Der ehemalige Mitarbeiter der Ethereum Foundation, Trent Van Epps, hat gewarnt, dass Ethereum innerhalb der nächsten drei bis neun Monate mit einer zentralen Entwicklungsfinanzierungslücke konfrontiert sein könnte.
Zusammenfassung
- Van Epps sagt, dass die Kernentwicklung von Ethereum möglicherweise etwa 30 Millionen US-Dollar pro Jahr benötigt, um stabil zu bleiben.
- Er führt den Druck auf die Ausgabenkürzungen von EF und das nun auslaufende Kundenanreizprogramm zurück.
- Die Protocol Guild und neue Institutionen werden als mögliche Wege für die zukünftige Finanzierung der Ethereum-Unterstützung vorgestellt.
In einem neuen Artikelsagte er, das Netzwerk könnte in eine „schleichende Finanzierungskrise“ geraten, da die Stiftung ihre Ausgaben reduziert und ein großes Kundenfinanzierungsprogramm endet.
Van Epps arbeitete von Mai 2021 bis April 2026 bei der Ethereum Foundation. Er konzentrierte sich auf die Koordinierung der Kernentwicklung, die Finanzierung der Protocol Guild und die politische Ökonomie von Ethereum. Seine Kommentare fügen der Debatte darüber, wer die Leute finanzieren soll, die die Basissoftware von Ethereum warten, eine neue Ebene hinzu.
Er schätzte, dass das Kernentwicklungssystem von Ethereum etwa 30 Millionen US-Dollar pro Jahr benötigt, um gesund zu bleiben. Mit diesem Geld werden Kundenteams, Forscher und Koordinierungsgruppen unterstützt, die Upgrades durchführen und die Zuverlässigkeit des Netzwerks gewährleisten.
Der Ablauf des Kundenprogramms erhöht den Druck
Van Epps wies auf zwei Hauptquellen des Drucks hin. Das eine ist die Treasury-Richtlinie der Ethereum Foundation, die darauf abzielt, die jährlichen Ausgaben bis 2030 von 15 % ihres Treasury auf einen Basiswert von 5 % zu senken. Das andere ist das Ende des Client Incentive Program, bekannt als CIP.
Das CIP wurde 2021 ins Leben gerufen, um Kundenteams zu belohnen, die wichtige Ethereum-Software pflegen. Die Ethereum Foundation sagte bei der Einführung, dass die Kundenvielfalt dazu beitrage, das Netzwerk vor Fehlern und Angriffen zu schützen. Im Rahmen des Programms erhielten Kundenteams validatorbasierte Belohnungen, die im Laufe der Zeit freigeschaltet wurden, wenn sie weiterhin die Netzwerkanforderungen erfüllten.
Van Epps sagte, das CIP sei im April 2026 ausgelaufen und es scheine kein Ersatz bereit zu sein. Er argumentierte, dass der Verlust der stabilen Unterstützung erfahrene Entwickler abschrecken könnte. Er warnte auch davor, dass Finanzierungslücken die Bewältigung langfristiger Arbeiten wie Skalierung und quantenbezogener Sicherheitsforschung erschweren könnten.
Die Debatte dreht sich um neue Finanzierungsmodelle
Der Artikel stellte auch die langfristige Rolle der Ethereum Foundation in Frage. Van Epps zitierte Vitalik Buterins Ansicht, dass die Stiftung „nicht als ewiger Verwalter konzipiert“ sei. Er sagte, Institutionen und Finanzierungssysteme müssten möglicherweise mehr Verantwortung übernehmen.
Gabriel Shapiro argumentierte auf X, dass die Protokollfinanzierung möglicherweise Governance-Strukturen erfordert, über die Ethereum nicht verfügt. Van Epps antwortete dass sein Ziel darin bestand, eine neutrale und stabile Finanzierung für die Hauptbeitragszahler sicherzustellen, und nicht darin, einer Gruppe unkontrollierte Kontrolle zu geben.
Wie zuvor gemeldet Laut crypto.news bereiten die Ethereum-Entwickler bereits umfangreiche technische Arbeiten durch das Glamsterdam-Upgrade vor. Diese Roadmap umfasst Änderungen für die Layer-1-Skalierung, den Blockaufbau und die Gaspreise. Die Finanzierungsdebatte legt nun einen stärkeren Fokus auf die Teams, von denen erwartet wird, dass sie diese Arbeit leisten.
Protocol Guild bleibt Teil der Diskussion
Protocol Guild ist ein bestehender Finanzierungsweg. Gitcoin beschreibt Es handelt sich um einen kollektiven Fonds, der Ethereum Layer 1-Mitwirkende durch langfristige Token-Vesting unterstützt. Der Fonds sendet gespendete Vermögenswerte an aktive Spender und legt keine Protokollprioritäten fest.
Crypto.news berichtete zuvor, dass die Ethereum Foundation im ersten Quartal 2026 Zuschüsse gewährt unterstützt Geth, Erigon, Lighthouse, Validator-Sicherheitstools, Kryptographieforschung und Kerninfrastruktur. Diese Zuschüsse zeigen, dass die Finanzierung fortgesetzt wird, aber Van Epps argumentiert, dass Ethereum dauerhaftere Unterstützungsquellen benötigt.
Die Warnung bedeutet nicht, dass Ethereum vor einem technischen Versagen steht. Es zeigt sich eine wachsende Besorgnis darüber, wie das Netzwerk für Wartung und Upgrades bezahlt. Für Van Epps stellt sich die Frage, ob Ethereum eine gemeinsame Infrastruktur finanzieren kann, ohne die Stiftung zu seinem ständigen Zentrum zu machen.

