Willkommen zu einer weiteren Nebel-des-Kriegs-Woche. Die aktuelle Situation hat sich nach dem Optimismus Ende letzter Woche verschlechtert. Wochenende:
Der Iran hat die Kontrolle über die Straße von Hormus in den letzten 24 bis 48 Stunden wieder verschärft und damit eine kurze Wiedereröffnung während des jüngsten Waffenstillstandsfensters praktisch rückgängig gemacht und die Pattsituation zwischen den USA und dem Iran wieder auf Eskalationsgebiet gebracht.
Regionalen Schifffahrtsberichten und Sicherheitsquellen zufolge haben die iranischen Streitkräfte erneut Transitbeschränkungen verhängt und Schiffe vor unbefugter Durchfahrt gewarnt. Teheran erklärte, die Wasserstraße werde gesperrt bleiben, bis die Vereinigten Staaten ihre Seeblockade gegen iranische Häfen aufheben. Der Schritt unterstreicht die verhärtete Haltung Irans trotz laufender diplomatischer Kanäle.
Die Spannungen wurden durch direkte Zwischenfälle auf See verstärkt. Es gab mehrere Berichte, wonach Einheiten der iranischen Revolutionsgarde Warnschüsse auf mindestens zwei Handelsschiffe abgefeuert hätten, die versuchten, unkoordiniert die Meerenge zu durchqueren. Berichten zufolge handelte es sich bei einem Vorfall um einen Öltanker, während in einem anderen Bericht ein Containerschiff erwähnt wurde. Beide Schiffe änderten anschließend ihren Kurs. Es liegen keine bestätigten Berichte über angefahrene Schiffe vor, aber die Begegnungen reichten aus, um den Verkehr abzuschrecken.
Infolgedessen sind die Schifffahrtsströme durch Hormuz stark zurückgegangen, und mehrere Tankerbetreiber haben die Einfahrt entweder verzögert oder, wo möglich, umgeleitet. Auch die Versicherungsprämien für Kriegsrisiken sind erheblich gestiegen, was die Durchreise durch den Engpass weiter erschwert.
Die Position Washingtons bleibt unverändert: Die USA halten an ihrer Seeblockade gegen iranische Ölexporte fest und argumentieren, dass sie bestehen bleiben wird, bis eine umfassendere Einigung erzielt wird. Dadurch sind beide Seiten in einer Rückkopplungsschleife gefangen: Der Druck der USA schränkt die iranischen Exporte ein, und der Iran reagiert mit der Bedrohung oder Einschränkung eines der wichtigsten Energiekorridore der Welt.
Es ist eine äußerst instabile Situation, wir werden weiterhin den Krieg der Tweets und den Krieg auf See beobachten.
Anzeichen dafür, dass der USD steigt, und wenn in den kommenden Stunden die „Risikomärkte“ öffnen, werden sie fallen:
Iran schien zu erwarten, dass die Ankündigung einer Wiederöffnung der Meerenge die USA dazu veranlassen würde, ihre Blockade zu lockern, was jedoch nicht geschah, da der Schritt an Bedingungen geknüpft war. Das Hin und Her wird wahrscheinlich weitergehen. Dabei handelt es sich im Wesentlichen um Verhandlungen, die in Echtzeit stattfinden.
Wie Sie sehen, sind die Zuflüsse in den USD nicht übermäßig hoch, was darauf zurückzuführen ist, dass die „Verhandlungen in Echtzeit ablaufen“ und nicht, dass es wieder zu einem offenen Krieg kommt.

