Chinas Dienstleistungssektor befindet sich weiterhin im Aufschwung, verlangsamt sich jedoch. Die Inlandsnachfrage stützt das Wachstum, während schwache Exporte, sinkende Beschäftigung und Preisnachlässe auf eine schwächere Grunddynamik hinweisen.
Zusammenfassung:
- Der PMI für den chinesischen Dienstleistungssektor sinkt auf 52,1 (vorher 56,7), was immer noch expansiv ist
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Das Wachstum verlangsamt sich gegenüber dem 33-Monats-Hoch vom Februar deutlich
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Die Inlandsnachfrage bleibt der wichtigste Konjunkturmotor
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Neue Exportaufträge rutschen wieder ab
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Die Beschäftigung sinkt den zweiten Monat in Folge
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Der Kostendruck bleibt moderat, sodass die Unternehmen die Preise senken können
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Das Geschäftsvertrauen bleibt trotz schwächerer Dynamik positiv
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Der zusammengesetzte PMI verlangsamt sich ebenfalls, bleibt aber im Wachstumsbereich
Anfang dieser Woche:
Chinas Dienstleistungssektor expandierte im März weiter, obwohl sich das Wachstumstempo nach der starken Leistung im Februar deutlich abschwächte, wobei die Binnennachfrage vor dem Hintergrund schwächerer externer Bedingungen die wichtigste Stütze war.
Der RatingDog China General Services PMI lag bei 52,1 und damit unter dem 33-Monats-Hoch von 56,7 im Februar, was auf eine langsamere, aber immer noch solide Ausweitung der Aktivität hindeutet. Der Sektor befindet sich nun seit über drei Jahren im Wachstumsbereich und spiegelt einen anhaltenden Erholungstrend wider.
Der Neugeschäftseingang stieg weiter an und verlängerte die aktuelle Expansionssequenz auf 39 aufeinanderfolgende Monate. Allerdings verlangsamte sich das Wachstumstempo auf den niedrigsten Stand seit April 2025, was auf einen Schwächungsverlust nach dem Anstieg im Vormonat hindeutet. Die Befragten führten neue Aufträge vor allem auf eine stärkere Inlandsnachfrage zurück, darunter eine verbesserte Kundenbasis und neue Projektaktivitäten.
Dagegen schwächte sich die Auslandsnachfrage ab. Die neuen Exportaufträge rutschten nach dem Wachstum zu Beginn des Jahres wieder in den Rückgangsbereich ab, was die anhaltende Fragilität der globalen Nachfragebedingungen verdeutlicht.
Trotz des anhaltenden Anstiegs des Neugeschäfts und des Arbeitsrückstands reduzierten die Unternehmen den Personalbestand im zweiten Monat in Folge. Der Stellenabbau war moderat, erreichte aber das höchste Tempo seit sechs Monaten, was auf Maßnahmen zur Kostenkontrolle, Umstrukturierungen und die Nichtersetzung ausscheidender Mitarbeiter zurückzuführen ist.
Im Hinblick auf die Preisgestaltung wies der Bericht auf eine deutlich andere Dynamik im Vergleich zu anderen Regionen hin. Die Inputkosten stiegen nur geringfügig und blieben unter dem langfristigen Durchschnitt, was es den Unternehmen ermöglichte, ihre Verkaufspreise zu senken, um die Nachfrage zu stützen. Die Produktionsentgelte sanken zum dritten Mal in vier Monaten, was auf Wettbewerbsdruck und eine gedämpfte Preissetzungsmacht hinweist.
Mit Blick auf die Zukunft blieb die Geschäftsstimmung insgesamt positiv, gestützt durch die Erwartung besserer Marktbedingungen und Expansionspläne. Die Kombination aus verlangsamtem Wachstum, schwacher Auslandsnachfrage und anhaltendem Beschäftigungsrückgang lässt jedoch darauf schließen, dass der Erholungspfad trotz anhaltender Expansion ungleichmäßiger verläuft.

