Da sich Kapital zunehmend in der Kette bewegt, überlegen Institutionen nun, was den Basiszinssatz für die On-Chain-Finanzierung definieren wird.
Beim Vault Summit in Cannes wurde ein Panel moderiert von Redwan Meslem des Enterprise Ethereum Alliance brachte Führungskräfte zusammen, darunter Merlin-Gleichheit von Morpho, Rafael Mastroberardino von Franklin Templeton, Paul-Adrien Hypopolite von SpitzeUnd Lancelot de Ferrière von Hili.
Das Panel diskutierte, wie On-Chain-Geldmarktfonds und Kredittresore um institutionelles Kapital konkurrieren und wie Institutionen die Allokation bewerten, wenn Rendite-, Liquiditäts- und Risikoprofile voneinander abweichen.
Die Diskussion ging über die Rendite hinaus und befasste sich mit Infrastruktur, Risikorahmen und betrieblichen Einschränkungen, die bestimmen, ob diese Produkte eine groß angelegte institutionelle Allokation unterstützen können.
Zum jetzigen Zeitpunkt sind wir uns bewusst, dass das institutionelle Ethereum vom Experimentieren zur Produktion übergeht.
Die Tokenisierung ist nicht mehr die primäre Einschränkung; Die Herausforderung liegt nun in den weiteren Schritten.
Von der Tokenisierung bis zur Zuteilung
Der Markt verlagert sich von der Schaffung von Vermögenswerten hin zur Nutzung von Vermögenswerten. „Jetzt ist es super einfach, Vermögenswerte zu tokenisieren … aber was dann? Was machen Sie mit diesem Vermögenswert?“
Dies ist die Herausforderung, der sich Institutionen derzeit stellen. Die Tokenisierung sorgt für die Darstellung, während die Infrastruktur die Benutzerfreundlichkeit bestimmt.
Diese Unterscheidung ist von entscheidender Bedeutung: Vermögenswerte gewinnen nur dann an Bedeutung, wenn sie innerhalb institutioneller Systeme zugewiesen, integriert und verwaltet werden können.
Unterschiedliche Instrumente, unterschiedliche Basiszinssätze
Die On-Chain-Märkte fragmentieren in mehrere Basiszinssätze, anstatt sich auf einen einzigen Benchmark zu konzentrieren.
„Es gibt eine Renditekurve, die sich aus kryptobesicherten Krediten ableitet … und die sich von der Renditekurve des traditionellen Finanzwesens unterscheidet. Die beiden werden wahrscheinlich nicht konvergieren.“
Dieser Wandel verändert die Herangehensweise der Institutionen an das Cash-Management.
- Tokenisierte Geldmarktfonds: Stabilität und Vorhersehbarkeit
- On-Chain-Kredittresore: marktorientierte Rendite und Flexibilität
Diese Produkte sind nicht austauschbar, sondern stellen unterschiedliche Infrastrukturschichten dar, die jeweils unterschiedliche Aufgaben erfüllen.
Risiko wird programmatisch.
Die On-Chain-Infrastruktur ermöglicht einen präziseren Ansatz zur Risikomodellierung.
„Risiko ist ein Spektrum.“
Dieses Maß an Präzision ist für die institutionelle Allokation von entscheidender Bedeutung.
Anstelle allgemeiner Kategorien kann das Risiko durch Sicherheiten definiert werden, die vom Markt isoliert und durch die Infrastruktur durchgesetzt werden.
Dieser Übergang verlagert das Risikomanagement von der Richtlinie zum Systemdesign.
Effizienz ohne zusätzliches Risiko
On-Chain-Infrastruktur generiert keinen Ertrag; es optimiert den vorhandenen Ertrag.
„Wenn der Token tatsächlich der Vermögenswert ist … Es sollte keinen Risikoaufschlag geben. Blockchain macht es einfach viel effizienter.“
Dies ist ein grundlegender Punkt für die institutionelle Übernahme:
• Die Rendite bleibt an die zugrunde liegenden Vermögenswerte gebunden
• Infrastruktur verbessert den Zugang und die Kapitaleffizienz
In der Praxis führt dies zu weniger Vermittlern, einer schnelleren Abwicklung und einer besseren Nutzung der Sicherheiten.
In manchen Fällen kann dies die Erträge schmälern, was eher auf effizientere Märkte als auf eine Schwäche hindeutet.
Transparenz und institutionelle Anforderungen
On-Chain-Systeme bieten eine verbesserte Sichtbarkeit.
„Echtzeittransparenz zu schaffen … ist tatsächlich sehr wertvoll.“
Es bleiben jedoch institutionelle Zwänge bestehen:
„Kein Schatzmeister möchte, dass alle seine Informationen einfach dem Markt zur Verfügung stehen.“
Diese Spannung unterstreicht die Notwendigkeit einer Weiterentwicklung der Infrastruktur.
Institutionelles Ethereum erfordert Transparenz bei der Verifizierung und Datenschutz bei der Ausführung. Die Behebung dieses Problems ist für die Produktionsbereitstellung von entscheidender Bedeutung.
Integration ist der eigentliche Engpass.
Die primäre Einschränkung ist die Integration, nicht das Produktdesign.
„Sie möchten kein separates Protokoll oder eine neue Infrastruktur verwenden. Sie möchten es gerne in ihren eigenen Systemen haben.“
Dies ist der entscheidende Faktor für den Erfolg der Einführung.
Institutionen benötigen Kompatibilität mit bestehenden Systemen, standardisierte Schnittstellen und vorhersehbares Verhalten der Infrastruktur. Ohne diese Elemente können selbst hochwertige Produkte nicht skalieren.
Die Rolle von Standards und Koordination
Da mehrere Instrumente um die Festlegung des Basiszinssatzes konkurrieren, ist Konsistenz von entscheidender Bedeutung.
Dies ist nicht nur ein Marktproblem, sondern auch eine Koordinierungsherausforderung.
Ohne gemeinsame Standards, interoperable Infrastruktur und abgestimmtes Systemdesign können Institutionen keine Zuweisungen in großem Maßstab vornehmen.
Der Enterprise Ethereum Alliance geht dieses Problem an, indem es Unternehmen koordiniert, Standards definiert und institutionelles Ethereum in die Produktion ermöglicht.
Was das für das institutionelle Ethereum bedeutet
Die Frage ist nicht mehr, ob sich das Kapital in der Kette bewegen wird. Der Fokus liegt nun darauf, wie das Kapital auf konkurrierende Infrastrukturebenen verteilt wird. Der Ertrag allein entscheidet nicht über das Ergebnis.
Was zählt ist:
- Zuverlässigkeit,
- Integration,
- Standards,
- und institutionelle Passung.
Die Enterprise Ethereum Alliance bringt Vermögensverwalter, Banken, Infrastrukturanbieter und Protokollteams zusammen, um die Standards zu definieren, die diesen Übergang ermöglichen.

