Wichtige Erkenntnisse:
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Anleger verkauften Gold und Anleihen gegen Bargeld, da der kriegsbedingte Ölanstieg und die Inflation eine defensive Markthaltung erzwangen.
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Steigende Renditen und eine Chance auf eine Zinserhöhung um 20 % signalisieren einen angespannten Ausblick und machen Bitcoin angesichts der steigenden US-Schulden anfällig.
Bitcoin (BTC) testete am Montag erneut das Unterstützungsniveau von 67.500 $, eine Bewegung, die mit der stärksten Korrektur des Goldpreises seit über 50 Jahren zusammenfiel. Die Angst vor einem anhaltenden Krieg im Iran und die inflationären Auswirkungen der Ölpreise über 85 US-Dollar veranlassten die Anleger, das Risiko zu reduzieren.
Auch US-Staatsanleihen erlebten in diesem Zeitraum einen Ausverkauf, was darauf hindeutet, dass Händler aggressiv Bargeldpositionen aufgebaut haben. Die Rendite 5-jähriger US-Staatsanleihen stieg auf 4,10 % und markierte damit ein Neunmonatshoch, da Händler höhere Renditen forderten. Da der S&P 500 am Montag den tiefsten Stand seit über sechs Monaten erreichte, deuten die Anzeichen auf einen breiten Ansturm auf Liquidität hin.
Inmitten der wirtschaftlichen Unsicherheit ist Bargeld das A und O, während bei Bitcoin das Risiko weiterer Abwärtsbewegungen besteht
Offenbar beschafften die Anleger Bargeld, um entweder die jüngsten Verluste zu decken oder sich auf weitere Preisrückgänge auf den Risikomärkten vorzubereiten.

Der anhaltende Krieg im Iran ließ die Ölpreise auf über 90 US-Dollar steigen und erzeugte Inflationsdruck. Das Wall Street Journal berichtete, dass die USA planten, etwa 3.000 Soldaten in den Nahen Osten zu entsenden, um dem Einfluss Irans auf die Straße von Hormus entgegenzuwirken. Teil der Rückgang des Goldpreises hing wahrscheinlich damit zusammen, dass die Erwartungen an eine Lockerung der US-Geldpolitik in naher Zukunft nachließen.

Anleihenmarkt-Futures zeigten, dass die implizite Wahrscheinlichkeit, dass der Offenmarktausschuss der US-Notenbank (FOMC) die Zinsen bis Juli anhebt, auf 20,5 % angestiegen ist, verglichen mit 0 % nur eine Woche zuvor. Die Anleger rechneten mit einer Abkühlung des Arbeitsmarktes, da die hohen Zinsen weiterhin die Expansionsanreize der Unternehmen verringerten.
Tech-Aktien fallen, die Inflation schadet den Verbrauchern
US-Gesetzgeber debattierten über zusätzliche 200 Milliarden US-Dollar zur Unterstützung des Krieges im Iran. nach an die Washington Post. Kevin Hassett, Direktor des US National Economic Council, erklärte, dass bereits 12 Milliarden US-Dollar ausgegeben worden seien. Der Gesetzgeber genehmigte den Krieg nicht und der Kongress zeigte wachsendes Unbehagen über die Militärstrategie. nach zu AP.
Unterdessen stieg die Staatsverschuldung der USA auf über 39 Billionen US-Dollar, was die Verbraucher weiter in eine Lebenshaltungskostenkrise trieb. Nach Reuters kam die Angst vor übermäßigen spekulativen Investitionen in den Bereich der künstlichen Intelligenz auf gemeldet dass der ChatGPT-Hersteller OpenAI Private-Equity-Unternehmen eine garantierte Mindestrendite von 17,5 % anbot, während das Unternehmen weitgehend unrentabel blieb.

Einige der weltweit größten Technologieunternehmen mussten in den letzten sechs Wochen Verluste von 10 % oder mehr hinnehmen, darunter Google (GOOG US), Meta (META US) und IBM (IBM US). Ungeachtet der starken Korrektur des Goldpreises befürchteten Händler daher zunehmend das Risiko einer Rezession oder einen Anstieg der Inflation über die 4 %-Rendite festverzinslicher Wertpapiere hinaus.
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Die Kombination aus sinkenden Aktienkursen und anhaltendem Inflationsdruck erklärte, warum Anleger aggressiv nach der Sicherheit von Bargeldpositionen suchten.
Egal günstige Bitcoin-Onchain-KennzahlenDie allgemeinen makroökonomischen Bedingungen blieben für eine nachhaltige Aufwärtsdynamik ungünstig. Der Rückgang des Goldpreises, während Anleger US-Staatsanleihen abzogen, war ein Zeichen der Risikoaversion. Die Wahrscheinlichkeit eines erneuten Tests von 66.000 US-Dollar bleibt eine ernsthafte Bedrohung, zumindest bis Inflation und Kriegskosten die US-Geldpolitik für längere Zeit straff halten.
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