Der Goldpreis (XAU/USD) bleibt praktisch unverändert und liegt zum Zeitpunkt des Schreibens am Freitag bei 4.790 US-Dollar und weist keine klare Tendenz auf, nachdem er sich von seinem Einmonatshoch von zuvor 4.871 US-Dollar erholt hat diese Woche. Die Edelmetalle konsolidieren am Freitag ihre jüngsten Gewinne, unterstützt durch eine leichte Schwäche des US-Dollars, während die Anleger auf die Entwicklung der Friedensgespräche zwischen den USA und dem Iran warten.
Nachricht aus dem Iran und den USA gehen auseinander, aber der Markt hält an den positiven Äußerungen von US-Präsident Donald Trump fest. Er kündigte am Donnerstag einen zehntägigen Waffenstillstand zwischen dem Libanon und Israel an und bekräftigte, dass ein Abkommen mit dem Iran „sehr nah“ sei, was die Erwartungen hinsichtlich der Friedensgespräche, die an diesem Wochenende in Pakistan wieder aufgenommen werden, gestärkt hat.
Reuters hat jedoch einen Bericht unter Berufung auf iranische Quellen veröffentlicht, der darauf hindeutet, dass Verhandlungsführer aus den USA und dem Iran ihre Erwartungen an ein dauerhaftes Friedensabkommen zurückgefahren haben und nun ein „vorübergehendes Memorandum“ anstreben, um eine weitere Eskalation des Konflikts zu verhindern.
Technische Analyse: Indikatoren deuten auf eine schwächere Aufwärtsdynamik hin
XAU/USD bewegt sich knapp unter der Obergrenze der Handelsspanne der letzten zwei Wochen zwischen 4.600 und 4.850 US-Dollar, obwohl die technischen Indikatoren im Vier-Stunden-Chart eine nachlassende Aufwärtsdynamik anzeigen. Der Relative Strength Index (RSI) flirtet mit der 50-Linie und zeigt einen Mangel an Richtungsdruck, während die Moving Average Convergence Divergence (MACD) negativ ist und abnimmt. All dies deutet auf eine nachlassende Aufwärtsdynamik hin und lässt nach Gold anfällig für eine weitere Konsolidierung.
Der erste Widerstand entsteht an der horizontalen Barriere über 4.850 US-Dollar, die die Bullen am 8., 15. und 16. April begrenzte. Eine Aufwärtsbewegung darüber bringt den vorherigen Unterstützungs-Widerstand direkt über 5.000 US-Dollar in den Fokus. Weiter oben wäre das nächste Ziel das Hoch vom 10. März bei 5.238 $.
Auf der anderen Seite bremsen die Tiefststände von Mittwoch und Donnerstag bei etwa 4.775 US-Dollar vorerst Abwärtsversuche aus. Das wichtigste Unterstützungsniveau liegt jedoch am unteren Ende der jüngsten Spanne um 4.600 US-Dollar. Eine Bestätigung hier unten widerlegt die kurzfristige optimistische Einschätzung und legt die Tiefststände vom 26. März im Bereich von 4.350 $ offen.
(Die technische Analyse dieser Geschichte wurde mit Hilfe eines KI-Tools verfasst.)
Gold-FAQs
Gold hat in der Geschichte der Menschheit eine Schlüsselrolle gespielt, da es häufig als Wertaufbewahrungsmittel und Tauschmittel genutzt wurde. Abgesehen von seinem Glanz und seiner Verwendung für Schmuck gilt das Edelmetall derzeit weithin als sicherer Hafen, was bedeutet, dass es in turbulenten Zeiten als gute Investition gilt. Gold gilt weithin auch als Absicherung gegen Inflation und Währungsabwertungen, da es nicht auf einen bestimmten Emittenten oder eine bestimmte Regierung angewiesen ist.
Zentralbanken sind die größten Goldbesitzer. In ihrem Ziel, ihre Währungen in turbulenten Zeiten zu stützen, neigen Zentralbanken dazu, ihre Reserven zu diversifizieren und Gold zu kaufen, um die wahrgenommene Stärke der Wirtschaft und der Währung zu verbessern. Hohe Goldreserven können eine Vertrauensquelle für die Zahlungsfähigkeit eines Landes sein. Laut Daten des World Gold Council haben die Zentralbanken ihre Reserven im Jahr 2022 um 1.136 Tonnen Gold im Wert von rund 70 Milliarden US-Dollar erhöht. Dies ist der höchste jährliche Kauf seit Beginn der Aufzeichnungen. Zentralbanken aus Schwellenländern wie China, Indien und der Türkei erhöhen rasch ihre Goldreserven.
Gold weist eine umgekehrte Korrelation zum US-Dollar und zu US-Staatsanleihen auf, die sowohl wichtige Reserven als auch sichere Häfen darstellen. Wenn der Dollar abwertet, steigt der Goldpreis tendenziell, was es Anlegern und Zentralbanken ermöglicht, ihre Vermögenswerte in turbulenten Zeiten zu diversifizieren. Gold korreliert auch umgekehrt mit Risikoanlagen. Eine Rally am Aktienmarkt schwächt tendenziell den Goldpreis, während Ausverkäufe in risikoreicheren Märkten tendenziell das Edelmetall begünstigen.
Der Preis kann aufgrund einer Vielzahl von Faktoren schwanken. Geopolitische Instabilität oder die Angst vor einer tiefen Rezession können aufgrund seines Status als sicherer Hafen schnell zu einer Eskalation des Goldpreises führen. Als ertragsloser Vermögenswert tendiert Gold dazu, bei niedrigeren Zinssätzen zu steigen, während höhere Geldkosten normalerweise das gelbe Metall belasten. Dennoch hängen die meisten Bewegungen davon ab, wie sich der US-Dollar (USD) verhält, wenn der Vermögenswert in Dollar (XAU/USD) bewertet wird. Ein starker Dollar hält den Goldpreis tendenziell unter Kontrolle, wohingegen ein schwächerer Dollar den Goldpreis wahrscheinlich in die Höhe treiben wird.

