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Der Associated British Foods (LSE: ABF) Der Aktienkurs ist heute (8. Januar) im frühen Handel um etwa 11 % eingebrochen FTSE 100 Die Gruppe veröffentlichte ein enttäuschendes Update zum Weihnachtshandel.
Auch wenn eindeutig Probleme einzelner Unternehmen im Spiel sind, betrachte ich dies als mehr als nur eine aktienspezifische Schwankung. Für mich wirft dies eine unangenehme Frage auf: Stellt der kämpfende Verbraucher auf dem Weg ins Jahr 2026 eine größere Bedrohung für die Märkte dar?
Eine harte Festzeit
Das Update deckte die 16 Wochen bis zum 3. Januar ab – ein entscheidendes Handelsfenster für Einzelhändler. Primark, auf das etwa die Hälfte des Konzernumsatzes entfällt, lieferte eine gemischte Leistung ab.
Im Vereinigten Königreich stieg der Umsatz um etwa 3 %, mit einem flächenbereinigten Wachstum von 1,7 % und einigen Marktanteilsgewinnen. Das Management verwies auf eine stärkere Leistung bei Damenbekleidung und anhaltende Investitionen in die Preiswahrnehmung und Click & Collect.
Andernorts verschlechterte sich die Leistung. Der flächenbereinigte Umsatz in Kontinentaleuropa ging um 5,7 % zurück, während der volatile US-Handel das Gesamtwachstum von Primark hinter den Erwartungen zurückblieb, was zu höheren und schwächeren Abschlägen führte Rentabilität.
Mit Blick auf die Zukunft geht das Management nun davon aus, dass das Umsatzwachstum von Primark im ersten Halbjahr 2026 im niedrigen einstelligen Bereich liegen wird, mit einer operativen Marge von etwa 10 %. Das ist kaum inspirierend für ein Unternehmen, von dem viele Anleger hofften, dass es während einer Krise der Lebenshaltungskosten florieren würde.
Auch Lebensmittelunternehmen spüren die Krise
Was mich mehr beunruhigt, ist, dass der Verbraucherdruck nicht nur auf den Einzelhandel beschränkt ist. Auch in den Lebensmittelsparten von ABF war der Handel gemischt, insbesondere in den USA, wo sich die Nachfrage stärker als erwartet abschwächte.
Sowohl im Lebensmittel- als auch im Zutatenbereich geht das Unternehmen nun davon aus, dass der bereinigte Betriebsgewinn moderat unter dem Vorjahresniveau liegen wird. Das ist eine bemerkenswerte Herabstufung, insbesondere angesichts des defensiven Rufs, den viele Lebensmittelmarken genießen. Dies deutet darauf hin, dass Haushalte auch bei den Grundnahrungsmitteln des täglichen Bedarfs wählerischer werden.
Auf Gruppenebene ist das Bild wenig inspirierend. Einnahmen Im Berichtszeitraum ging der Umsatz währungsbereinigt um 1 % zurück, und das Management geht nun davon aus, dass der bereinigte Betriebsgewinn und der Gewinn je Aktie des Konzerns im Jahresvergleich niedriger ausfallen werden.
Ein Warnsignal für 2026?
Einige Einzelhändler, darunter Tesco Und Marks & Spencermeldete einen starken Weihnachtshandel. Allerdings sehe ich darin keinen Beweis für einen gesunden Konsumenten. Vielmehr verdeutlicht es, wie polarisiert die Ausgaben geworden sind, wobei Käufer das Wesentliche und vertrauenswürdige Marken priorisieren, während diskretionäre Ausgaben weiterhin unter Druck stehen.
Ich betrachte ABF seit langem als eine Art Vorreiter für die Verbraucherwirtschaft. Es umfasst die Bereiche hochwertige Mode und Alltagslebensmittel – Bereiche, die theoretisch auch in schwierigen Zeiten widerstandsfähig sein sollten. Die Tatsache, dass beide Seiten des Geschäfts unter Druck stehen, ist bezeichnend.
Die Verbraucher geben zwar immer noch Geld aus, aber sie geben deutlich weniger aus und werden zunehmend vorsichtiger. Das stellt nicht nur für Einzelhändler eine Herausforderung dar, sondern hat auch Auswirkungen auf das Gewinnwachstum in weiten Teilen des Marktes.
Meine Sicht als Aktionär
Ich besitze ABF-Aktien und beabsichtige, diese zu halten. Es bleibt ein gut geführtes, konservativ geführtes Unternehmen mit starken Marken und langfristigem Potenzial. Trotz des starken Rückgangs des Aktienkurses bin ich jedoch nicht versucht, mehr zu kaufen.
Das Update bestärkt mich in meiner Überzeugung, dass der Verbraucher überfordert ist und die Aussichten für 2026 weiterhin schlecht sind. Bis es deutlichere Anzeichen für eine deutliche Erholung der Nachfrage gibt, bin ich froh, in Ruhe zu bleiben – und genau im Auge zu behalten, was ABF uns über den breiteren Markt sagen könnte

