Der Silberpreis (XAG/USD) sinkt und fordert am Freitag den 200-Tage-SMA (Simple Moving Average) nahe 67,79 US-Dollar heraus, da das weiße Metall einen Tagesverlust von fast 8 % verzeichnet und angesichts eines stärker als erwartet ausfallenden US-amerikanischen Nonfarm-Payrolls-Berichts kurz davor steht, die Woche mit einem Minus von fast 10 % zu beenden.
XAG/USD-Preisprognose: Technischer Ausblick
Silber hat seine Verluste ausgeweitet diese Wocheund erreichte ein Neun-Wochen-Tief von 68,03 $, da die Verkäufer den 200-Tage-SMA anvisieren. Das am Relative Strength Index (RSI) gemessene Momentum zeigt, dass die Verkäufer das Sagen haben, wenn sich der Index dem überverkauften Bereich nähert.
Wenn XAG/USD unter den 200-Tage-SMA fällt, wäre das nächste Interessengebiet das Swing-Tief vom 23. März von 61,01 US-Dollar vor der psychologischen Marke von 60,00 US-Dollar. Unterhalb dieses Bereichs wäre die nächste Unterstützung das Tief vom 13. November, das sich in eine Unterstützung bei 54,39 $ verwandelte.
Für eine zinsbullische Umkehr liegt der erste Widerstand von Silber bei der Marke von 70,00 $. Oberhalb dieses Niveaus ist der nächste Widerstand der Tiefstwiderstand vom 28. Mai bei 71,79 US-Dollar, gefolgt vom psychologischen Niveau von 75,00 US-Dollar. Ein Durchbruch des letzteren wird den 50-Tage-SMA bei 76,17 US-Dollar freilegen.
XAG/USD-Preisdiagramm – täglich
Häufig gestellte Fragen zu Silber
Silber ist ein unter Anlegern stark gehandeltes Edelmetall. In der Vergangenheit wurde es als Wertaufbewahrungsmittel und Tauschmittel genutzt. Obwohl es weniger beliebt ist als Gold, können Händler auf Silber zurückgreifen, um ihr Anlageportfolio zu diversifizieren, wegen seines inneren Wertes oder als potenzielle Absicherung in Zeiten hoher Inflation. Anleger können physisches Silber in Münzen oder Barren kaufen oder es über Vehikel wie Exchange Traded Funds handeln, die seinen Preis auf internationalen Märkten verfolgen.
Der Silberpreis kann aufgrund einer Vielzahl von Faktoren schwanken. Geopolitische Instabilität oder die Angst vor einer tiefen Rezession können aufgrund seines Status als sicherer Hafen zu einer Eskalation des Silberpreises führen, wenn auch in geringerem Maße als bei Gold. Als ertragsloser Vermögenswert tendiert Silber dazu, bei niedrigeren Zinssätzen zu steigen. Seine Bewegungen hängen auch davon ab, wie sich der US-Dollar (USD) verhält, wenn der Vermögenswert in Dollar (XAG/USD) bewertet wird. Ein starker Dollar hält den Silberpreis tendenziell in Schach, während ein schwächerer Dollar die Preise wahrscheinlich in die Höhe treiben wird. Andere Faktoren wie die Investitionsnachfrage, das Bergbauangebot – Silber kommt viel häufiger vor als Gold – und Recyclingquoten können sich ebenfalls auf die Preise auswirken.
Silber wird in der Industrie häufig verwendet, insbesondere in Bereichen wie Elektronik oder Solarenergie, da es eine der höchsten elektrischen Leitfähigkeiten aller Metalle aufweist – mehr als Kupfer und Gold. Ein Anstieg der Nachfrage kann die Preise erhöhen, während ein Rückgang sie tendenziell senkt. Auch die Dynamik in den Volkswirtschaften der USA, Chinas und Indiens kann zu Preisschwankungen beitragen: In den USA und insbesondere in China verwenden ihre großen Industriesektoren Silber in verschiedenen Prozessen; In Indien spielt auch die Nachfrage der Verbraucher nach dem Edelmetall für Schmuck eine entscheidende Rolle bei der Preisgestaltung.
Der Silberpreis folgt tendenziell den Bewegungen von Gold. Wenn der Goldpreis steigt, folgt Silber in der Regel diesem Beispiel, da ihr Status als sicherer Hafen ähnlich ist. Das Gold/Silber-Verhältnis, das die Anzahl der Unzen Silber angibt, die erforderlich sind, um den Wert einer Unze Gold zu erreichen, kann dabei helfen, die relative Bewertung beider Metalle zu bestimmen. Einige Anleger betrachten eine hohe Quote möglicherweise als Indikator dafür, dass Silber unterbewertet oder Gold überbewertet ist. Im Gegenteil könnte ein niedriges Verhältnis darauf hindeuten, dass Gold im Vergleich zu Silber unterbewertet ist.

