Die neuen Yuan-Kredite für den Monat März beliefen sich auf 2,99 Billionen Yen und blieben damit hinter den Schätzungen von 3,4 Billionen Yen zurück. Damit beläuft sich die gesamte Neuvergabe von Bankkrediten im ersten Quartal 2026 auf rund 8,6 Billionen Yen. Die Gesamtsumme dort bedeutet einen Rückgang gegenüber dem ersten Quartal 2025 um rund 9,8 Billionen Yen.
Typischerweise erleben wir im ersten Quartal des Jahres einen starken Kredit- und Liquiditätsschub in der chinesischen Wirtschaft. Denn die Regierung möchte sicherstellen, dass die Finanzmarkttransmission und die Kreditbedingungen ausreichend sind, insbesondere mit Blick auf das neue Mondjahr.
Daher ist es gelinde gesagt enttäuschend, dass die Zahl hier unter dem Wert des ersten Quartals des letzten Jahres liegt. Es könnte jedoch auf eine Reihe von Dingen hinweisen.
Das erste ist eine Verschiebung des politischen Schwerpunkts Pekings hin zur Eindämmung finanzieller Risiken. Dies war vor ein paar Jahren noch der Fall, als man einen Ausgleich zwischen Bemühungen zum Schuldenabbau und der Aufrechterhaltung der Wirtschaft finden musste. Allerdings liegt der Fokus in letzter Zeit stark auf Letzterem, da die politischen Entscheidungsträger ihr Bestes geben, um die Inlandsnachfrage anzukurbeln.
Es liegt also entweder daran, dass die Instrumente der PBOC hinsichtlich ihrer Wirkung eine geringere Effizienz aufweisen und/oder die Inlandsnachfrage die Kreditförderung der Regierung und der lokalen Finanzinstitute nicht aufnimmt.
Ich irre eher in Richtung Letzteres und die Situation wird sich nicht verbessern, wenn Haushalte und Unternehmen angesichts der steigenden Energiepreise noch weiter zu kämpfen haben. Neben Japan ist China ein weiteres Land, das von der faktischen Schließung der Straße von Hormus hart getroffen wird. Denn sie waren im Laufe der Jahre auf einen beträchtlichen Teil der Ölimporte aus dem Iran (~15 %) selbst angewiesen.

