven für digitale Dollars vorschreibt.
Dieses Gesetz wurde in der Kryptobranche weithin als Durchbruch für regulatorische Klarheit angesehen und gleichzeitig versucht, digitale Vermögenswerte an traditionelle Finanzstandards anzupassen.
Nach der Verabschiedung des GENIUS Act wird der Senat richtete seine Aufmerksamkeit darauf zu einer umfassenderen Aufsicht über digitale Vermögenswerte durch das, was oft als CLARITY Act oder Gesetzentwurf zur Struktur des Krypto-Marktes bezeichnet wird.
Mit dieser Gesetzgebung soll festgelegt werden, wie US-Regulierungsbehörden Handelsplattformen, Token, Verwahrungsdienste und andere Infrastrukturen überwachen und überwachen würden – im Wesentlichen das Rückgrat eines regulierten Ökosystems für digitale Vermögenswerte.
Die Verhandlungen scheiterten jedoch an einer zentralen Frage: ob es regulierten Börsen erlaubt sein sollte, renditeträchtige Belohnungen für Stablecoin-Bestände anzubieten.
Banken und große Finanzinstitute argumentieren, dass diese Belohnungen unregulierten einlagenähnlichen Produkten ähneln, die Gelder von FDIC-versicherten Konten abziehen könnten, was möglicherweise die Kreditvergabe und die Finanzstabilität gefährden könnte.
Kryptofirmen – darunter große Emittenten wie Circle und Coinbase – solchen Anreizen entgegenwirken sind von entscheidender Bedeutung für wettbewerbsorientierte Märkte und für die Benutzerakzeptanz von digitalem Geld.
Der aktuelle vorläufige Deal, der zwischen Senatoren und dem Weißen Haus ausgehandelt wird, zielt auf einen Mittelweg ab, der möglicherweise aktivitätsbasierte Belohnungen zulässt und gleichzeitig den passiven Ertrag einschränkt, in der Hoffnung, dass der Senatsausschuss bis April Maßnahmen ergreifen kann. Ob dieser Kompromiss sowohl von Banken als auch von Kryptowährungen unterstützt wird, wird für die Zukunft der US-amerikanischen Regulierung digitaler Vermögenswerte von entscheidender Bedeutung sein.

