Mit dem Auslaufen der Bitcoin-Optionen reduzierten Händler das Risiko, wobei die Daten von Greeks.live auf schwache Aktivität, geringere implizite Volatilität und eine defensive Positionierung hindeuteten.
Zusammenfassung
- Greeks.live sagte, am Freitag seien 21.000 Bitcoin-Optionen mit einem Nennwert von 1,6 Milliarden US-Dollar abgelaufen.
- Die Aktivität der Ethereum-Optionen kühlte ab, als 129.000 Kontrakte ausliefen, wobei ETH unter dem maximalen Schmerzniveau lag.
- Eine geringere implizite Volatilität und defensive Walgeschäfte deuten auf einen schwächeren Appetit hin, nachdem die Bitcoin-Rallye ins Stocken geraten ist.
Laut Greeks.live sind am 22. Mai 21.000 Bitcoin-Optionen abgelaufen, die ein Put-Call-Verhältnis von 0,66, ein maximales Schmerzniveau von 78.500 US-Dollar und einen Nominalwert von 1,6 Milliarden US-Dollar aufweisen. Die Daten zeigten außerdem, dass 129.000 Ethereum-Optionen abgelaufen waren, mit einem Put-Call-Verhältnis von 0,92, einem maximalen Schmerzniveau von 2.200 US-Dollar und einem Nominalwert von 280 Millionen US-Dollar.
Der Ablauf erfolgte, nachdem die anderthalbmonatige Rallye von Bitcoin an Schwung verloren hatte. Bitcoin (BTC) wurde am 22. Mai bei etwa 77.500 US-Dollar gehandelt, während Ethereum (ETH) lag laut Daten von crypto.news bei knapp 2.130 US-Dollar. Dadurch näherte sich Bitcoin dem maximalen BTC-Schmerzniveau und Ethereum lag unter seinem ETH-Niveau.
Händler zeigen weniger Risikobereitschaft
Greeks.live sagte, die Marktaktivität sei diese Woche gedämpft geblieben. Weniger als 5 % der Bitcoin-Optionen verfielen, während die wöchentliche Abwicklung von Ethereum ebenfalls nur etwa 5 % der offenen Positionen ausmachte. Der kleinere Anteil deutet auf einen kürzeren Ablauf im Vergleich zu größeren monatlichen Abwicklungsereignissen hin.
Das Unternehmen sagte, das BTC-Abwicklungsvolumen sei bescheiden und das maximale Schmerzniveau liege nahe am Spotpreis. Dies machte den Gamma- und Pin-Effekt kurz vor dem Verfallsdatum deutlicher sichtbar, da Händler beobachteten, ob Bitcoin vor der Abrechnung in der Nähe des 78.500-Dollar-Bereichs bleiben würde.
Unterdessen schwächte sich auch der Optionsfluss von Ethereum ab. Greeks.live sagte, dass das ETH-Abwicklungsvolumen etwa die Hälfte des Niveaus der letzten Woche betrug, während der Spotpreis unter dem maximalen Schmerzniveau von 2.200 US-Dollar blieb. Daher konzentrierten sich die Händler darauf, ob ETH nach einer schwachen Woche wieder in die Abwicklungszone zurückkehren könnte.
Das Unternehmen fügte hinzu, dass der kurze Anstieg der Ethereum-Optionsaktie in diesem Monat beendet sei. Darin hieß es: „Die IV dürfte kurzfristig nach der Einigung sinken.“ Die Aussage deutet auf eine vorsichtige Sichtweise und nicht auf eine bestätigte Marktbewegung hin.
Eine geringere Volatilität prägt die nächste Entwicklung
Greeks.live sagte, der Skew sei weiterhin leicht zurückgegangen, während die implizite Volatilität bei den wichtigsten Laufzeiten gesunken sei. Die implizite Volatilität von Bitcoin fiel bei wichtigen Begriffen unter 35 %, während die von Ethereum unter 50 % fiel, wobei kurzfristig ein Rückgang erwartet wird.
Das passt zum breiteren Bild des Optionsmarktes. Verwandte Berichte notiert dass das offene Interesse an Bitcoin-Optionen von Deribit am 21. Mai 31,3 Milliarden US-Dollar erreichte, während ein größerer Verfall am 29. Mai Kontrakte im Wert von 6,25 Milliarden US-Dollar und ein maximales Schmerzniveau von 75.000 US-Dollar mit sich bringt.
Auch frühere Marktabdeckung zeigte das gleiche Kühlmuster. Rund 25.000 Bitcoin-Optionen im Wert von mehr als 2 Milliarden US-Dollar sind am 15. Mai ausgelaufen, wobei Händler trotz eines niedrigeren Put-Call-Verhältnisses auf das kurzfristige Abwärtsrisiko achten.
Derzeit führen strukturierte Geschäfte das Volumen an, während Wale weiterhin kostengünstigen Schutz aufbauen. Greeks.live sagte, die Volatilitätserwartungen seien weiterhin niedrig und die Marktbegeisterung sei schwächer als erwartet. Dabei liegt der Fokus weiterhin darauf, ob Bitcoin die aktuelle Unterstützung verteidigen oder in Richtung niedrigerer Optionsausschläge abdriften kann.

