Algorand [ALGO] verzeichnete am vergangenen Tag bei Redaktionsschluss einen Rückgang um 10 %, als sich der Markt anpasste. Diese Bewegung könnte den Beginn eines umfassenderen Rückgangs markieren, basierend auf den im Diagramm beobachteten technischen Mustern.
Andere Faktoren, insbesondere die Aktivität auf dem Perpetual-Futures-Markt, dürften eine wichtige Rolle bei der Erhöhung des Drucks und der Ausweitung des aktuellen Abwärtstrends spielen.
Bollinger-Bänder signalisieren weiteren Abwärtstrend
Bollinger-Bänder, ein Indikator zur Beurteilung, ob ein Vermögenswert über- oder unterbewertet ist und gleichzeitig potenzielle Unterstützungs- und Widerstandsniveaus identifiziert, deuten darauf hin, dass ein weiterer Abwärtstrend unmittelbar bevorsteht.
Dieser Ausblick folgt ALGOs Ablehnung am oberen Band (rot), das als Widerstand fungierte und eine Überbewertungszone signalisierte, was den Preis nach unten drückte. Solche Ablehnungen treiben den Preis typischerweise in Richtung des mittleren Bandes oder der neutralen Zone, die blau markiert ist, wie dies in der Vergangenheit bereits mehrfach der Fall war.

Bemerkenswerterweise hat sich der Preis dieser mittleren Region noch nicht angenähert. Die Lücke zwischen dem aktuellen Preis von 0,677 US-Dollar und dem Mittelband impliziert einen potenziellen weiteren Rückgang von etwa 10 %. Die Wahrscheinlichkeit eines anhaltenden Abwärtstrends wird durch den trendbasierten Indikator, den Average Directional Index (ADX), weiter gestützt, der bei sinkenden Preisen einen Aufwärtstrend aufweist.
ADX misst die Trendstärke. Wenn er steigt, während der Preis sinkt, deutet dies darauf hin, dass sich der vorherrschende Abwärtstrend verstärkt und möglicherweise anhält.
Der Terminmarkt erhöht den Druck
Die Aktivität am Terminmarkt hat die Preisstabilität nicht unterstützt und deutet stattdessen auf eine Beschleunigung des Rückgangs hin.
Am vergangenen Tag verzeichnete der Markt einen erheblichen Kapitalabfluss, wobei mehr als 6,5 Millionen US-Dollar aus den unbefristeten Verträgen von ALGO ausstiegen, da der allgemeine Zyklus schwächer wurde.


Dieser Abfluss geht mit einer starken Verschiebung der Positionierung einher. Zum Zeitpunkt der Drucklegung ist der Open Interest Weighted Funding Rate in den letzten 24 Stunden von 0,0073 % auf 0,0027 % gesunken, was einen Rückgang der Long-Positionen widerspiegelt. Dieser Trend deutet auf einen Anstieg der Short-Positionen bei ALGO hin, ein typisches Signal, wenn Händler mit einem weiteren Abwärtstrend rechnen.
Zum Vergleich: Zwischen dem 7. und 8. April behielt ALGO einen optimistischen Ausblick bei. Allerdings haben Leerverkäufer Recht behalten und der Preis ist in den letzten 24 Stunden gefallen. Spot-Investoren scheinen die wichtigste Gruppe zu sein, die den weiteren Abwärtstrend abmildern kann, auch wenn am Derivatemarkt weiterhin Short-Positionen aufgebaut werden.
Allein am vergangenen Tag verzeichnete der Spotmarkt trotz des Preisrückgangs fast 496.000 US-Dollar an Zuflüssen in ALGO, was auf eine Akkumulation auf niedrigeren Niveaus hindeutet. Dies ist Teil eines umfassenderen Trends. In der vergangenen Woche haben Spot-Investoren kontinuierlich ALGO angehäuft, wobei die Gesamtkäufe 1,98 Millionen US-Dollar erreichten.


Damit beläuft sich der durchschnittliche tägliche Nettozufluss zum Zeitpunkt des Schreibens auf etwa 396.000 US-Dollar.
Eine anhaltende Akkumulation am Spotmarkt könnte dazu beitragen, den Abwärtstrend von ALGO abzufedern. Wenn der Kaufdruck weiterhin stark bleibt, kann er die Verluste begrenzen oder sogar eine Trendwende auslösen, bevor der prognostizierte Rückgang vollständig zum Tragen kommt.
Abschließende Zusammenfassung
- ALGO könnte einen weiteren Rückgang um 10 % verzeichnen, da die Indikatoren auf eine Annäherung an den fairen Wert hindeuten.
- Perpetual-Händler könnten den anhaltenden Ausverkauf verstärken, während Spot-Investoren den Rückgang offenbar als Abschlag betrachten und weiterhin ALGO akkumulieren.

