Das USD/CHF-Paar bleibt während der frühen europäischen Sitzung am Montag stabil bei 0,7870. Das Paar notiert derzeit nahe dem höchsten Stand seit dem 30. April, gestützt durch einen stärkeren US-Dollar (USD). Händler werden die Entwicklungen im Zusammenhang mit den Konflikten zwischen den USA und dem Iran genau beobachten.
Die letzte Woche veröffentlichten US-Inflationsberichte, die unerwartet heiß ausfielen, haben den Markt dazu veranlasst, potenzielle USA einzupreisen Federal Reserve (Fed) führt später in diesem Jahr Zinserhöhungen durch, die den Greenback stützen. Laut dem CME FedWatch-Tool preisen die Finanzmärkte derzeit eine Wahrscheinlichkeit von fast 48,4 % für eine Zinserhöhung durch die Fed ein Tarife auf seiner Dezembersitzung um mindestens 25 Basispunkte (bps), verglichen mit 14,3 % vor einer Woche.
US-Präsident Donald Trump warnte den Iran am Sonntag, dass die „Uhr tickt“, da die Gespräche zur Beendigung des Krieges ins Stocken geraten seien. Unterdessen berichteten iranische Medien, die USA hätten bei ihrer Reaktion auf Teherans jüngste Vorschläge zur Beendigung des Konflikts keine konkreten Zugeständnisse gemacht.
Ein fehlender Kompromiss seitens Washington und Anzeichen eines anhaltenden Konflikts könnten den USD gegenüber dem Schweizer Franken (CHF) in naher Zukunft aufwerten. Die Analysten von RBC Capital Markets stellten fest, dass der USD besser vor globalen Energieschocks geschützt ist als der CHF, da die USA als Netto-Ölexporteur agieren.
Häufig gestellte Fragen zum Schweizer Franken
Der Schweizer Franken (CHF) ist die offizielle Währung der Schweiz. Sie gehört zu den zehn meistgehandelten Währungen weltweit und erreicht ein Volumen, das die Größe der Schweizer Wirtschaft bei weitem übersteigt. Sein Wert wird unter anderem durch die allgemeine Marktstimmung, die wirtschaftliche Verfassung des Landes oder die Maßnahmen der Schweizerischen Nationalbank (SNB) bestimmt. Zwischen 2011 und 2015 war der Schweizer Franken an den Euro (EUR) gekoppelt. Die Wechselkursbindung wurde abrupt aufgehoben, was zu einer Wertsteigerung des Frankens um mehr als 20 % führte und zu Turbulenzen auf den Märkten führte. Auch wenn die Bindung nicht mehr in Kraft ist, korrelieren die CHF-Vermögen aufgrund der hohen Abhängigkeit der Schweizer Wirtschaft von der benachbarten Eurozone tendenziell stark mit denen des Euro.
Der Schweizer Franken (CHF) gilt als sicherer Hafen bzw. als eine Währung, die Anleger in Zeiten angespannter Märkte tendenziell kaufen. Dies liegt an der wahrgenommenen Stellung der Schweiz in der Welt: Eine stabile Wirtschaft, ein starker Exportsektor, hohe Zentralbankreserven oder eine langjährige politische Haltung zur Neutralität in globalen Konflikten machen die Landeswährung zu einer guten Wahl für risikoscheue Anleger. Turbulente Zeiten dürften den Wert des CHF gegenüber anderen Währungen stärken, deren Anlage als riskanter angesehen wird.
Die Schweizerische Nationalbank (SNB) trifft sich viermal im Jahr – einmal im Quartal, seltener als andere große Zentralbanken –, um über die Geldpolitik zu entscheiden. Die Bank strebt eine jährliche Inflationsrate von weniger als 2 % an. Wenn die Inflation über dem Zielwert liegt oder in absehbarer Zukunft voraussichtlich über dem Zielwert liegen wird, wird die Bank versuchen, den Preisanstieg durch eine Erhöhung ihres Leitzinses einzudämmen. Höhere Zinssätze wirken sich im Allgemeinen positiv auf den Schweizer Franken (CHF) aus, da sie zu höheren Renditen führen und das Land für Investoren attraktiver machen. Im Gegenteil tendieren niedrigere Zinssätze dazu, den CHF zu schwächen.
Die Veröffentlichung makroökonomischer Daten in der Schweiz ist für die Beurteilung der Wirtschaftslage von entscheidender Bedeutung und kann sich auf die Bewertung des Schweizer Frankens (CHF) auswirken. Die Schweizer Wirtschaft ist im Großen und Ganzen stabil, aber jede plötzliche Veränderung des Wirtschaftswachstums, der Inflation, der Leistungsbilanz oder der Währungsreserven der Zentralbank kann zu Schwankungen des CHF führen. Im Allgemeinen sind ein hohes Wirtschaftswachstum, eine niedrige Arbeitslosigkeit und ein hohes Vertrauen gut für den CHF. Wenn umgekehrt die Wirtschaftsdaten auf eine Abschwächung der Dynamik hindeuten, dürfte der CHF abwerten.
Als kleine und offene Volkswirtschaft ist die Schweiz stark von der Gesundheit der benachbarten Volkswirtschaften der Eurozone abhängig. Die Europäische Union im weiteren Sinne ist der wichtigste Wirtschaftspartner der Schweiz und ein wichtiger politischer Verbündeter. Daher ist die makroökonomische und geldpolitische Stabilität in der Eurozone für die Schweiz und damit für den Schweizer Franken (CHF) von wesentlicher Bedeutung. Angesichts dieser Abhängigkeit deuten einige Modelle darauf hin, dass die Korrelation zwischen dem Schicksal des Euro (EUR) und des CHF mehr als 90 % oder nahezu perfekt beträgt.

