Wichtige Erkenntnisse:
- Bitcoin-Derivate zeigen eine schwache Überzeugung mit einer Futures-Basis von 2 % und einer erhöhten Prämie für Put-Optionen, was Vorsicht signalisiert.
- Institutionelle Käufe über ETF-Zuflüsse in Höhe von 86 Millionen US-Dollar sowie die laufende Akkumulation von Strategy (MSTR US) wirken der Angst des Marktes entgegen.
Bitcoin (BTC) sprang auf über 67.000 US-Dollar, nachdem US-Präsident Donald Trump am späten Sonntag ein Waffenstillstandsabkommen mit dem Iran angekündigt hatte. Trotz dieses kurzfristigen Optimismus zeigen die Derivatekennzahlen, dass Kryptohändler weiterhin äußerst skeptisch sind, was Bedenken aufkommen lässt, dass diese plötzliche Rallye eine massive Bullenfalle sein könnte.
Brent-Rohöl (links) vs. Nasdaq 100 Index (rechts). Quelle: TradingView
Rohöl der Sorte Brent fiel am Montag auf ein 100-Tage-Tief, während der Nasdaq-Index um 3 % zulegte. Aufgrund des Fehlens einer endgültigen Frist und klarer operativer Details für die Reedereien blieben Bitcoin-Händler jedoch vorsichtig Friedensabkommen mit dem Iranobwohl für diesen Freitag eine vorläufige Einigung erwartet wird.

Bitcoin-2-Monats-Futures-Basiszinssatz. Quelle: Leichtigkeit
Die annualisierte Prämie (Basiszinssatz) der Bitcoin-Futures lag am Montag bei 2 %, was auf einen Mangel an Nachfrage nach gehebelten bullischen Positionen hindeutet. Dieser Indikator hat es seit über drei Monaten nicht geschafft, die neutrale Schwelle von 4 % zu durchbrechen, was die -24 %-Performance von Bitcoin seit Jahresbeginn widerspiegelt. Dennoch überraschte der tägliche Anstieg von Bitcoin um 4 % die Leerverkäufer und löste Liquidationen in Höhe von 210 Millionen US-Dollar aus.
Der Bitcoin-Preis wird durch Spot-ETF-Zuflüsse und Strategieübernahmen gestützt
Ein Teil der optimistischen Stimmung war auf die Nettozuflüsse von 86 Millionen US-Dollar in in den USA notierte Spot-Bitcoin-Exchange-Traded-Fonds (ETFs) am Freitag zurückzuführen. Obwohl dieser Zufluss positiv war, reichte er bei weitem nicht aus, um die starken Nettoabflüsse in Höhe von 730 Millionen US-Dollar seit dem 5. Juni umzukehren. ETF-Aktivitäten werden weithin als Indikator für die institutionelle Nachfrage angesehen, Bullen warten wahrscheinlich auf eine stärkere Bestätigung.

Skew der 30-Tage-Optionen von Bitcoin (Put-Call). Quelle: Laevitas
Die schwache Überzeugung der Bullen zeigte sich auch auf dem Optionsmarkt, wo Händler den Schutz vor Abwärtsrisiken aktiv vermieden. Bitcoin-Put-Optionen (Verkaufsoptionen) wurden mit einem Aufschlag von 16 % gegenüber Call-Instrumenten (Kauf) gehandelt, was ein klares Warnsignal für Abwärtsängste darstellt. Diese Krypto-Schwäche fiel noch deutlicher auf, als der Nasdaq-100-Index zulegte und nur 1 % unter seinem Allzeithoch notierte.
Die Skepsis der Händler wird auch durch widersprüchliche Behauptungen über künftige Schifffahrtszölle im Iran geschürt, insbesondere da das aktuelle Abkommen nur ein Zeitfenster von zwei Monaten vorsieht. nach zu Yahoo Finance. Unterdessen finden Aktienanleger anderswo viele Gründe für Optimismus, wobei der Sektor der künstlichen Intelligenz durch den rekordverdächtigen Börsengang von SpaceX (SPCX US) einen massiven Aufschwung erhält.

Bitcoin-Treasury-Ranking börsennotierter Unternehmen, BTC. Quelle: CoinGecko
SpaceX, das von Elon Musk gegründete Kraftpaket für Luft- und Raumfahrt und künstliche Intelligenz, hat sich kürzlich beim größten Börsengang der Geschichte 75 Milliarden US-Dollar gesichert. Die SPCX-Aktien stiegen am Montag um 14 % und trieben die Unternehmensbewertung auf gewaltige 2,1 Billionen US-Dollar. Der Multimilliardär ist ein lautstarker Befürworter von Kryptowährungen, und die neuesten SEC-Unterlagen zeigen, dass SpaceX selbst 18.712 Bitcoin in seiner Bilanz hält.
Vorerst behalten die Bitcoin-Bären die Kontrolle, da die anhaltende Schwäche auf den Derivatemärkten darauf hinweist, dass das Unterstützungsniveau von 60.000 US-Dollar kaum überzeugt ist. Eine nachhaltige Erholung über 70.000 US-Dollar könnte jedoch schnell eintreten, wenn sinkende Ölpreise die Rezessionsrisiken weiter verringern und der Federal Reserve mehr Spielraum für die Umsetzung einer weniger restriktiven US-Geldpolitik geben.
Es gibt hier keine Anzeichen für eine Bullenfalle, insbesondere da Strategy (MSTR US) häuft sich weiterhin aggressiv an Münzen, wodurch die Angst des Marktes vor einer plötzlichen Kapitulation vollständig beseitigt wird.

