Die Krypto-Bildungsseite XWIN Research Japan hat eine anhaltende Divergenz zwischen der Bitcoin-Spotnachfrage und der Positionierung von Derivaten aufgedeckt. Diese Divergenz deutet auf eine sich entwickelnde Struktur des Bitcoin-Marktes hin und liefert entscheidende Erkenntnisse für langfristiges Wachstum.
Bitcoin-Spot-ETFs verzeichnen seit Februar stetige Nettozuflüsse
In einem QuickTake-Beitrag Auf CryptoQuant betont das Bildungsinstitut XWIN Research Japan, dass die ETF-Zuflüsse von Spot Bitcoin seit Ende Februar recht stark waren. Laut einer Gruppe von Krypto-Experten verzeichneten diese ETFs wöchentlich Nettozuflüsse in Höhe von etwa 1 Milliarde US-Dollar, wobei irgendwann an neun aufeinanderfolgenden Tagen positive Renditen erzielt wurden. Bemerkenswert ist, dass dieser Trend positiver ETF-Zuflüsse bis in den April hinein anhielt, wobei die Bitcoin-ETFs am Freitag Nettozuflüsse von etwa 14,45 Millionen US-Dollar verzeichneten. Gleichzeitig verzeichneten die Ethereum-ETFs Nettoeinlagen in Höhe von rund 23,38 Millionen US-Dollar.
Laut der Krypto-Forschungsgruppe bestätigt dies, dass trotz der aktuellen Unsicherheiten die institutionelle Nachfrage auf dem Markt robust ist. XWIN Research Japan stellt fest, dass die Werte des Coinbase Premium Index ebenfalls im positiven Bereich geblieben sind, was den wachsenden Aufwärtsdruck seitens institutioneller Anleger in den USA weiter verstärkt. Da dieser positive Trend auch seit Anfang April anhält, erklärt das Analyseunternehmen, dass er eine breitere strukturelle Erholung widerspiegelt.
Die rückläufige Derivate-Stimmung erhöht das Short-Squeeze-Potenzial
Während Institutionen aktiv Bitcoin akkumulieren, stellt XWIN Research Japan fest, dass die Derivatemärkte aktiv eine gegenteilige Botschaft predigen. Der Analyse der Gruppe zufolge bleiben die Finanzierungsraten negativ, was darauf hindeutet, dass Bitcoin-Händler ihre Positionen in Erwartung Abwärtsbewegungen stapeln.
Die Krypto-Experten erklären, dass diese pessimistische Stimmung auf einen „Aktualitätsbias“ zurückzuführen sein könnte und darauf abzielt, weitere Verluste nach den jüngsten Volatilitätsspitzen zu vermeiden. Dies könnte jedoch für gehebelte Händler gefährlich sein, da die institutionelle Nachfrage weiter zunimmt.
Wenn diese Divergenz zwischen Institutionen und dem Derivatemarkt auftritt, stellt XWIN Research Japan fest, dass ein typisches Short-Squeeze-Setup entstehen würde. Sollte der Bitcoin-Preis aufgrund der institutionellen Nachfrage weiter steigen, könnten gehebelte Shorts aufgelöst werden.
Zum jetzigen Zeitpunkt wird Bitcoin bei 77.590 US-Dollar gehandelt, wobei die Daten von CoinMarketCap einen mageren Anstieg von 0,23 % in den letzten 24 Stunden zeigen. Mittlerweile ist das tägliche Handelsvolumen um 39,19 % zurückgegangen und wird auf 16,37 Milliarden US-Dollar geschätzt.

