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Der April ist ein Monat, in dem viele Anleger nach Ideen für die neue 20.000-Pfund-Aktien-ISA-Zulage suchen. Und da der immer wiederkehrende Iran-Krieg täglich zu massiver Volatilität führt, mangelt es nicht an Anlagemöglichkeiten.
Eine der größten Ursachen des Nahostkonflikts – aufgrund des Gespensts höherer Zinssätze – war der Small-Cap-Sektor. Viele Aktien hier sind im bisherigen Jahresverlauf um 20 % oder mehr gefallen.
Hier sind zwei fallende Small-Cap-Aktien, die einen Blick wert sind.
Aufstrebende soziale Reiseplattform
Hostelworld (LSE:HSW) ist eine Online-Buchungsplattform für Hostels und Budget-Hotels. Dies macht es natürlich bei jungen und Alleinreisenden sehr beliebt.
Die Aktie ist im bisherigen Jahresverlauf um 20 % und über zwei Jahre um 40 % gefallen, was einem Wert von 125 Mio. £ entspricht Marktkapitalisierung.
Das offensichtliche kurzfristige Risiko besteht hier in einem Anstieg der Inflation. Dies könnte Druck auf die diskretionären Ausgaben ausüben und zu weniger Reisen und weniger Buchungen führen. Unterdessen ist der eingeschränkte Luftraum im Nahen Osten nicht ideal für weltweite Reisen.
Was meiner Meinung nach jedoch an Hostelworld unterschätzt wird, ist die Tatsache, dass es sich im Stillen in ein soziales Netzwerk verwandelt. Reisende, die auf der Plattform buchen, können anderen, die im selben Hostel übernachten, Nachrichten senden und mit ihnen interagieren sowie Treffen planen und buchen.
Dies unterscheidet Hostelworld nicht nur von größeren Konkurrenten BuchungAußerdem führt es zu mehr Folgegeschäften und einer stärkeren Loyalität der Nutzer. Es besteht auch das Potenzial, die Marketingkosten in Zukunft zu senken, da mehr Reisende direkt über die App statt über eine Google-Suche buchen.
Hostelworld beendete das Jahr 2025 mit über 3,4 Millionen sozialen Mitgliedern. Seit dem Start im Jahr 2022 haben sie 16 Millionen Chatnachrichten gesendet und 17 Millionen Mal gebucht. Das fängt also wirklich an, sich durchzusetzen.
Mit Blick auf die Zukunft könnte dieses Netzwerk noch viel größer werden, da die Plattform (gegen Gebühr) soziale Funktionen auch für Nicht-Hostelworld-Reisende öffnet. Da dies in Zukunft skaliert, könnte sich ein großes Monetarisierungspotenzial ergeben.
Das Attraktivste hier ist die ultragünstige Bewertung, da die Aktie zum 8,4-fachen des diesjährigen prognostizierten Gewinns gehandelt wird. Im Jahr 2027 sinkt dieser Wert auf nur noch 6,8, da der Nettogewinn von 2025 bis dahin voraussichtlich um rund 170 % steigen wird.
Das ist noch nicht alles. Das Unternehmen hat mit der Zahlung einer Dividende (die es während der Pandemie gestrichen hat) und des Forwards begonnen Dividendenrendite beträgt 3,5 %.
Schließlich sehen City-Analysten hier einen großen Wert. Das durchschnittliche Kursziel von sechs Brokern liegt bei 183 Pence – rund 83 % höher als der aktuelle Preis!
Schnell wachsendes Zahlungsnetzwerk
Die zweite günstige Small-Cap-Aktie ist Smartphone-Zahlungserleichterer Boku (LSE: BUCH). Der 517-Millionen-Pfund-Fintch ist seit Oktober um 29 % eingebrochen.
Doch das Unternehmen, das sich selbst als „Zahlungsnetzwerk, dem Technologiegiganten vertrauen„, wächst gut. Und sein Netzwerk umfasst mittlerweile über 300 Zahlungsmethoden weltweit und ermöglicht es Händlern, Transaktionen mit mobilen Nutzern ohne Bankverbindung abzuwickeln.
Im vergangenen Jahr stieg der Umsatz um 30 % auf 128,8 Mio. US-Dollar, während das bereinigte EBITDA um 36 % auf 41,3 Mio. US-Dollar stieg. Mit Blick auf die Zukunft prognostiziert das Management mittelfristig ein Wachstum von mehr als 20 %, da lokale Zahlungen über Smartphones in Südostasien und Lateinamerika stark ansteigen.
Auch hier besteht das Hauptrisiko in einem weltweiten Wirtschaftsabschwung, ausgelöst durch steigende Energiekosten. Dies könnte zu einer Verlangsamung des Zahlungsvolumens führen.
Allerdings wird die Aktie mit dem 16,7-fachen der für 2027 prognostizierten Gewinne gehandelt. Für ein zunehmend profitables und wachstumsstarkes Unternehmen sieht das günstig aus.

