Ein starker Rückgang der schwimmenden Lagerbestände spiegelt die Wiederaufnahme der Bewegung der Tanker aus dem Nahen Osten nach den Nachrichten über einen Waffenstillstand wider, was auf eine nachlassende Störung hindeutet. Aufgrund der Entwicklungen am Wochenende und des erneuten zugrunde liegenden geopolitischen Risikos sind die Daten bereits veraltet.
- Massiver Wasser-/Wasserverbrauch im schwimmenden Speicher (-47,2 mmb), während die Flüsse im Nahen Osten wieder aufgenommen werden (Daten über Vortexa)
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Waffenstillstand und Gespräche zwischen den USA und dem Iran lösten die Bewegung zuvor gestrandeter Tanker aus
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Der Nahe Osten ist für den Großteil des Rückgangs verantwortlich (-46,17 mmb)
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Die Signale verschieben sich von Störung → teilweise Normalisierung in der Öllogistik
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Wichtiger Echtzeitindikator für Angebotsknappheit bzw. -lockerung
Vortexa-Daten zeigen einen starken Rückgang der schwimmenden Rohöllagerung im Wochenvergleich, was auf eine deutliche Verschiebung der globalen Ölströme nach der Ankündigung eines zweiwöchigen Waffenstillstands und dem Beginn der Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran hinweist. Die schwimmende Lagerung, definiert als Rohöl, das auf Tankschiffen auf See gelagert und nicht an Raffinerien geliefert wird, sank in der Woche bis zum 10. April um 47,2 Millionen Barrel auf 91,28 Millionen Barrel.
Der Schritt stellt eine dramatische Kehrtwende im Vergleich zur Vorwoche dar, als die Lagerbestände auf revidierte 138,48 Millionen Barrel angestiegen waren, was weitreichende Störungen auf den Exportrouten im Nahen Osten widerspiegelt. Der jüngste Rückgang war überwiegend auf den Nahen Osten zurückzuführen, wo die schwimmenden Lagerbestände um 46,17 Millionen Barrel auf nur noch 8,85 Millionen Barrel sanken. Dies deutet darauf hin, dass ein großer Teil der zuvor gestrandeten Tanker, die auf dem Höhepunkt der Störung in Hormuz ihre Ladung nicht löschen konnten, nun wieder in Bewegung geraten sind.
Andernorts verzeichnete Asien einen moderateren Rückgang um 3,86 Millionen Barrel, was auf eine allmähliche Beseitigung der Überlastung in wichtigen Nachfragezentren hindeutet. Im Gegensatz dazu verzeichnete die US-Golfküste einen geringeren Abfluss von 1,61 Millionen Barrel, wobei die erhöhten Werte immer noch anhaltende Engpässe widerspiegeln, darunter venezolanische Ladungen, die auf die Löschung oder Umleitung warten.
Floating Storage ist ein genau beobachteter Echtzeit-Indikator für das Gleichgewicht auf dem Ölmarkt. Steigende Volumina deuten typischerweise auf ein Überangebot, logistische Störungen oder eine schwache Nachfrage hin, während sinkende Mengen auf verbesserte Ströme und eine stärkere Endnachfrage hinweisen. Während des jüngsten Konflikts nahm die schwimmende Lagerung stark zu, da die Exporte eingeschränkt waren und Tanker praktisch zu temporären Lagereinheiten wurden.
Der jüngste Rückgang deutet darauf hin, dass die logistischen Einschränkungen zumindest vorübergehend nachlassen. Angesichts des fragilen Waffenstillstands und ungelöster geopolitischer Spannungen könnte sich die Verbesserung jedoch als nur von kurzer Dauer erweisen.
Die Daten liegen vor
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Die schwimmende Rohöllagerung von Vortexa bezieht sich auf eine von Vortexa erstellte Schätzung darüber, wie viel Rohöl auf Tankern auf See gelagert wird, anstatt in Häfen oder Raffinerien geliefert zu werden. In der Praxis bedeutet dies, Schiffe wie VLCCs und Suezmax-Tanker zu verfolgen, die mit Rohöl beladen sind, ihre Ladung aber nicht aktiv löschen. Diese Schiffe werden praktisch zu temporären Lagereinheiten, häufig aufgrund logistischer Engpässe, schwacher Nachfrage oder Störungen, die eine normale Lieferung verhindern.
Die Daten selbst werden mithilfe von Satellitenortung, AIS-Schiffssignalen und Verhaltensanalysen erstellt, um festzustellen, ob sich ein Schiff auf der Durchreise befindet, wartet oder als Lager genutzt wird. Aus diesem Grund liefern die Schätzungen von Vortexa nahezu in Echtzeit einen Überblick über die weltweiten Ölströme, was besonders wertvoll ist, da offizielle Bestandsdaten häufig verzögert oder unvollständig sind.
Aus Marktsicht ist die schwimmende Lagerung ein nützlicher Indikator für das Gleichgewicht zwischen Angebot und Nachfrage. Wenn die Volumina steigen, ist das typischerweise ein Signal dafür, dass Öl kein Zuhause findet, sei es aufgrund eines Überangebots, einer schwachen Nachfrage oder physischer Störungen in der Lieferkette. Wenn umgekehrt die schwimmende Lagerung zurückgeht, deutet dies darauf hin, dass die Ladung bewegt wird, die Nachfrage gedeckt wird und der Markt angespannter wird.
Im aktuellen geopolitischen Umfeld ist es besonders wichtig geworden. Spitzen in der schwimmenden Lagerung können darauf hindeuten, dass Tanker aufgrund von Konflikten oder Einschränkungen gestrandet sind oder nicht entladen werden können, während starke Rückgänge, wie der kürzlich beobachtete, darauf hindeuten, dass diese Einschränkungen nachlassen und sich die Flüsse normalisieren. Oder war es gewesen.

