Norman Liebke und Carsten Fritsch von der Commerzbank betonen, dass Brent und europäisches Gas aufgrund der erneuten Spannungen zwischen den USA und dem Iran gestiegen sind, die Preisreaktionen jedoch gedämpfter ausfallen, da Lagerbestände und umgeleitete Ströme die Engpässe lindern. Kommende UVP, OPEC und IEA-Berichte sowie chinesische Handelsdaten werden die Ölentwicklung leiten Ausblickwobei schwächere chinesische Rohölimporte als potenzielle Belastung für die Preise angesehen werden.
Knappe Lagerbestände versus nachlassende Nachfragesignale
„Da sich die Hoffnungen auf eine Einigung zwischen den USA und dem Iran erneut zerschlugen, stiegen die Preise für Brent-Rohöl und europäisches Erdgas leicht an diese Woche. Auffällig war jedoch, dass der Preis für Brent-Rohöl deutlich verhaltener reagierte als auf ähnliche Entwicklungen vor einigen Wochen. Dies lässt sich wahrscheinlich dadurch erklären, dass die Ölvorräte länger als erwartet reichen, auch wenn die Lagerbestände einiger Ölprodukte bereits deutlich zurückgegangen sind.“
„Darüber hinaus wurde die durch die Schließung der Straße von Hormus entstandene Lücke zwischen Angebot und Nachfrage nicht nur durch den Abbau von Lagerbeständen geschlossen, sondern in erheblichem Maße auch durch die Umleitung von Ölexporten, eine geringere Nachfrage und die Freigabe von Ölreserven.“
„Auf dem Ölmarkt dürften auch die chinesischen Außenhandelsdaten – insbesondere die Rohölimporte und die Exporte von Erdölprodukten – für Aufsehen sorgen. Diese sind zuletzt deutlich gesunken, was laut Kpler einer der Hauptgründe dafür ist, dass sich die Preisunterschiede zwischen Rohölqualitäten und Erdölprodukten zuletzt deutlich verringert haben.“
„Nächste Woche wird die US Energy Information Administration (EIA) ihren Monatsbericht veröffentlichen und in ihrem Short-Term Energy Outlook (STEO) Prognosen für Ölangebot und -nachfrage bis Ende 2027 veröffentlichen. Zuletzt wurde für März und April ein Rückgang der täglichen globalen Ölproduktion um etwa 10,5 Millionen Barrel pro Tag gemeldet.“
„Gleichzeitig ist es fraglich, ob die EIA ihre Prognosen für die US-Rohölproduktion anheben wird, obwohl die Bohraktivität in den USA in den letzten Wochen aufgrund des höheren Ölpreisniveaus spürbar zugenommen hat. Im STEO-Bericht wird auch auf die US-amerikanische LNG-Exportkapazität eingegangen.“
(Dieser Artikel wurde mit Hilfe eines Tools für künstliche Intelligenz erstellt und von einem Redakteur überprüft.)

