Der EURUSD rutscht weiter ab, nachdem er unter eine wichtige Unterstützungszone zwischen 1,15768 und 1,15872 gefallen ist. Diese Untergrenze hatte sich seit dem 20. Mai gehalten, wobei das Paar an vier verschiedenen Handelstagen zwischen dem 20. und 28. Mai in diesem Bereich Unterstützung fand. Der entscheidende Durchbruch unter diese Zone verschob die technische Tendenz stärker zu Gunsten der Verkäufer.
Die Abwärtsbewegung begann heute früher, als das Paar in schneller Folge mehrere wichtige technische Niveaus unterschritt, darunter den gleitenden 200-Stunden-Durchschnitt bei 1,1628, den gleitenden 100-Stunden-Durchschnitt bei 1,1620 und eine aufwärtsgerichtete Trendlinie nahe 1,1600. Diese Brüche öffneten die Tür für eine verstärkte Abwärtsdynamik.
Wenn man tiefer schaut, liegt das nächste wichtige Ziel beim Tief vom 6. April bei 1,15046. Eine Bewegung unter dieses Niveau würde dazu führen, dass sich Händler auf den Bereich von 1,1450 konzentrieren, wobei das Tief von 2026 bei 1,14089 ein bedeutenderes Abwärtsziel darstellt.
Grundsätzlich wird dieser Schritt durch einen starken Anstieg der Renditen von US-Staatsanleihen nach dem stärker als erwartet ausgefallenen US-Arbeitsmarktbericht vorangetrieben. Die 10-Jahres-Rendite ist um 6,3 Basispunkte gestiegen, während die 2-Jahres-Rendite um 11,7 Basispunkte gestiegen ist, was zur Stützung des US-Dollars beiträgt. Die Beschäftigungsdaten sorgen auch im Vorfeld der ersten FOMC-Sitzung des Fed-Vorsitzenden Kevin Warsh am 16. und 17. Juni für zusätzliche Spannung. Erinnern Sie sich daran, dass drei politische Entscheidungsträger bei der letzten Sitzung anderer Meinung waren und die Beseitigung der Lockerungsvoreingenommenheit befürworteten. Angesichts der anhaltend starken Arbeitsmarktlage und der zunehmenden Auswirkungen höherer Ölpreise auf die Inflationserwartungen könnte sich die Debatte zunehmend dahingehend verlagern, ob die Politik eine neutrale Haltung einnehmen oder sogar eine restriktivere Haltung andeuten sollte, anstatt eine Lockerungsneigung beizubehalten.

