Investing.com – Asiatische Aktien fielen am Montag stark, nachdem die USA und Israel am Wochenende den Iran angegriffen hatten, was die Ölpreise in die Höhe trieb und einen breiteren Ansturm aus dem Risiko und hin zu sicheren Häfen auslöste.
Die regionalen Märkte erlebten einen schwachen Auftakt zur Freitagssitzung an der Wall Street, da die Unsicherheit über künstliche Intelligenz und Zinssätze die US-Aktien belastete. ESH26 fiel um 20:58 ET (01:58 GMT) um 0,6 % und verringerte damit einen Teil ihrer anfänglichen Verluste.
Asiatische Aktien fallen, da Streiks zwischen den USA und dem Iran die Risikoaversion schüren
Der Index von Hongkong und Japan gehörten mit einem Rückgang von 2,4 % bzw. 1,6 % zu den Schlusslichtern in Asien. Die beiden wurden auch durch Verluste bei Technologiewerten unter Druck gesetzt.
Der japanische Index verlor 1,6 %, während der chinesische Index um 0,6 % bzw. 0,5 % fiel.
Der australische Index fiel um 0,5 %, der Singapur-Index verlor 1,8 %, während die Futures für den indischen Index um 0,8 % nachgaben.
Die Märkte fielen auf breiter Front, nachdem die USA und Israel am Wochenende den Iran angegriffen und Hunderte getötet hatten, darunter den Obersten Führer Ayatollah Khamenei und mehrere andere Spitzenbeamte.
Der Iran reagierte mit Angriffen auf mehrere Länder im Nahen Osten und auf US-Stützpunkte in der Region.
Es gab kaum Anzeichen für ein Ende des Konflikts, und die Führer der USA und Israels signalisierten, dass sie den Iran weiterhin angreifen würden. Teheran kündigte zudem erbitterte Vergeltungsmaßnahmen an, wobei der Schwerpunkt auch auf dem Führungswechsel im Land lag.
Die Wochenendstreiks führten am Montag zu einem starken Anstieg der Ölpreise, da die Märkte Versorgungsunterbrechungen im Nahen Osten befürchteten. Höhere Rohölpreise signalisieren auch inflationären Gegenwind für mehrere asiatische Länder, die stark auf Importe des Rohstoffs angewiesen sind.
Tech-Verluste wiegen, Chinas Wirtschaftspolitik im Fokus
Zusätzlich zu geopolitischen Unruhen gerieten die asiatischen Märkte auch durch Verluste bei Technologieaktien unter Druck, da die Anleger weiterhin unsicher über die Auswirkungen von KI auf den Sektor waren.
Vor allem Softwareaktien verzeichneten im Februar starke Verluste, da sie sich Sorgen über eine stärkere Konkurrenz durch KI-Tools machten.
In China liegt der Schwerpunkt auf den bevorstehenden „zwei Sitzungen“-Treffen der wichtigsten politischen Gremien des Landes, die zwischen dem 4. und 11. März stattfinden. Bei den Treffen wird die Tagesordnung für Chinas 15. Fünfjahresplan festgelegt.
Es wird allgemein erwartet, dass Peking weitere Konjunkturmaßnahmen vorschlägt, insbesondere da sich das chinesische Wirtschaftswachstum in den 2020er Jahren stetig verlangsamte.
Die am Freitag veröffentlichten US-Daten, die stärker als erwartet ausfielen, schürten Sorgen über eine hartnäckige Inflation in der größten Volkswirtschaft der Welt, die dazu führen könnte, dass die Zinssätze im Land länger unverändert bleiben.
Die regionale Zinsunsicherheit wirkte sich ebenfalls negativ aus, da die Märkte die Erwartungen weiterer Zinserhöhungen durch die Bank of Japan in naher Zukunft, insbesondere nach schwachen Inflationsdaten aus dem Land, auspreisten.
Doch die Märkte wuchsen zunehmend davon überzeugt, dass die Reserve Bank of Australia die Zinssätze in den kommenden Monaten weiter anheben wird, da das Land Ende 2025 mit einem Wiederanstieg der Inflation zu kämpfen hat.

