Wichtige Erkenntnisse:
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Die Tiefe des Bitcoin-Orderbuchs ist seit September 2025 um 50 % gesunken, was auf einen erheblichen Rückgang der Gesamtmarktliquidität hindeutet.
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Indikatoren deuten darauf hin, dass die aktuelle Marktfragilität eher auf die jüngsten Trends im Jahr 2026 als auf den Flash-Crash im Jahr 2025 selbst zurückzuführen ist.
Bitcoin (BTC) und die Kryptomärkte erlitten am 10. Oktober 2025, also vor genau 6 Monaten, einen massiven Schlag. Dieser verheerende Flash-Absturz machte einen Rekord zunichte 19 Milliarden US-Dollar an gehebelten Positionen während einige Altcoins um 40 bis 80 % einbrachen. Viele Händler spekulierten, dass mehrere Market Maker ausgelöscht worden seien, während andere der Binance-Börse eklatante Manipulationen vorwarfen.
Hat sich die Struktur des Kryptomarktes nach dem Crash im Oktober 2025 tatsächlich verändert, und was hat sich in Bezug auf Liquidität, Derivatemärkte und institutionelle Kennzahlen geändert?
Die gesamte Auftragsbuchtiefe von Bitcoin schwankte im September 2025 typischerweise zwischen 180 und 260 Millionen US-Dollar und schwankte im September 2025 zwischen 180 und 260 Millionen US-Dollar. An den meisten Tagen gab es satte 90 Millionen US-Dollar an Geboten, aber das war am 10. Oktober 2025 nicht der Fall. Eine Mischung aus technischen Problemen bei Binance und Automatischer Schuldenabbau an dezentralen Börsen führte zu einem vorübergehenden Liquiditätsengpass.
Während des Flash-Crashs geriet die Orderbuchtiefe von Bitcoin in eine Abwärtsspirale und stabilisierte sich bis Mitte November 2025 bei etwa 150 Millionen US-Dollar. Derzeit übersteigt die Orderbuchtiefe von Bitcoin selten 130 Millionen US-Dollar, was einem Rückgang von 50 % gegenüber dem Niveau vom September 2025 entspricht.
Die ohnehin schon fragilen Marktbedingungen verschlechterten sich im Februar 2026 weiter. Die Orderbuchtiefe von Bitcoin sank fast zehn Tage lang unter 60 Millionen US-Dollar, da der Preis darum kämpfte, das Niveau von 65.000 US-Dollar zu halten. Das Volumen des Kryptowährungsmarktes ging erheblich zurück, insbesondere auf den Derivatemärkten.

Das Volumen der Kryptowährungsderivate schwankte in den letzten 30 Tagen zwischen 40 und 130 Milliarden US-Dollar und blieb damit hinter der im September 2025 üblichen Marke von 200 Milliarden US-Dollar zurück. Dennoch ist die geringere Nachfrage nach Terminkontrakten nicht unbedingt ein rückläufiger Indikator, da Long-Positionen (Käufer) und Short-Positionen (Verkäufer) jederzeit ausgeglichen sind.
Die Nachfrage nach bullischer Hebelwirkung bleibt schwach, die ETF-Volumina bleiben zurück
Der Bitcoin-Perpetual-Futures-Finanzierungssatz kann zur Beurteilung der Risikobereitschaft von Händlern verwendet werden.

Unter normalen Bedingungen sollte der Indikator zwischen 6 % und 12 % liegen, um die Kapitalkosten auszugleichen. Eine übermäßige Nachfrage nach rückläufiger Hebelwirkung kann den Indikator unter 0 % drücken, was bedeutet, dass Shorts diejenigen sind, die dafür zahlen, ihre Positionen offen zu halten. Die Daten deuten auf stabile Bedingungen im November 2025 hin, gefolgt von einem starken Rückgang im Februar 2026.
Kurioserweise wurden die Volumina der in den USA notierten Spot-Bitcoin-Exchange-Traded-Fonds (ETFs) durch den Flash-Crash vom 10. Oktober 2025 nicht beeinträchtigt. Tatsächlich stieg die Aktivität in diesen Instrumenten bis Ende November mit 11,5 Milliarden US-Dollar pro Tag auf den höchsten Stand seit 20 Monaten.
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Zwischen Januar und März 2026 wurden Bitcoin-ETFs regelmäßig mit Volumina von über 4 Milliarden US-Dollar pro Tag gehandelt, fielen jedoch in der ersten Aprilwoche schließlich unter 3,3 Milliarden US-Dollar. Ebenso das in den USA notierte Ether (ETH) Das durchschnittliche tägliche Volumen der ETFs sank von 2 Milliarden US-Dollar im September 2025 auf 1 Milliarde US-Dollar.
Orderbuchtiefe, Finanzierungsrate, Derivate und ETF-Volumina deuten alle darauf hin, dass der Kryptowährungsmarkt im April 2026 im Vergleich zu sechs Monaten zuvor deutlich weniger gesund sein wird. Angesichts der Tatsache, dass die Marktstruktur bis Februar 2026 relativ stabil blieb, scheint die Relevanz des Flash-Crashs vom 10. Oktober 2025 jedoch viel geringer zu sein als bisher angenommen.
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