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Barclays (LSE:BARC)-Aktien sind im letzten Jahr um unglaubliche 45 % gestiegen. Aber beginnt sich das Blatt zu wenden? Die jüngsten Preisbewegungen deuten darauf hin, dass dies der Fall sein könnte FTSE 100 Der Wert der Bank ist seit Anfang 2026 um 10 % gesunken.
Hier sind drei Gründe, warum der Aktienkurs von Barclays im Mai einbrechen könnte.
1. Kriegssorgen
Der jüngste Absturz von Barclays spiegelt den Beginn des Iran-Krieges wider. Die Folgen für Inflation und Wirtschaftswachstum könnten erheblich sein und werden noch berechnet. Der Konflikt dürfte sich jedoch unter dem Strich erheblich negativ auswirken Privatkundenbanken.
Rivale auf der Hauptstraße Lloyds hat aufgrund der „[deteriorating] Konjunkturaussichten infolge des Nahostkonflikts„, hieß es letzte Woche (29. April). Darin wurde vorausgesagt, dass die britische Wirtschaft im Jahr 2026 nur um 0,5 % wachsen wird, schlechter als die 0,8 %, die der Internationale Währungsfonds (IWF) zwei Wochen zuvor prognostiziert hatte.
In diesem Klima könnte Barclays einen starken Anstieg notleidender Kredite verkraften. Es könnte auch dazu kommen, dass die Kreditnachfrage langsamer wird oder sich sogar umkehrt, was die Gewinne weiter unter Druck setzt. In den kommenden Monaten könnten hohe Wertminderungen wie bei Lloyds möglich sein.
Die gute Nachricht ist, dass Barclays über ein beträchtliches Engagement in den USA verfügt, um die Probleme im eigenen Land auszugleichen. Und dort beschleunigt sich das Wachstum auf 2 % im ersten Quartal gegenüber 0,5 % im vierten Quartal des Vorjahres. Aber kann das US-BIP mit dem Tempo des Iran-Krieges mithalten? Ich bin mir nicht so sicher.
2. Probleme der Investmentbank
Im Gegensatz zu Lloyds verfügt Barclays über eine große Investmentbank, auf die es zurückgreifen kann, wenn sein Einzelhandelsgeschäft Probleme hat. Die hochmargigen Gebühren, die das Unternehmen erhält, können Einkommen und Cashflows unterstützen. Auch in Zeiten volatiler Finanzmärkte kann die Handelsaktivität zunehmen.
Allerdings könnten sich die Bedingungen hier insgesamt verschlechtern, da die Gesamtwirtschaft Probleme hat. Zu den Risiken gehören:
- Reduzierte Handelsvolumina aufgrund zunehmender Risikoaversion.
- Höheres Ausfallrisiko bei Unternehmenskrediten.
- Schwäche des Aktienmarktes, Reduzierung des verwalteten Vermögens (AUM) und damit der Gebühreneinnahmen.
- Verlangsamte Fusions- und Übernahmeaktivitäten (M&A) und weniger Börsengänge führen zu weiteren negativen Auswirkungen auf die Beratungskosten.
3. Zu teuer?
Meiner Ansicht nach besteht eine große Diskrepanz zwischen dem Ausmaß dieser Bedrohungen und der aktuellen Bewertung von Barclays. Bei 431,5 Pence, die der Bank Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV). liegt 9-mal über dem langjährigen Durchschnitt von etwa 7. Und das erhöht die Wahrscheinlichkeit einer Preiskorrektur.
Das Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) ist zwar nicht übermäßig hoch, aber mit steigenden Risiken könnte es immer schwieriger werden, einen Aufschlag zu rechtfertigen. Und vor allem, wenn man die anderen massiven Gefahren berücksichtigt, mit denen die Bank heute konfrontiert ist, wie die wachsende Beliebtheit von Challenger-Banken und einen anhaltenden Abschwung am Immobilienmarkt.
Positiv zu vermerken ist, dass die steigende Inflation dem Unternehmen Aufwärtspotenzial bieten könnte. Warum? Wenn die Zinssätze angehoben werden, um Preissteigerungen zu kontrollieren, erhalten die Nettozinsmargen (NIMs) der Banken einen großen Schub. Aber alles in allem könnte es für Barclays und seine Aktien noch viel schwieriger werden. Ich würde lieber andere FTSE 100-Aktien zum Kauf finden.

